Im Nebel

Im Nebel wandere ich umher. In die Aue führt mein Weg. Meine Blicke erfassen nur Nebel. Grau in grau und kalt. Im Nebel ruht die Traurigkeit. Sie nimmt mir meine Lust.
Gedanken an Vergangenes stellen sich ein. Gedanken
an das, was einmal war. Gedanken an eine schöne Zeit, doch sie weichen im Nebel einer tiefen Traurigkeit.
Die Schritte sind schwer. Ein dickes Band liegt um meiner Brust. Es schnürt sich fest, als wolle es mir die Rippen brechen. Im Nebel seh ich keine Farben. Ich seh kein Sonnenlicht. Mein Herz ist auf der Suche. Aber im Nebel find ich nichts. Leere, Traurigkeit und Tonnen schwere Steine lasten auf mir. Erst wenn die Morgensonne den Schleier von den Feldern zieht, kann ich wieder die Farben erkennen. Die Farben, die uns das Leben schenkt. So wie die Jahreszeiten vergehen, vergehen Nebel und Schmerz. So wie der Nebel durch die Sonnenstrahlen am Morgen vergeht, so wird auch die Traurigkeit durch Liebe vergehn. Nebel, ich fühle dich so dicht an meiner Seele. Ich werde versuchen dich jetzt einfach von hinten zu lesen. Nebel ist Leben!
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2 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 22.09.2016 | 09:59  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 22.09.2016 | 11:40  
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