Erklärung !
Hildesheim: Domhof | Ich hab die letzten Kommentare gelesen und will versuchen etwas Aufklärung zu betreiben .
Das Alter des Tausendjährigen Rosenstocks wird logischerweise angezweifelt.Es gibt ja auch verschiedene Aussagen.Und da ein Teil ja auf Sagen beruht ,ist die Altersbestimmung auch sehr schwierig.
Die Brüder Grimm hatten ein Sage verfaßt über Ludwig den Frommen,welcher sein gefülltes Kreuz verloren hatte und das fand man dann an einem Rosenstrauch hängend wieder.An der Stelle wurde eine Kapelle gebaut.Im Exemplar v.Grimm findet sich ein trockener Rosenzweig mit der Erklärung von Jacob Grimm,das es sich um einen Zweig vom 1000jährigen Rosenstock handelt.
Da 1848 Jacob Grimm in Hildesheim zu Besuch war,hat er zu dem Zeitpunkt wohl den Rosenzweig mitgebracht.
Sogar Georg Wilhelm Leibniz,welcher sich am Hofe zu Hannover um Ende 17.und Beginn 18. Jahrhundert mit der Geschichte Hildesheims befaßt hatte,bezweifelte das Alter des Rosenstocks.
Aber für mindestens 350 Jahre läßt sich der Rosenstock belegen(was auch schon eine sehr lange Zeit ist). Das hat der damalige Jesuit Georg Elbers v.Josephinum-Gymnasium bestätigt.Er schrieb auch,das es ein großes Wunder sei,das der Rosenstock die Jahrhunderte überdauert indem er immer wieder aller Augen blühend erfreue.
Ein zweites Wunder ist es, das schon 8 Wochen nach der Zerstörung(vom 22.März1945) Hildesheims inclusive des Domes ,zwischen Schutt und Asche neue Triebe des Rosenstockes hervortraten, welche seitdem ein Wachstum ohnegleichen zeigen.Und so ist der Rosenstock innerhalb der letzten 65 Jahre wieder zu einem Parchtexemplar geworden, welcher uns jeden Sommer mit den herrlichsten ,zartesten Blüten erfreut .
Ein Auszug aus dem Buch: Hildesheim besagt auch noch folgendes:
Ganz fest auf historischem Boden steht der Betrachter vor der Hildesheimer Rose in dem dort eingemauerten Kreis,der die Lage der ersten christlichenKapelle andeuten soll.Hier fand sich bei Grabungen nach 1945 auch eine Quellfassung aus dem achten Jahrhundert. Ein altsächsisches Heiligtum der Göttin Frigga soll dort gewesen sein. Der Frigga war,woran Josef Breloer in seinem Rosenbuch erinnert,die Heckenrose gewidmet.
"Friggdorn" genannt. Und um eine gewöhnliche Heckenrose,Rosa canina L.,
handelt es sich beim "Tausendjährigen Rosenstock".



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