Schlossfest-Freunde kamen trotz Regenwolken voll auf ihre Kosten

Gruppenfoto der Mitarbeiter (Foto: Raphael Braun)
 
Mitarbeiter in historischen Kostümen und Trachten (Foto: Pappy Orion)
Hurlach: Schloss Hurlach |

Buntes Markttreiben in Hurlach zum Tag des offenen Denkmals


Am 14. September war in Hurlach wieder Schlossfest-Tag. Neu war in diesem Jahr der Gottesdienst in freier Form, mit dem der festliche Tag begann und der unter dem Leitgedanken aus dem Matthäus-Evangelium stand: "Wo zwei oder drei sich versammelt haben ..." In der Ansprache ging es dementsprechend um die Einheit der Christen; in die anschließenden Fürbitten wurde aber auch das Gebet um trockenes Wetter aufgenommen; und tatsächlich gab es bis zum Ende der Veranstaltung kaum Niederschläge.
Etwa 1100 Besucher hatten sich trotz der grauen Wolken auf den Weg zum Hurlacher Schloss gemacht und wurden dort willkommen geheißen. "Dass so viele Leute kommen würden, hatten wir bei diesem regnerischen Wetter fast nicht zu hoffen gewagt", wunderte sich der JMEM-Mitarbeiter Frank Bauer, der am Begrüßungsstand u. a. auch die Besucher-Zählung koordiniert und die sorgfältig geführten Strichlisten ausgewertet hatte.
Viele der Gäste waren gekommen, um im Rahmen des alljährlichen Tages des offenen Denkmals das 400 Jahre alte Fugger-Schloss zu besichtigen. Dafür wurden halbstündlich Schlossführungen angeboten, bei denen insgesamt etwa 340 Gäste mehr über die Geschichte des Gebäudes und seine Bewohner erfahren konnten. Unterhaltsame Einzelheiten aus dem Leben eines ehemaligen Schlossbesitzers hörten Geschichtsliebhaber während einer Lesung aus den Tagebüchern des Freiherrn Sebastian von Pemler (1718-1772). Als besonderes Schmankerl lag eine Kopie des Ehevertrages von Maria Anna und Sebastian von Pemler aus, der im Augsburger Staatsarchiv aufbewahrt wird.
Die Besucher des Schlossfestes nutzen auch die Gelegenheit, sich mit Freunden und Bekannten im gemütlichen, gut gefüllten Biergarten zu treffen oder exotische Köstlichkeiten zu genießen; so konnte man beispielsweise äthiopische oder persische Gerichte probieren. Die Schloss-Band startete mit dem Sommerhit “Auf uns” ins Programm. Zünftige Klänge der Hurlacher Blaskapelle fehlten nicht. Und ein Trio um Daniel Leo brachte lateinamerikanischen Schwung ins Schlossfest. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt einer Gruppe des Hurlacher Kindergartens “Farbenfroh”, die einige Lieder darbot.
Veranstalter des Hurlacher Schlossfests ist das ökumenische Missionswerk Jugend mit einer Mission Hurlach e.V., das seit 1972 Eigentümer des Schlosses ist und jedes Jahr am Tag des offenen Denkmals die Tore des Schlosses öffnet. Eine Mitarbeiterin meinte dazu: "Wir möchten ein Umfeld schaffen, das zum Verweilen einlädt. Für die Bewohner des Schlosses ist dieser Tag ein Höhepunkt im Jahreskalender. Viel muss organisiert und kalkuliert werden, damit die zahlreichen Gäste verköstigt werden können. Da kann man gar nicht früh genug mit den Vorbereitungen anfangen. Und trotzdem gibt es immer wieder Überraschungen: Wenn wir dann kurzfristig umdisponieren müssen, ist es wirklich ein kleines Wunder, wie es schließlich doch klappt."
Das Gelingen des Denkmals-Events ist auch dem Umstand zu verdanken, dass die Schlossmitarbeiter Unterstützung durch auswärtige Helfer bekommen. Die internationale Vielfalt der angebotenen Speisen, die die Buntheit der Gemeinschaft sichtbar macht, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor des Schlossfests. Die farbenfrohen Gewänder der afrikanischen und indischen Mitarbeiter sind eine gute Ergänzung zu den historischen Kostümen und bilden ab, was eine Mitarbeiterin so beschreibt: "Wir haben in unserer Gemeinschaft erlebt, dass ein Miteinander in der Unterschiedlichkeit funktionieren kann, auch wenn das nicht immer einfach ist. Diese Begegnung der Kulturen und auch der Konfessionen ist uns wichtig. Und das Schlossfest ermöglicht genau das."
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