Abschied von einer inseligen Geliebten....
Helgoland: Helgoland | Dieses Bild hat sich für immer in mein Herz geschrieben. Über der schwarzen See wölbt sich der Nachthimmel, an dem unzählige Sterne ein klares Licht zaubern. Unten reihen sich die roten, grünen und weißen Lichter der Seezeichen und über die Insel ins Unendliche hinaus streichen die weißen langen Finger des Leuchtturms, so als wolle er alles in seine Arme schließen. Ich fühle mich beschützt und geborgen auf dem roten Felsen in der winterlichen Nordsee, die vom Sturm aufgewühlt ist, der auch hier an den Dachgiebeln fegt.
Wie schon an den ersten Tagen erzählt mir die Kaffeemaschine mit beständigem Röcheln, dass mein Morgenkaffee auf mich wartet. Der Pott aus blauem Glas mit der Aufschrift "HELGOLAND meine Insel" wärmt mir die Hände und der Duft des heißen Kaffees kommt mir vor, als sei er hier auch „inseliger“.*)
Die Wochen sind wie im Fluge vergangen und nun sind es nur noch zehn Tage, die mir für meinen Abschiedsschmerz bleiben. Es war eine heftige Liebesbeziehung, die jetzt im Winter neu entflammt ist. In diesen Wochen habe ich ein Inselbuch begonnen. Es wird mich noch Monate zu Hause beschäftigen und es wird eine Liebesgeschichte werden.
*) "inseliger" ist nicht mein Wort. Es ist der neue Werbeslogan für Helgoland, die den Zusatz "meine Insel" jetzt aufgeben musste. Künftig wirbt sie mit "Helgoland ist inseliger". Aber für mich bleibt sie "meine Insel"!



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