Feuerwehrleute üben im Bereich der technischen Hilfeleistung

Kurze Besprechung zur Aufgabe
 
Anheben der Gitterbox mit dem Hebebaum
Einen Übungsdienst der Feuerwehr in der Winterzeit zu organisieren ist keine leichte Aufgabe.

Das unbeständige, nasskalte Wetter treibt einen nicht gerade nach draußen. Auch Übungsdienste der Feuerwehren werden in dieser Zeit oft überdacht abgehalten. Die jährliche Unterweisung der Unfallverhütungsvorschriften, Auffrischung, der Ersten Hilfe oder theoretische Dienste stehen am Anfang des Jahres auf dem Dienstplan.

Natürlich lassen sich auch kleine Übungen im Gerätehaus durchführen. Auf dem Dienstplan der Ortsfeuerwehr Hemmingen-Westerfeld stand nun die technische Hilfeleistung. Oft werden unter diesem Stichwort schwere technische Hilfeleistungen mit der Rettungsschere oder dem Spreizer an Fahrzeugen geübt. Gerade im Bereich der Einsätze mit technischen Hilfeleistungen gibt es vielfältige Aufgaben, die oft ein Improvisationstalent und Kreativität erfordern.

Zwei vermeintlich kleine Aufgaben mussten nun in zwei Gruppen von den Einsatzkräften gelöst werden.

Zum einen musste eine Gitterbox mit Schläuchen über eine Strecke und einem Hindernis transportiert werden und zum anderen musste nur ein Klapptisch zusammengeklappt werden, auf dem eine gefüllte Wasserflasche steht. Das Ganze hört sich leicht an, durfte aber nur ohne direkte Anwendung von Muskelkraft gelöst werden.

Also die Gitterbox und der Tisch durften nicht einfach von den Feuerwehrleuten angehoben werden, um die Aufgabe zu lösen.

Nach einer kurzen Besprechung legten beide Gruppen sofort los. Die Gitterbox wurde mit dem Hebebaum vom Rüstwagen angehoben und auf Rollen abgelegt. An dem Hebebaum und beim Schieben der Gitterbox auf den Rollen wurde Muskelkraft erlaubt, da weitere Gerätschaften dazu eingesetzt waren. Mithilfe von Keilen und Unterbauhölzern wurde die Gitterbox über das Hindernis, einem Saugschlauch gehoben.

Die andere Gruppe setzte bei dem Tisch zur Stabilisierung Schläuche ein und zum anheben verschiedene Hebekissen. Das einklappen der Tischbeine per Hand wurde erlaubt.

Viele Ausrüstungsgegenstände der umfangreichen Beladung des Rüstwagens wurden von beiden Gruppen eingesetzt. Im Fokus des Ausbildungsdienstes stand Unteranderem auch die Bedienung und Handhabung der verschiedenen Ausrüstungsgegenstände, gerade für jüngere Kameradinnen und Kameraden ein wichtiges Ausbildungsziel.

Nach rund einer halben Stunde waren beide Aufgaben gelöst.

Die Gruppen wurden anschließend getauscht und die Aufgaben mussten erneut gelöst werden. Dadurch, dass die Gruppen sich in der ersten Runde nicht sehen konnten, wusste auch keiner wie die andere Gruppe die Aufgabe gelöst hat.

Während die Aufgabe mit der Gitterbox ähnlich von der zweiten Gruppe gelöst wurde, entschied sich die Gruppe mit dem Klapptisch für einen anderen Lösungsansatz. Dort wurde dann die Mehrzweckleiter des Rüstwagens eingesetzt und der Flaschenzug des Gerätesatzes Absturzsicherung. Etwas wackelig und mit Unterstützung der ein oder anderen stützenden Hand wurde diese Aufgabe gelöst. Für diesen kreativen Lösungsweg wurden die bewertenden Augen etwas zugedrückt und die Lösung akzeptiert.

Ein Übungsdienst, der trotz der vermeintlich einfachen Aufgabenstellung den Teilnehmern einiges abverlangte und Spaß machte.

Wir suchen weiterhin neue, aktive Mitglieder, die auch ihre Kreativität und Engagement dem ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehr in ihrer Stadt zur Verfügung stellen.
Infos gibt es unter www.ffhemmingen-westerfeld.de/wir-brauchen-dich
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