Internationale Preisträgerbegegnung

Kreativworkshops (Foto: (C) Europäischer Wettbewerb)
 
Besuch in Köln (Foto: (C) Europäischer Wettbewerb)
 
Unser Globus (Foto: (C) Europäischer Wettbewerb)

Einladung des Europäischen Wettbewerbs


Hildesheim/Bad Marienberg. Als ich am Morgen in den ICE nach Koblenz stieg, stellte ich mir die kommende Woche vor. Welche Nationen sind vertreten? Wird unsere Gruppe gut zueinander finden? Pünktlich erreichte ich nach der wunderschönen Strecke am Rhein unseren Treffpunkt, wo uns ein Shuttle zum Europahaus bringen sollte. Die verbleibende Zeit verbrachte ich in der Altstadt und im Kurfürstlichen Schloss.

In unserer Gruppe waren wir zunächst überrascht, dass wir erst fünf Teilnehmer waren. Jedenfalls stellte sich schnell heraus, dass ich die bequemste Anreise hatte. Auf der Fahrt blätterten wir schon einmal unsere Wettbewerbsarbeiten durch und diskutierten über die aktuelle Finanzkrise in der Europäischen Union. In Montabaur stiegen unsere Teilnehmer aus Griechenland und Tschechien zu.

Unser Zimmer teilte ich mir mit zwei weiteren Jungen. Die bunten Wettbewerbsbeiträge im Flur stimmten uns auf Europa ein. Das Abendessen war die erste Gelegenheit uns kennenzulernen. Nachdem es wie im Bus am Anfang sehr still war, unterhielten wir uns sehr engagiert natürlich in Englisch über das regnerische Wetter hin über die aktuelle Situation in Griechenland. Diese offene und ehrliche Diskussionen mit neuen persönlichen Standpunkten und Eindrücken von uns überzeugten Europäern hat mich sehr beeindruckt.

Am Abend ging es um einige wichtige Informationen über das Europahaus und um Regeln. Im Anschluss wollten wir uns besser kennenlernen. Deshalb interviewten wir uns in internationalen Gruppen gegen-seitig und erstellten Steckbriefe zu Aspekten wie Lieblingsessen und Talente, wie wir anschließend im Plenum vorstellten.

Der offizielle Beginn unseres Seminars begann dann Montag morgen mit der Besprechung unserer Erwartungen für das Seminar. Was ist uns für das Team wichtig? Worauf wollen wir den Schwerpunkt setzen? Als erste Aufgabe suchten wir ein Symbol für die Europäische Union. Ich achtete besonders auf die gemeinsame Kooperation, Solidarität und Gleichheit. Anschließend entwarfen wir in der Gruppe ein Boot, dessen Segel aus unseren Wünschen für die EU bestand.

Am Nachmittag ging es um interkulturelle Kommunikation. Als Praxisbeispiel fungierte hier die Insel Albatros. Wir alle interpretierten das Sitzen des Mannes, während das Mädchen den weiblichen Teilnehmern die Schuhe auszog als Unterdrückung der Frau. Tatsächlich verehren die Männer aber die Frauen, weil diese mehr Kontakt zur Erdenergie hätten. Hier zeigte sich, dass wir eine Kultur wie bei einem Eisberg zunächst oberflächlich und durch offenen Umgang intensiv kennenlernen können.

Das Highlight des Tages war der Country Market. Wir alle waren besonders auf die Präsentationen aus Griechenland und Tschechien gespannt. Den ganzen Tag verfeinerten wir unser Programm und hatten einen vergnüglichen Abend, der durch Musik, Spiele, Tanz und Süßigkeiten abgerundet wurde.

Am Dienstag stellten wir unsere Wettbewerbsarbeiten im Plenum vor. Mich freute es sehr, dass wir zu allen Themen über perfekte Bilder und aufwendig geschriebene Texte staunen konnten. Gemeinsam hoben wir die gleichen Gedanken und Schlüsselwörter wie Gleichheit und Solidarität hervor, die Grundlage für unsere Kreativworkshops werden sollten.

Nach dem Mittagessen ging es um die Länderpräsentationen. Wir überlegten uns typische Lieder, Tänze und Spiele, die wir gemeinsam übten. Ausgelassen stellten wir fest, dass es viele Parallelen gibt und spielten Werwolf und tanzten Sirtaki. Den Abschluss des Tages bildete das gemeinsame Schwimmen.
In Bonn gefiel uns die Führung im „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in der Dauerausstellung über die jüngere Vergangenheit Deutschlands sehr gut. Danach erklommen wir in der Sommerhitze die Stufen im Kölner Dom und genossen den tollen Ausblick. Zügig spazierten wir anschließend zu den Kranhäusern am Rhein entlang und gingen in der Stadt shoppen.

Besonders gespannt waren wir auf die „Creativity Workshops“ am Donnerstag zum diesjährigen Wettbewerbsthema „Europa hilft – hilft Europa?“. Mit einem gemeinsamen Brainstorming überlegten wir uns zunächst ein Gesamtkonzept, richteten den Schwerpunkt dann aber auf die einzelnen Methoden. In den nächsten zwei Tagen gestalteten wir zwei plastische Werke, ein Video und ein Bild zum Thema Entwicklungspolitik.

In unserer internationalen Gruppe schufen wir einen Globus aus einem Drahtgestell mit bunten Papiermännchen. Eine Lücke provoziert zu aktivem Engagement und fordert eine Stellungnahme. Wenn wir Jugendliche also gemeinsam zusammenarbeiten und -zusammenhalten können wir etwas einmaliges schaffen und unsere Welt verändern. Am Abend ließen wir den Tag mit Barbecue und Werwolf ausklingen.

Auch am Freitag genossen wir das gemeinsame Arbeiten, gerade weil wir sehr gut vorankamen und es uns sehr gefreut hat unsere Idee gemeinsam perfekt umsetzen zu können. Gleichzeitig konnten wir uns bei guter Musik unterhalten und damit die spannenden Diskussionen aus der Freizeit weiterführen. Wir alle waren sehr stolz zu sehen, was wir alles für tolle Projekte geschaffen haben und wie gut sie sich gemeinsam ergänzen.

Damit endete das Seminar und wir wollten den letzten Abend mit Werwolf und am Kneippbecken aus-klingen lassen. Wir tanzten auch auf dem Stadtfest in Bad Marienberg und spielten im Park Pantomime. Am nächsten Morgen war es traurig sich von den neuen geschlossenen Freundschaften zu verabschieden, weil wir uns jetzt wahrscheinlich nur noch virtuell sehen.

Wir waren eine tolle Gruppe und haben uns in dieser Woche perfekt verstanden. Es war eine einmalige Erfahrung in unserem internationalen Team auf Englisch mit neuen Ideen aus unserer Perspektive über Europa diskutieren zu können. Besonders in Hinblick auf die aktuelle schwierige Situation in Griechenland war es spannend hier persönliche Berichte zu hören. Auch konnten wir nach anfänglichem Zögern tolle Ideen in den Kreativworkshops umsetzen und wunderbare Resultate vorweisen.

Mir persönlich hat die Woche wieder deutlich gemacht wie wichtig unsere europäische Solidarität und Gleichheit ist. Gemeinsam können wir in Europa viel erreichen. Uns besser kennenzulernen ist eine ein-malige und wichtige Chance – ich werde sie weiterhin nutzen.

Vielen Dank für die engagierten Diskussionen, spannende Eindrücke und das wunderbare Seminar! Ich hoffe, dass wir uns nach einer guten Heimreise bald wiedersehen.

Johnny Bonk
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