FIT-FOR-JOB 2011
Höchstädt an der Donau: Stadt | Die Schüler von heute sind die Fachkräfte von morgen, ist Landrat Leo Schrell überzeugt. Wegen des drohenden Fachkräftemangels sei es deshalb richtig, wenn die Unternehmen der freien Wirtschaft möglichst frühzeitig den Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern suchen, um sie für eine qualifizierte Berufsausbildung zu gewinnen. In der Berufsinformationsmesse „FIT JOR JOB“, die heuer bereits zum sechsten Mal in der Nordschwabenhalle in Höchstädt stattfand, sieht der Landrat dazu eine hervorragende Plattform.
Dabei ist neben der Information über eine Vielzahl an interessanten und zukunftsfähigen Ausbildungsberufen in Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung vor allem die Aufklärung der Schüler und deren Eltern über die neuen Durchlässigkeiten im Bildungssystem, die auch ohne Abitur im zweiten Bildungsweg den Zugang zur Hochschule ermöglichen, notwendig. So sei es zwischenzeitlich möglich, nach einer Lehre nahtlos die Meisterprüfung anzuschließen und damit an der Hochschule oder der Universität den Bachelor oder Master zu machen.
Dies sagte Landrat Leo Schrell bei einer Sitzung des Organisationsteams der Agenda21 im Landkreis, das bereits mit der Planung der siebten „FIT FOR JOB“ begonnen hat, die am 19. Februar 2011 in bewährter Weise in Höchstädt stattfinden wird.
Bei der Sitzung wurde nochmals Bilanz der diesjährigen Messe gezogen, die Anfang Februar einen erfreulich großen Zuspruch bei Schülern der Haupt- und Realschulen sowie der Gymnasien fand.
Angesichts der Tatsache, dass es im Schuljahr 2010/2011 wegen der Einführung des G8 an den Gymnasien zwei Abiturjahrgänge geben werde, müsse diese besondere Situation auch beim Angebot und der Zielsetzung der „FIT FOR JOB“ Berücksichtigung finden, betonte der Landrat.
Dem wolle man dadurch Rechnung tragen, so der Agenda21-Beauftragte Hermann Kleinhans, dass künftig neben der gezielten Information der Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschulen über die einzelnen Berufsbilder beim Angebot der Messe ein stärkeres Augenmerk auf die enge Verzahnung von Praxis und Hochschule und damit auch auf die Zielgruppe der Gymnasiasten gelegt werde.
Günter Hirschmann vom Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT informierte, dass rund 1.130 Schüler im Nachgang zur diesjährigen Messe befragt worden seien. Danach habe sich ergeben, dass nach wie vor die Haupt- und Realschüler der siebten bis zehnten Klassen in erster Linie das vielfältige Informationsangebot der „FIT FOR JOB“ in Anspruch nehmen. In dem verhältnismäßig geringen Anteil an Gymnasiasten unter den Besuchern (5 Prozent) sah auch Hirschmann ein Potenzial für künftige Messen.
Erfreulich gut sei das von der Agentur für Arbeit entwickelte Vortragsprogramm angenommen worden. Nach Aussage von Dr. Klaus Mager zählten die Vorträge insgesamt rund 500 interessierte Besucher.
Landrat Leo zeigte sich zuversichtlich, für die nächste Berufsinformationsmesse erneut die stolze Zahl von 65 Unternehmen, Behörden, Schulen und Einrichtungen gewinnen zu können. Der Landrat bittet die Unternehmen, sich auch bei der „FIT JOR JOB 2011“ zu engagieren und dankte allen Akteuren für die erneut perfekte Organisation der diesjährigen Messe.



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