alles Holz
Hohenfurch: Stockacker 7 | Holz (mitunter ein therapeutisches Material): was draus machen – in jeder Hinsicht. Zum Verheizen taugt es immer noch, aber schade wäre es allemal.
Großes Foto:
Das mittlere Paar gefällt mir besonders. Es kommt meiner Vorstellung von glücklicher Paarbeziehung sehr sehr nahe.
Der Mann steht hinter der Frau, vermittelt Schutz und Stärke. Die Frau sieht mit lachendem Gesicht zu ihrem Mann und lehnt sich mit dem Rücken an ihn. Das kann sie nur deshalb so sorglos tun, weil sie felsenfest vertraut.
Alles zusammen:Wunderschön in Handwerk, Sprache und Ausdruck!
Frage: Kann man Ihre Holzkunst erwerben?
Liebe Grüße,
Heidi Kjaer
Herzlichen Dank für die freundlichen Zeilen!
Ist es mir vielleicht gelungen, den Blick der Frau nicht demütig-gläubig zum Mann hinauf zu gestalten, sondern eher fragend-bestimmend: "Nicht wahr, du bist und bleibst doch da?" – Sein Lächeln sollte zum Ausdruck bringen: “Freilich, du kannst dich auf mich verlassen!“
Und ich habe die Figuren ganz bewusst zusammenfließen lassen ...
Na ja, was einem da alles durch den Kopf geht bei der Fertigung von so etwas (im Übrigen, bevor ich das Werkzeug in die Hand nehme, muss die Skulptur soz. im Kopf schon ganz ausgearbeitet sein, denn Korrekturen sind beim Bildhauern fast nicht möglich ...).
Die anderen beiden Figuren stellen den Versuch dar, das Thema ins Abstrakte zu variieren und von der schieren Gegenständlichkeit wegzuführen. Das „betreibe“ ich etwa so wie bei lyrischen Texten. Deren Weite messe ich daran, wie es ihnen gelingt, den Blick vom offenen, scheinbar sofort auf- und einleuchtenden Ausdruck zwischen die Zeilen zu führen, ja, zu zwingen. Denn Gegenständlichkeit kann letztlich nur immer ein mangelhaftes Abbild der Wirklichkeit verkörpern ...
Ach, entschuldigen Sie. Jetzt bin ich doch richtig ins Labern gekommen!
Gute Zeit!
Nein nein, Sie labern nicht! Es ist schlicht und ergreifend die berechtigte Freude über ein gelungenes Werk. Ich freue mich gerne mit!
Noch einmal:
Im Gesichtsausdruck des Mannes sehe ich dieses breite Lachen. Nichts fällt ihm schwer. Wie selbstverständlich steht er da und vermittelt seiner Frau Schutz. Die Frau dreht den Kopf in seine Richtung und ist ohne Worte ganz Frau. Das ist ihr nur möglich, weil der Mann - ganz Mann ist und sich seiner Zuordnung bewusst ist. Er soll sie nähren und pflegen, warmhalten, "für die Brutwärme sorgen", wie es wörtlich in einem Vers bei Epheser zu lesen ist.
Sie merken schon: Ich bin noch eine ewig Gestrige. - Ich bin's gern!
Auch Ihnen eine gute Zeit!
Semper idem - immer der-/ in Ihrem Fall dieselbe. Aber klar doch! Da passte sogar das Boarische "mir san mir und schreim ins ins" irgendwie dazu. Man muss sich treu bleiben, und zwar auch in der Veränderung ... Und man könnte weiter herumphilosophieren. Aber schön finde ich es schon, dass wir uns irgendwie verstanden haben.
Schöne Grüße aus Hohenfurch!







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