Auf Entdeckungstour in Hildesheim: Der "Kehrwiederturm"

Die Sicht durch das Tor des "Kehrwiederturmes" stadteinwärts

Hildesheim: Am Kehrwieder | Zur Entdeckungstour in Hildesheim gehört es, den "Kehrwiederturm" aufzusuchen, den einzigen Turm der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Er ist einer der vier Tortürme, die es in der Neustadt gab, und mit dem verschiedene geschichtliche Rätsel verbunden sind.

Er hieß zuallererst "Hohnser Tor" (manchmal auch "Honser Tor"), weil der Weg zu dem damals in der Nähe gelegenen Dorf Hohnsen führte. Errichtet wurde der "Kehrwiederturm" aus Bruchsteinen, aber über den Zeitpunkt des Aufbaus gibt es unterschiedliche Angaben. Auf der Infotafel am Turm wird das Jahr 1300 genannt, andere Quellen beziehen sich auf das Jahr 1465 oder den Zahlendreher 1456.

Sein Name ist dadurch begründet, dass die Stadtmauer an dieser Stelle fast rechtwinklig abknickte, eine "Kehre" machte. Aber einer Sage nach wird die Bezeichnung "Kehrwiederturm" darauf zurückgeführt, dass seine Glocke einer im dichten Wald verirrten Jungfrau geholfen habe, den Weg in die Stadt zurückzufinden. Eine andere Deutung: In alten Schriften soll nachzulesen sein, dass die Turmglocke an jedem Abend die Bürger außerhalb der Stadtmauern daran erinnerte, nach Hause zu gehen, "wiederzukehren".

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