GEMEINSAMKEITEN ZWISCHEN ISLAM UND CHRISTENTUM



GEMEINSAMKEITEN ZWISCHEN DEM ISLAM UND DEM CHRISTENTUM :

Worte Jesu, Friede sei mit ihm, im Qur’an, in der Bibel und in den Ahadith

BISMILLAHI ARRAHMANI ARRAHIMI
IM NAMEN ALLAHS, DES ALLERBARMERS, DES BARMHERZIGEN


Nicht Religionen sind es, die miteinander Gespräche führen, sondern die Religionskundigen, die über die Religionen Zwiegespräche führen, wie das unter anderem hier in der Ali-Moschee auch öfters der Fall ist, zum Beispiel bei den Interkulturellen Frauenfrühstücken, am Tag der offenen Moschee und bei anderen Gelegenheiten.
Aber nicht jedes Gespräch verdient es, Dialog genannt zu werden. Ein lebendiger, weiterführender Dialog kann ausschließlich nur dort stattfinden, wo jeder Gesprächspartner aus Überzeugung und im Bewusstsein seiner Verantwortung seine Religion vertritt.
Dennoch kann selbst unter solchen Gesprächspartnern nicht jedes Gespräch zu einem fruchtbaren Dialog werden, was wir aber in diesem Falle hier am Tag der Offenen Moschee 2007 sehr hoffen.
Wir glauben, dass man sagen kann, dass momentan seitens des ISLAM mehr Verständnis für den Begründer des Christentums besteht, als anders herum.
Wir überlassen es Ihnen, darüber nachzudenken, aber wir sind uns sicher, dass sie mit uns übereinstimmen werden.
Viele Christen entsprechen dem Bild eines guten Christen, wie er in unserem Heiligen Buch, dem QUR'AN beschrieben wird.
Unter anderem heißt es dort in der Sura al-Ma’ida ( Der Tisch ), ( 5,82 ) :
„ … Und du wirst ganz gewiss finden, dass diejenigen, die den Gläubigen in Freundschaft am nächsten stehen, die sind, die sagen: „Wir sind Christen.“ Dies, weil es unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie sich nicht hochmütig verhalten. „

Wenn Sie jetzt meinen, wir wollten Sie aus Gründen der Taktik besinnlich stimmen, so müssen wir sagen : „Nein, nichts dergleichen.“
Wir Muslime haben nur das, was uns ALLAH, ERHABEN UND MÄCHTIG IST ER, im HEILIGEN QUR'AN befohlen hat zu verkünden, - als Muslime haben wir gar keine andere Wahl.

„ Wir Muslime glauben, dass Jesus, Friede sei mit ihm, einer der mächtigsten GESANDTEN GOTTES war, dass er der Christus war, dass seine Geburt ein Wunder war, ohne männliche Intervention, dass er mit GOTTES ERLAUBNIS die Toten wieder zum Leben erweckte und dass er die blind Geborenen und die Leprakranken mit der ERLAUBNIS GOTTES heilte. „

TATSACHE IST, DASS EIN GLÄUBIGER EIN GLÄUBIGER IST, WENN ER AN JESUS, FRIEDE SEI MIT IHM, GLAUBT, und das gehört nämlich zu einer Säule unseres Glaubens, an alle Propheten, alaihim assalaam, Friede sei mit ihnen, zu glauben.

Sie müssen ja jetzt vermuten, dass wir Muslime die Gunst der Stunde nutzen wollten, dass, würden wir ein paar gute Worte über Jesus, Friede sei mit ihm, sagen, Sie, die Christen daraufhin dasselbe mit unserem Prophet Muhammad, Segen und Heil seien auf ihm, machen würden, möge ALLAHS FRIEDEN UND SEIN SEGEN MIT ALL SEINEN AUFRICHTIGEN DIENERN SEIN; eine Hand wäscht ja die andere, so heißt ein deutsches Sprichwort, was für eine Schande oder Heuchelei würde das sein.
Wir können den Christen ihre Skepsis nicht übel nehmen; so sind sie über Jahrhunderte programmiert worden.
Sie wurden dazu erzogen, dass schlimmste über den Propheten Muhammad, ßalla allaho alaihi wa ßallam, und den ISLAM zu denken.

Wir Muslime sind teilweise für die überwältigende Unwissenheit der circa 1,5 Milliarden Christen dieser Welt selbst verantwortlich.
Wir haben nichts Ausschlaggebendes unternommen, um diese Vorurteile aus dem Weg zu räumen.

Kaum ein Christ weiß, dass der wahre Geist der Güte, den die Muslime Jesus, Friede sei mit ihm, und seiner Mutter Maria entgegenbringen, der Urquelle seiner Religion, dem HEILIGEN QUR'AN entspringt.
Wenige Christen wissen, dass, wenn immer der Muslim den Namen Jesus, Friede sei mit ihm, ausspricht, er dann alaihis assalaam ( = Friede sei mit ihm ) dazusagt. Jedes Mal, wenn ein Muslim den Namen Jesus, alaihis assalaam, ohne diesen Zusatz erwähnt, wird er als respektlos bezeichnet.
Kaum ein Christ weiß, dass Jesus, Friede sei mit ihm, im QUR'AN 5-mal mehr bei seinem Namen genannt wird, als der Prophet des ISLAM, ALLAHS LOB UND FRIEDEN AUF IHM, um genau zu sein : 25-mal im Gegensatz zu 5-mal.

Zum Beispiel : Jesus : 2,87 – 3,45 – 4,171 – 5,46 – 6,85

Jesus, Friede sei mit ihm, wird also 25-mal namentlich im QUR'AN genannt.
Von ihm wird als „DAS WORT GOTTES“ und mit zahllosen anderen Attributen der Ehre in weiteren 15 verschiedenen Suren ( Kapiteln ) gesprochen.
Der QUR'AN ehrt diesen großen GESANDTEN GOTTES und die Muslime haben in den letzten 14 Jahrhunderten nicht nachgelassen, dasselbe zu tun. Im gesamten QUR'AN findet man keine einzige herablassende Bemerkung, die sogar der voreingenommenste Christ als Ausnahme bezeichnen könnte.

Reden die Christen und die Muslime trotz ihrer zahlreichen Gemeinsamkeiten aneinander vorbei? Wir sagen klar : „NEIN.“
Natürlich freut sich jeder, der die Eintracht zwischen Angehörigen dieser beiden Religionen sucht, beziehungsweise ganz allgemein nach Völkerverständigung strebt, über viele Gemeinsamkeiten innerhalb der christlichen und islamischen Lehre.

Beide sind sich darin einig :
> 01. dass es sich bei dem Phänomen GOTT UM EINEN EINZIGEN SCHÖPFERGOTT handelt,
> 02. dass DIESER die gesamte Schöpfung aus dem Nichts hervorgebracht hat,
> 03. dass ER, DER EINZIG LOBENSWÜRDIGE UND DER EINZIG ANBETUNGSWÜRDIGE UND DER EINZIGE, AUSSER DEM KEIN ANDERER GOTT DA IST, den Menschen zwar aus Staub, aber als höchstes Wesen geschaffen hat,
> 04. dass durch die Übertretung von GOTTES GEBOT die Unzulänglichkeit dieses Geschöpfes in der Gestalt von Adam, alaihis assalaam, erwiesen wurde,
> 05. dass GOTT, SWT, dem Menschen dennoch Seinen Beistand durch die Offenbarungen geleistet hat,
> 06. dass der Mensch immer wieder irreführenden Einflüssen des Teufels
( Schaytan ) ausgesetzt ist,
> 07. dass die beiden Glaubensrichtungen tief miteinander verbunden sind durch große Gestalten wie Noah, Abraham, Jakob, Jesus, Maria und andere, Friede sei mit ihnen,
> 08. dass dieses Leben nicht mit dem Tod endet, sondern das ein Leben nach dem Tod in irgendeiner Weise fortgesetzt wird,
> 09. dass es einen Jüngsten Tag, einen Tag des Gerichts geben wird,
> 10. dass es laut QUR'AN und BIBEL im gesamten Schöpfungsbereich gute Wesenheiten, genannt Engel, gibt, die mit bestimmten Aufgaben betraut sind,
> 11. dass der Mensch Seligkeit in der NÄHE GOTTES erlangen kann und
> 12. dass es unter allen Religionen dieser Welt bis heute keine andere Religion gibt, die die für das Christentum zentralen Gestalten Jesus, Friede sei mit ihm, und Maria so umfassend in ihrer Reinheit anerkennt und an die Lehre Jesus, Friede sei mit ihm, glaubt, wie der ISLAM.

Es handelt sich also um prinzipielle Gemeinsamkeiten, die hoffnungsversprechende Grundlagen für dialogbereite Christen und Muslime liefern, zueinander zu finden.
Aus dem QUR'AN rezitiere ich den Vers, welcher sich auf unseren Propheten Muhammad, Segen und Heil auf ihm, dem letzten aller Propheten, bezieht :

„ Und Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Weltenbewohner gesandt. „

Dieses sagt ALLAH, DER LOBENSWÜRDIGE, in der Sura al-Anbiya ( Die Propheten ), ( 21,107 ), was heißt, dass unser geliebter Prophet, ßalla allaho alaihi wa ßallam, nicht nur für die Muslime da war, sondern für alle, ich wiederhole, für alle Menschen auf dieser Erde.
Aus diesem Grund möchten wir Ihnen noch kurz die Worte Jesu, Friede sei mit ihm, näher bringen, die sich im QUR'AN, in der BIBEL und in den Ahadith, das sind die Aussprüche unseres Propheten, Segen und Frieden seien auf ALLAHS GESANDTEN, finden und zwar immer zu dem gleichen Thema.
Dazu haben wir die Lutherbibel von 1964 benutzt, und zwar das Neue Testament : Mattheusevangelium :

Zum Beispiel : zum Thema Monotheismus :
BIBEL : „ Da sprach Jesus zu ihm: „ … Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und Ihm allein dienen.“ „ (4,10)
QUR’AN : „ Jesus sagte: „ Ich habe ihnen nur gesagt, was Du mir befohlen hast (nämlich,): „Dient Allah, meinem und eurem Herrn!““ „ (5,117)

Hochmut :
BIBEL : „ Und weiter sage ich euch: „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.“ „ (19,24)
QUR’AN : „ Gewiss, denjenigen, die Unsere Zeichen für Lüge erklären und sich ihnen hochmütig verhalten, werden die Tore des Himmels nicht geöffnet, und sie werden nicht in den (Paradies)garten eingehen, bis ein Kamel durch ein Nadelöhr geht. … (7,40)

Barmherzigkeit :
BIBEL : „ Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. “ (5,7)
HADITH : „ Allahs Gesandter hat gesagt: „ Den Barmherzigen ist Allah barmherzig, seid Dem barmherzig, was auf Erden ist, dann ist euch barmherzig, Der im Himmel ist. „ ( Abdullah b. Amr und Abu Dawud)

Das Verhalten den Bedürftigen gegenüber :
BIBEL : „ Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will. „ (5,42)
QUR’AN : „ Und was den Bettler angeht, so fahre (ihn) nicht an, … (93,10)
HADITH : „ Wenn jemand in Gottes Namen bittet, gib ihm etwas. „ (Ibn Umar und Ahmad)

Almosen geben :
BIBEL : „ Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit dein Almosen verborgen bleibe, und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. „ (6,2-4)
QUR’AN : „ O die ihr glaubt, macht nicht eure Almosen (= sadaqa) durch Vorhaltungen und Beleidigungen zunichte, wie derjenige, der seinen Besitz aus Augendienerei vor den Menschen ausgibt und nicht an Allah und den Jüngsten Tag glaubt! … „
HADITH : „ Der Prophet sprach von einem „Mann, der Almosen gab und er verbirgt es so, dass seine linke Hand nicht weiß, was seine rechte tat. … „ (Abu Huraira und Al-Bukhari)

Nächstenliebe :
BIBEL : „ Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. „ (19,19)
HADITH : „ Keiner von euch ist gläubig, bis er nicht für seinen Bruder wünscht, was er für Sich selbst wünscht. „ (Anas und Al-Bukhari)

Prahlen / Almosengabe :
BIBEL : „ Habt acht auf eure Frömmigkeit, dass ihr die nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. „ (6,1)
HADITH : „ Wer betet, um gesehen zu werden, hat Götzendienst (schirk) begangen. Wer fastet, um gesehen zu werden , hat Götzendienst begangen. Wer Almosen gibt, um gesehen zu werden, hat Götzendienst begangen. (Schaddad b. Aus und Musnad Ahmad)

Der lüsterne Blick :
BIBEL : „ Ich aber sage euch: „Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. „ (5,28)
HADITH : „ … der Ehebruch des Auges ist der begierliche Blick. (Abu Huraira)

Gottvertrauen :
BIBEL : „ Sehet die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? „ (6,26)
HADITH : „ Würdet ihr wirklich auf Allah vertrauen, Er würde euch versorgen, wie Er die Vögel versorgt, die am Morgen hungrig ausfliegen und am Abend gesättigt heimkehren. „ (Umar b. al-Khattab und At-Tirmidhi)

Wer war Jesus :
BIBEL : „ Er antwortete aber und sprach: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen Des Hauses Israel. „ (15,24)
QUR’AN : „ : „und als Isa, der Sohn Maryams, sagte: „O Kinder Isra’ils, gewiss ich bin Allahs Gesandter an euch … „ (61,6)
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Karl Miksch aus Herne | 10.11.2014 | 11:43  
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