Leine-VHS feiert Semesterauftakt mit schottischen Partnern und Burns Supper

Dagmar Ihme-Fütterer
 
schott.Partnerschaftskomitee
Hemmingen: Rathaus, Ratssaal | Wir alle kennen wohl das schöne Lied „Auld Lang Syne“. Aber wer weiß schon, wer den Text gedichtet hat? Robert Burns, der von allen Schotten verehrte Dichter dieses Liedes und vieler anderer wunderbarer Gedichte wurde am 25. Januar 1759 geboren, und in jedem Jahr an diesem Tag feiern die Schotten in ihrer Heimat und überall in der Welt seinen Geburtstag. Dabei gibt es Gedenkansprachen, seine Gedichte werden vorgetragen, und das schottische Nationalgericht, der Haggis, wird serviert, „washed down“ mit viel Whisky. Und zum Abschluss wird gesungen - natürlich „Auld Lang Syne“.
Einen solchen Abend feierte die Leine-Volkshochschule am 25. Januar im Ratssaal des Hemminger Rathauses mit 140 Gästen. Unterstützung kam dabei sowohl von der Bürgerstiftung Hemmingen als auch vom Hemminger Partnerschaftskomitee (PAKO). Eine wunderbare Eröffnungsveranstaltung für das anstehende Frühjahrssemester, zu der wir gern unseren Beitrag geleistet haben!

Schon bei ihrer Ankunft wurden die Gäste auf das Thema des Abends eingestimmt. Frau Dagmar Ihme-Fütterer, im passenden Outfit, spielte am Aufgang zum Ratssaal auf der Bagpipe sehr authentisch einige schottische Weisen, deren Klänge weit durch das Rathaus schallten. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Bürgermeister, Herrn Claus Schacht-Gaida, einem Ausblick auf das kommende Volkshochschulprogramm durch den Leiter der Leine-VHS, Herrn Gerold Brockmann, einer Einführung in die Thematik des Abends durch Frau Sabine Lemberg-Haas, Leiterin der Hemmingen Geschäftsstelle, und der Vorstellung der schottischen Gäste durch den Vorsitzenden des Hemminger Partnerschaftskomitees, Herrn Dietmar Berndt, begann der festliche Teil des Abends. (Neben dem Rezitator Frank Gunning waren auch der Vorsitzende des schottischen Partnerschaftskomitees, Alistaire MacIntosh und ein weiteres Mitglied, Joe Hunter, eingeladen worden.) Die bekannte Hemminger Autorin Christine Raudies erleichterte mit ihren zum Teil selbst verfassten einfühlsamen Nachdichtungen von „Tam o’Shanter“ und „Holy Willie’s Prayer“ sehr das Verständnis der sodann im schottischen Dialekt vorgetragenen Gedichte. Und diese ausgesprochen humorvollen Verse stellten dann auch den literarischen Höhepunkt der Veranstaltung dar. Frank Gunner war vom Partnerschaftskomitee eigens dafür eingeladen worden. Der in seiner Heimat sehr gefragte Rezitator begleitete die auswendig vorgetragenen langen Gedichte mit lebhafter Gestik und Mimik. Selbst für diejenigen, die nicht jedes Wort verstanden, wurden die Texte auf diese Weise zu einem Erlebnis. Mit der populären Ode „Address to a Haggis“ leitete der Rezitator über zum Anstich des schottischen Nationalgerichts, das zuvor feierlich vom Koch, Herrn Hans-Jürgen Thünken, begleitet von Dudelsackklängen, hereingetragen worden war. Dieses Gericht, das an den pfälzischen Saumagen oder auch an die Norddeutsche Rinderwurst erinnert, wurde mit Salzkartoffeln und gelben Rüben serviert (hier in zwei Versionen, klassisch und vegetarisch.) Dazu gab es den obligatorischen Whisky (Single Malt!).
Zum Abschluss bot sich eine schöne Gelegenheit, die angefutterten Kalorien wieder loszuwerden. Unter der fachkundigen Leitung der Tanzpädagogin Frau Catherine Martin, konnten sich die Gäste im schottischen Volkstanz üben. Und dies klappte nach einer kurzen Einführung auch ganz vorzüglich.
Als nach über drei Stunden das Ende angekündigt wurde, mochte niemand sofort gehen. Aber dafür gibt es ja „Auld Lang Syne“, das wunderschöne weltbekannte Abschiedslied. Es wurde zur Dudelsackbegleitung im Kreis gesungen, und damit war der erlebnisreiche Abend beendet.
Für die drei Gäste aus Schottland wurde dieser Tag umrahmt von einem mehrtägigen Besuchsprogramm, organisiert vom Hemminger PAKO. Eine aus besonderem Anlass gebuchte persönliche Führung im Celler Schloss hatte die Personalunion zwischen Hannover und England zum Thema. Der Besuch in der Autostadt Wolfsburg und im Luftfahrtmuseum Laatzen und eine Besichtigungstour durch die Ortsteile Hemmingens trafen ebenfalls auf großes Interesse. Vor allem aber wurde anlässlich privater Einladungen die enge Freundschaft zwischen den Bürgern beider Partnerkommunen vertieft.
Der Vorstand des PAKO bedankt sich bei allen, die zum Gelingen dieses Besuches beigetragen haben.

Dietmar Berndt (1. Vors. PAKO Hemmingen)
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