Frühlingsboten rasten in der Lahnaue

  Heuchelheim: Deutschland | Auch wenn unsere Lahnaue vielen Tieren ein Zuhause bietet, so ist sie für den Frühlingsboten Kranich nur ein Rastplatz. Allerdings kein unwichtiger Rastplatz, was die große Zahl der Zugvögel zeigt. Der Kranich hat in vielen Bereichen unseres Lebens einen festen Platz. Wir finden ihn in Märchen, in Gedichten und auf vielen Bildern und Keramiken. Goethe, Schiller und Fontane bedienen sich der Vögel in ihren Lyriken. In vielen Chinarestaurants finden wir den Kranich in der Dekoration. In China steht der Vogel als Symbol für ein langes Leben, Weisheit, das Alter sowie die Beziehung zwischen Vater und Sohn.In Japan steht er für Glück und wird gerne in Form von gefaltetem Papier an Brautpaare verschenkt. In allen asiatischen Ländern steht der kreisende Kranich als Vorankündigung für Geburten, so wie bei uns der Storch. In der Antike stand der Kranich bei den Römern für Wachsamkeit, vernünftiges und kluges Handeln und der Beharrlichkeit. In viele Wappen hat er sich eingeschlichen. Er wird oft mit einem Stein in Schnabel oder Fuß abgebildet. Der Sage nach soll der Kranich sich so zur Wachsamkeit erziehen. Schläft er ein, wird er vom fallenden Stein geweckt.Ob da was dran ist?? Die Kelten verehrten den Kranich als Frühlingsboten. Er galt als Überbringer des Lichts, der Wärme. In Schweden nennt man den Kranich noch immer Glücksvogel. Auch bei uns gilt der Kranich als Zeitmesser. Im Frühling mahnt er zur Saat und im Herbst kündigt er den Schnee an. Der Kranichzug fasziniert immer wieder. Die Trupps sind schon von Weitem zu hören. Der Link https://www.youtube.com/watch?v=l6oW3JJDTRs
Sie fliegen in V Formation 300 bis 800 km je nach Wetterlage. Meistens kann man sie abends oder in den frühen Morgenstunden beim Starten oder Landen beobachten. Auch wenn der Kranich unter Schutz gestellt ist, wurde er bis ins 20. Jahrhundert in ganz Europa gejagt. Der Kranich wurde als „Samenräuber“ und „Schollenknacker“ beschimpft und galt unter Friedrich Wilhelm I als Schädling. Es gab Prämie für jeden gefangenen Kranich. Kraniche waren vom Aussterben bedroht. Nicht nur die Jagd machte den Vögeln das Leben schwer. Auch die Moderne Landwirtschaft mit ihren großen Flächen, das Trockenlegen von Feuchtwiesen und die immer weniger werdenden Rastplätze wie die Lahnaue machen es dem doch eigentlich so beliebten Vogel nicht einfach. Das Märchen vom Saaträuber konnte widerlegt werden. Der Kranich ist ein Allesfresser. Neben Samen und Wurzeln verspeist er Würmer, Insekten, Krebstiere, Fische, Frösche, Eidechsen, Nagetiere, Blätter, Kräuter, Gräser, Nüsse und Beeren. Der größte Feind des Kranich ist und bleibt der Mensch. Sei es, das die Rastplätze und Brutgebiete immer mehr landwirtschaftlich genutzt werden, Windkraftanlagen oder Stromleitungen http://www.kraniche.de/PDF/PressemitteilungLeitung...
Obwohl die Jagd auf diese Vögel in fast ganz Europa verboten ist, ist die Vogeljagd die häufigste Todesart.
Natürliche Feinde hat Europas größter Vogel natürlich auch. Nesträuber wie Fuchs und Mader stöbern nach Eiern und Küken.
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2 Kommentare
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Romi Romberg aus Berlin | 08.03.2016 | 11:40  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 08.03.2016 | 11:47  
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