Meerrettich ist eine Heil- und Würzpflanze

Heuchelheim: Deutschland | Der Meerrettich ist bei diesem Schmuddelwetter genau das Richtige! Die Wurzel stärkt die Abwehrkräfte und ,,räumt,, die Nase und die Nebenhölen. Meerrettich ist im Register der Traditionellen Lebensmittel eingetragen, obwohl man ihn im Mittelalter eher als Medizinpflanze nutzte. Seine Inhaltsstoffe, Vitamin C, Vitamine B1, B2 und B6, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie die Senfölglykoside Sinigrin und Gluconasturtiin, Allicin, Flavone, ätherische Öle, aus denen sich Senföle bilden, die unter anderem antibiotisch wirken geben ihm auch alles Recht dazu. Die Senföle verhindern, dass sich Bakterien vermehren. Aus diesem Grund sollen sie bei Infekten im Körper helfen, besonders bei einer aufkommenden Blasenentzündung und Erkältungen. Er hilft auch bei Nebenhöhlenentzündung und Fieber, ist schleimlösend,
schweiss-und harntreibend,hilft so bei Harnsteinen. Er Kann dem Darm helfen bei Verdauungsschwäche, Blähungen und Verstopfung. Achtung, zu viel des Guten gibt Durchfall. Also eine echte Heilpflanze. Im Spätmittelalter erkannte man dann auch die würzende Wirkung des Wurzelgemüses. Heute finden wir den Meerrettich in Grillsoße bis zum Tafelspitz. Angebaut wird die Gemüseart in Südosteuropa und in Bayern. Er wächst aber auch wild, eigentlich überall wo man ihn läßt. Wir nutzen nur die Wurzel der Pflanze. Meerrettich gehört zu den Kreuzblütlern (Brassicaceae) und blüht von Mai bis Juli. Die Frucht ist ein kleines, kugeliges Schötchen.
 Meerrettich wird bis zu 1,5 Meter hoch. Die Blätter sehen länglich bis elliptisch aus und werden zum Teil einen Meter lang. Woher die Pflanze ihren Namen hat weiss man nicht genau. In der englischen Sprache nennt man ihn Horseradish , was eine Theorie nahebringt, nach der der Name Meerrettisch vom Pferd, der Mähre kommt. Es könnte aber auch sein das Meerrettich so heißt, weil er gerne an den schroffen Küstenhängen wächst, der Name also von Meer abgeleitet wird. Andere sagen das er so heißt weil er groß ist, also mehr Rettich. Egal, allei das Wort ist schon genial. Welches Andere Wort hat so viele Doppellaute. 2xE, 2xR und 2xT. Ein Klasse Wort für Wortspiele. Ich mag den Meerrettich gerne als Soße über dem Rindfleisch. So wie meine Oma das immer im Herbst und Winter gekocht hat. Natürlich bekommt ihr auch das Rezept von mir. Bei dem Rezept weiche ich etwas von Omas Rezept ab. Ich spare mir das Reiben des Meerrettichs. Warum quälen wenn es den geriebenen scharfen Meerrettich im Glas gibt. Zum Meerrettich gibt es gekochtes Rindfleisch ( Brust) und Salzkartoffel. Beim Rindfleisch kochen bekommen wir auch unsere Fleischbrühe die wir bei der Meerrettichsoße brauchen.
Wir brauchen 2 altbackene Brötchen, 1 Esslöffel Butter, 500 ml Milch, 1 Kellen Fleischbrühe und 2 Gläschen Scharfen Meerrettich.
Als erstes weichen wir die Brötchen in Milch ein. In einem kleinen Topf geben wir die Butter und schmelzen diese bei mittlerer Temperatur. Die geweichten Brötchen mit der Milch dazu geben und mit dem Zauberstab zerkleinern. Jetzt darf es etwas kochen. Sobald es gekocht hat nehmen wir die Hitze runter auf Stufe 2 und geben die Brühe dazu. Einmal umrühren und nach und nach den Meerrettich dazu geben. Jetzt darf es nicht mehr kochen, denn der Meerrettich verliert seine schärfe wenn er gekocht wird. Je nach Geschmack also mehr oder weniger kochen. Wer die Meerrettichsoße lieber dünn mag kann nach belieben etwas mehr Brühe dazu geben. Auf einem Teller nun Fleisch, Kartoffel und Oma Annas Meerrettichsoße anrichten. Ich wünsche guten Hunger!
Ps: Wer mit dem Brustfleisch auch gleich die Beinscheibe kocht kann mit etwas Suppengrün eine Leckere Suppe als Nebenprodukt geniessen.
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6 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 26.01.2016 | 12:44  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 26.01.2016 | 13:06  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 26.01.2016 | 21:26  
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Nicole Freeman aus Heuchelheim | 27.01.2016 | 06:57  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 27.01.2016 | 20:32  
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Nicole Freeman aus Heuchelheim | 28.01.2016 | 06:13  
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