Sonntagmorgen, die Lahnaue erwacht

Heuchelheim: Deutschland | Es ist Sonntag. Ich will eigentlich noch schlafen, aber mein Hund muss raus und ich wollte doch den Fuchs aufs Bild bekommen. Also raus aus den Federn und los. Die Morgenluft ist kalt. Am Himmel leuchtet noch ein einsamer kleiner Stern. Kleine Wolkenlücken lassen auf einen schönen Tag hoffen. Aus der Ferne erklingt das Morgenkonzert der Wildgänse. Ein einsamer Hahn scheint auch schon wach zu sein. Die wilden Kaninchen haben mich bereits bemerkt und sind in der Hecke verschwunden. Ich mache mich auf in die Lahnaue zum Frischluft tanken. Der kleine Weg ist etwas matschig, aber das ist mir egal. Ich will meinem Fuchs guten Tag sagen und hoffen das er diesmal nicht gleich wieder die Flucht ergreift, sobald ich die Kamera zücke. Ich gehe den Weg bis zum alten Kieswerk. Da ist sie wieder, die alte dicke Eiche auf ihrer Insel. Heute Morgen ist das Wasser schon sehr nahe. Ein Großteil der Flutwiese übernimmt bereits ihre Aufgabe das Lahnwasser zu bändigen. Ich bleibe eine Weile am Wegesrand stehen. Ein Silberreiher putzt sich den Schlaf aus dem Gefieder. Vom Fuchs ist noch keine Spur. Hinter dem kleinen Hügel inmitten der überfluteten Wiese schwimmt ein Schwan. Er ist bereits beim Frühstück. Immer wieder steckt er den Kopf ins Wasser und holt sich sein Grünzeug vom Grund des Wassers. Majestätisch gleitet er zu seinen Nachbarn. Ja er hat Nachbarn am Ufer. Im Baum sitzt ein Silberreiher und die Kormorane am Ufer scheinen den Besucher hinzunehmen. Klasse diese Ruhe an diesem Ort. Es ist lausig kalt aber doch wieder so schön, das man einfach weiter da bleibt und beobachtet. Alles ist so friedlich an diesem Sonntagmorgen. Die ersten Singvögel holen sich Nistmatereal. Sie beginnen mit ihrem Morgenkonzert. Vom Fuchs immer noch keine Spur. Langsam kommen die ersten Menschen mit ihren Hunden vorbei. An diesem Ort sind die Hunde an der Leine. Wir wollen doch keine Jagdszenen, wo doch alles so friedlich ist. Ein freundliches Kopfnicken und man geht seines Weges. Die Kirchenglocken unterbrechen die Stille. Mir ist kalt. Vom Fuchs keine Spur. Ok du schlauer Fuchs. Dann eben nicht. Ich packe meine Kamera ein und mache mich auf den Weg nach Hause. Ich will gerade um die Ecke, wer steht da? Mein Fuchs. Er grinst mich an und verschwindet in der Hecke. Schon wieder hat er es geschafft. Schlaues kleines Tier. Ich hoffe nur, du bist beim Jäger genauso geschickt.
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2 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 31.01.2016 | 12:26  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 31.01.2016 | 12:34  
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