Massiver Einsatz von Löschwasser bei Großbränden wird geübt

Aus insgesamt vier Rohren prasseln Tausende Liter Wasser pro Minute nieder.
„Wasser Marsch“ schallte es über die Anlage und kurze Zeit später prasselten aus insgesamt vier Rohren mehrere Tausend Liter Wasser pro Minute auf den Teich in Harkenbleck.
Der massive Einsatz von Löschwasser wurde im Rahmen der Truppmann II - Ausbildung an den Teichen einer Fischzucht in Harkenbleck geübt.
Die Truppmann II- Ausbildung müssen alle Kameradinnen und Kameraden, die den Truppmann I – Lehrgang erfolgreich abgeschlossen haben, durchlaufen.
Dabei werden sie zwei Jahre lang sowohl auf Orts- als auch auf Stadtfeuerwehrebene fortgebildet und auf die abschließende Truppmann 2 – Prüfung vorbereitet.

Um Großbrände effektiv bekämpfen zu können, ist der massive Einsatz von Löschwasser erforderlich. Dadurch ergeben sich bestimmte Anforderungen an die Technik, denn mehrere Tausend Liter Wasser müssen pro Minute verfügbar sein, gefördert und wieder abgegeben werden können. Dabei ist eine hohe Wurfreichweite erforderlich, denn Großfeuer können meist nur mit einem sicheren Abstand bekämpft werden. Aus dem Trinkwassernetz kann der benötigte erhöhte Wasserbedarf nicht gedeckt werden, die Durchmesser der Leitungen und die Drücke sind zu gering, um mehrere Tausende Liter Wasser pro Minute fördern zu können.
Daher wird in solchen Fällen das Löschwasser z.B. aus offenen Gewässern wie Flüssen, Teichen und Seen entnommen und zu den Einsatzstellen gefördert.
Für die Wasserentnahme aus den offenen Gewässern werden Saugschläuche mit großem Durchmesser sowie leistungsstarke Pumpen verwendet. Für die Löschwasserabgabe werden bestimmte Armaturen wie das Wenderohr der Drehleiter sowie Wasserwerfer und Monitore genutzt, die teilweise eine Wurfreichweite von knapp 100 Metern ermöglichen.
Insbesondere der Umgang mit diesen Armaturen wurde bei dem Übungsdienst auf Stadtfeuerwehrebene intensiv geschult. Die erforderliche Wasserversorgung wurde durch den Einsatz von drei Pumpen sichergestellt. Für den Übungsdienst waren insgesamt acht Feuerwehrfahrzeuge aus fast allen Ortsfeuerwehren der Stadtfeuerwehr im Einsatz.

Beobachtet wurden die 25 Truppmann 2 – Auszubildenden sowie die 10 Ausbilder bzw. Betreuer von mehreren hunderten Vögeln, die mehrere Stunden lang über die Köpfe hinweggeflogen sind. Solch ein Übungsdienst ist einfach interessanter als der anstehende lange Flug in den Süden.


Lennart Fieguth
Stellv. Stadtfeuerwehrsprecher,
Freiwillige Feuerwehr Stadt Hemmingen
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