Gemeinsamer Übungsdienst mit der Freiwilligen Feuerwehr Wilkenburg

Anlegen der Chemikalienschutzanzüge

Am Montag, dem 19. Mai 2014 trafen sich die Freiwilligen Feuerwehren Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg bei sommerlichen und sonnigen Temperaturen zu einem gemeinsamen Übungsdienst.

Auf dem Dienstplan standen der korrekte Umgang mit den Chemikalienschutzanzügen (CSA), sowie das Aufbauen eines sogenannten Notdekontaminationsplatzes.
Als Übungsgelände wurde der Spiel- und Fußballplatz Ricklinger Holz ausgesucht, da dieser eine besondere Möglichkeit von Hindernissen für die Einsatzkräfte bot.

Herzu wurden die Übenden in zwei Gruppen aufgeteilt:

Die eine Gruppe übte unter den Augen der Kameraden, die bereits einen Lehrgang zum Thema „ABC-Einsätze“ oder „Umgang mit dem CSA“ besucht haben, das korrekte An- und Ablegen der Schutzanzüge, denn dieses geht nur mit Hilfe eines weiteren Kameraden. Ein selbstständiges Ausziehen des Anzuges ist später nicht mehr möglich.
Hiernach mussten die ausgerüsteten Kameraden in Zweiertrupps einen Hindernisparcours absolvieren, um sich an die körperlichen Einschränkungen zu gewöhnen, denen man durch das Tragen eines solchen Anzuges ausgesetzt ist.
Zu dem Atemschutzgerät, welches bereits mit circa 15Kg zu Buche schlägt, kommt noch einmal das Gewicht des 10Kg schweren gas- und flüssigkeitsdichten Vollgummianzuges. Durch die schweren körperlichen Belastungen, die bei einem „ABC-Einsatz“ anfallen können, bleibt den Kameraden eine Einsatzzeit von circa 20 Minuten, in denen allerdings auch wieder eine Dekontamination durchgeführt werden muss.

Der Parcours sah vor, dass mit einem Fußball im Slalom um aufgestellte Verkehrsleitkegel gedrippelt werden musste, während man mit einem Stift ein Labyrinth auf einem Zettel nachzumalen hatte. Nach dieser kleinen Fußballeinlage durfte im Sand gespielt werden, denn dort mussten zwei Ölauffangwannen mit Sand befüllt werden. Doch was darf bei einem Besuch eines Spielplatzes nicht fehlen? Richtig, das Besteigen des Klettergerüstes mit anschließender Rutschfahrt nach unten. Als letzter Teil des Hindernislaufes mussten zwei volle Bindemittelkanister zu je 20Kg über eine Strecke von 150m getragen werden.

In der Zwischenzeit lernte die zweite Gruppe verschiedene Möglichkeiten kennen, um einen Notdekontaminationsplatz aufzubauen. Dieser dient zur schnellen Grundreinigung von Verletzen oder Einsatzkräften, die mit chemischen oder biologischen Gefahrstoffen in Berührung kamen. Im Falle eines „ABC-Einsatzes“ darf keine Person den Gefahrenbereich ohne eine Dekontamination verlassen, sowohl Verletzte also auch Einsatzkräfte, um eine Kontaminationsverschleppung des Gefahrstoffes zu unterbinden.

Angelockt durch die Feuerwehrfahrzeuge und die außergewöhnlich aussehenden Kameraden in ihren Schutzanzügen waren schnell viele Kinder mit ihren Eltern vor Ort, um sich über den Übungsdienst und die durchgeführten Tätigkeiten zu informieren.



Simon Oelker, Pressesprecher FF Hemmingen-Westerfeld
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