BSV Hannovera Gleidingen wandert im Süntel

 
und Wald

Hessisch Oldendorf: Süntel | Es ist zwar seitdem schon etwas Zeit vergangen; aber dieser schöne Tag lässt sich nicht so leicht vergessen.
Nachdem das monatliche „Wandern“ nun dreimal mit dem Fahrrad absolviert wurde, ging die Wandersparte des BSV Gleidingen am 16. Oktober 2011 wieder auf eigenen Füßen.
Pünktlich um 9.00 Uhr war Start an der Gleidinger Schule. Während der Anfahrt mit Pkws zur Pappmühle nahe der Ortschaft Zersen ließ sich schon ahnen, dass das Wetter es heute gut mit uns meinen würde.
Am Parkplatz angekommen, wurde es bald Ernst; denn es dauerte nicht lange, da begann ein einigermaßen heftiger Anstieg. Einige von uns kamen ganz ordentlich ins Schnaufen.
Hier muss auch der alte Grieche hochgestiegen sein, als er den Spruch prägte:
Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.
Dieser soll aber auch gleich wieder nach Griechenland zurückgefahren sein.
Wir wollten jedoch hier bleiben und dem Erfolg, nämlich dem Hohenstein, entgegengehen. Der Weg war weite Strecken mit Bucheckern übersät, wie man sie in solchen Mengen selten sieht.
Das soll ja wohl auf einen strengen Winter hinweisen. Ob das stimmt, werden wir in einigen Monaten wissen.
Einige erinnerten sich auch, in den Nachkriegsjahren als Kinder fleißig Bucheckern gesammelt zu haben. Diese wurden dann zu Sammelstellen gebracht und in Speiseöl oder Margarine umgetauscht.
Dabei führte der Weg weiter bis zu einer kleinen Schutzhütte, die für eine Vesper aus dem Rucksack vorgesehen war. Frisch gestärkt ging es dann auf dem Kammweg zum Hohenstein. Hin und wieder hatte man schon zwischen den Bäumen einen kleinen Ausblick über das Wesertal.
Am „grünen Altar“, den man über eine Treppe erreicht, sahen wir dann weit in das unter uns liegende Wesertal hinein. Es war ein herrlicher Ausblick, da das Laub schon seine erste Herbstfärbung zeigte.
Dieser Blick wiederholte sich dann wenig später von der „Teufelskanzel“ aus.
Eine Tafel dort besagt, dass der Hohenstein mit einer Höhe von vierzig Metern die höchste Klippe Norddeutschlands ist und vor Zeiten den „alten“ Germanen als Opferstätte diente.
Über Treppenstufen, nach Aussage Einheimischer soll es sich um 362 Stufen handeln, ging es dann abwärts zur Baxmannbaude. Dabei kam natürlich das alte Thema zur Diskussion, ob es leichter ist, eine solche Strecke bergan oder bergab zu gehen. Man sollte das einfach mal ausprobieren.
Die Baxmannbaude ließen wir rechts liegen und wendeten uns dem Blutbach zu, der sehr idyllisch den Weg begleitet.
Im Jahre 782 soll es hier allerdings nicht so ganz friedlich gewesen sein, als sich Sachsen und Franken derart umbrachten, dass sich Wasser des Baches rot färbte.
Heute ist dass Wasser wunderbar klar.
An einigen Gedenksteinen vorbei erreichten wir dann den Endpunkt unserer Wanderung, die Pappmühle. Nach einer Tasse Kaffee und dem dazu gehörigen Stück Kuchen ging es wieder zurück nach Gleidingen - jeder mit dem Gefühl, einen wunderschönen Spätsommertag im Herbst erlebt zu haben.

Der nächste Termin der Wandersparte des BSV ist die Braunkohlwanderung am
13. November 2011.
Gäste sind dazu herzlich eingeladen.

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