Stinkender Storchenschnabel oder Ruprechtskraut – geranium robertianum

Heuchelheim: Deutschland | Allein bei seinem Namen kann man eine unterschiedliche Wertschätzung der alten Heilpflanze erkennen. Das Ruprechtskraut – geranium robertianum wächst an schattigen Orten mit kargen Böden. Zum Beispiel in alten Kiesgruben und Steinbrüchen in Höhleneingängen und an Waldwegen. Das Ruprechtskraut – geranium robertianum dreht seine Blätter einfach in Richtung Licht. Bekommt die Pflanze zu viel Licht ab, bekommt sie eine Art Sonnenbrand. Sie färbt ihre Blätter durch Lichtschutzpigmente dunkelrot. Die kleinen, fünfblättrigen, rosarote Blüten mit kleinen Weißanteil schauen schon toll aus.Bienen lieben diese Pflanze. Wir Menschen empfinden den Geruch als meist als unangenehm und muffig. Genauso scheinen Mücken den Geruch nicht zu mögen. Einfach ein paar Blätter in einer Schale verreiben und auf den Gartentisch stellen und die Mücken bleiben weg. Bei Gartenfreunden ist der Stinkende Storchenschnabel daher als Terrassenbepflanzung oder als Steingartenpflanze beliebt. Wobei es auch Zuchtformen gibt, die nicht mehr so ,,duften,, wie die Wildpflanzen. Die Wildpflanze hat viel ätherisches Öl, das den muffigen Geruch zur Folge hat. Neben dem ätherischen Öl enthält die Pflanze noch Gerbstoffe Citronensäure, Äpfelsäure, Maltol und Vitamin C. Diese Inhaltstoffe machten die Pflanze im Mittelalter zur beliebten Heilpflanze. Der heilige Ruprecht, erster Bischof und Landesheilige von Salzburg, gelebt von ca 650 bis 718, hat bereits die Heilung mit dieser Pflanze gelehrt. Das Ruprechtskraut kann bei schlecht heilenden Wunden, leichte Formen von Ausschlägen und bei Entzündungen der Mundhöhle, sowie Zahnschmerzen, Herpes, Hämorrhoiden und Nasenbluten helfen. Es wirkt entzündungshemmend, blutstillend und wundheilend. Auch wenn die Heilpflanze fast überall zu finden ist, sollte Fachkundigen das Sammeln überlassen werden. Pflanzen, die wir aus der Natur entnehmen, können Verunreinigungen enthalten, wie Eier von Würmern die uns wiederum schaden können. Wenn ihr das alte Heilmittel verwenden möchtet, könnt ihr gerne in der Apotheke nachfragen. Dort gibt es Tee und Pulver, das ihr ohne diese Beigabe nutzen könnt. Vielleicht mögt ihr die Pflanze ja auch nur anschauen. Sie eignet sich für Dachbegrünung und den Steingarten.
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3 Kommentare
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Roland Horn aus Dessau | 25.04.2016 | 11:40  
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Werner Szramka aus Lehrte | 25.04.2016 | 13:51  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 25.04.2016 | 16:29  
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