Schlesiertreffen auf dem Marienberg bei Nordstemmmen
Nach der verheerenden Bombardierung von Hildesheim, am 22. März 1945 fanden meine Eltern und ich in Rössing bei Verwandten Unterkunft, erst ein Jahr später fanden wir eine eigene Mietwohnung. Mein Wohnaufenthalt in Rössing dauerte nur relativ kurze Zeit, nämlich von 1945 – 1954. Da das aber zugleich prägende Jahre vom Übergang meiner Kindheit zum Heranwachsenden (Halbstarken) waren, ist mir Rössing ein Stück Heimat geworden und bis heute geblieben.
Der Begriff Heimat erinnert mich an eine Begegnung während eines Schlesier / Flüchtlingstreffens auf den Terrassen der Gaststätte oberhalb von Schloss Marienburg bei Nordstemmen.
Mein Vater und ich waren eigentlich nur wegen des schönen Wetters nach einem Fahrradausflug dort gelandet. An einem Tisch, nahe der Bühne in der Musikmuschel, fanden wir noch zwei freie Stühle, saßen kaum, als fast alle anderen aufstanden und gingen.
Die Darbietungen waren beendet. Das bedauerten wir nicht. Wir gehörten ja weder zu den Vertriebenen noch zu den Flüchtlingen.
Mein leutseliger Vater sprach einen am Nachbartisch zurück gebliebenen Gast an. Es schien, als wolle der unauffällig eine Träne aus den Augen wischen.
„Sie sind sicherlich auch zum Heimattreffen hier hergekommen, um an glücklichere Jahre in ihrer Heimat erinnert zu werden.“
„Nee, nee ich habe leider keine Heimat.“
„Aber woher kommen sie denn?“
„Aus Rössing“, sagte der Heimatlose, stand auf und ließ uns, seine Leidensgenossen, allein.
Hildesheim: zuhause | Auf meinem Schreibtisch wächst jetzt ein Kaffee-Baum (Coffea arabica). Noch ist er klein. Vom Edeka-Markt war ich mit ihm als 'Coffee to go' unterwegs.
Mit den Worten "Now thrive and grow" auf dem Schreibtisch plaziert, darf er nun gedeihen und wachsen. Zumindest so lange, bis er einen der Bildschirme vom Schreibtisch verdrängt. Es sind drei, die ich stundenlang vor meiner Nase habe. Die beiden flachen behandelt Windows xp...
Das magische Auge.
Alle in der Klasse sollten es sehen. Herr Stein hielt das Schulheft so hoch wie es seine Handprothese erlaubte.
„Kannst Du erklären, warum dein Heft so verschmiert ist?“
Horst hatte mit einer Rüge gerechnet, nicht aber mit einer Demütigung. Er zuckte zusammen, spürte das schwarzbraune Leder der künstlichen Hand, bedrohlich hoch über seinem Kopf. Die Prothese glänzte wie ein frisch geputzter Sonntagsschuh...
Hildesheim: Bombardierung | Der 22. März 1945
Wie eine Erlösung empfand ich die Überwindung des mir selbst auferlegten Schweigens. Über bestimmte Kindheitserlebnisse wollte ich nicht reden. Doch irgendwann fing ich an Gedanken zu notieren, legte das Geschreibsel jedes mal weit weg, wenn mir Tränen in die Augen steigen wollten. War das Selbstmitleid? Das wäre doch ungerecht gegenüber jenen, die in den zwei Jahrzehnten nach 1933 ungleich viel...
Traumatische Erlebnisse und die Geschichte einer späten Heilung Im Geleitwort heißt es: In dieser "Geschichte über das Aufarbeiten und Heilwerden" bearbeitet die Autorin ein Thema, das weithin im Dunkel geblieben ist. Eine Decke des Schweigens liegt über den vielen Verletzungen durch traumatische Erlebnisse am Ende des schon so lange zurückliegenden Krieges. Aber unsere Seele vergisst nichts. Sie verschafft sich Gehör, auch...
Doc Be
aus Marburg
| am 01.02.2013
| 176 mal gelesen
Christian Schwarz-Schilling auf Fachtagung im Marburger Rathaus mit klaren Worten zu Versäumnissen auf staatlicher Ebene
Über Achtzig führende Akteure und Fachleute aus Politik, Behörden, Arbeitsmarkt, Nichtregierungsorganisationen und Sozialverbänden sowie interessierte Öffentlichkeit kamen am Montag im Marburger Rathaussaal im Rahmen der Fachtagung des vom Marburger Mittelhessischen Bildungsverband e.V. koordinierten...
Heek: Gemeinde Mitte | Heimat- und Schützenverein St. Ludgerus Heek e.v.
Freitag, 10. Mai bis Sonntag, 12. Mai 2013
Schützenfest 2013
Weitere Informationen:
http://hsv-heek.de/sys-seitenid,15/