Hannovers Zoo im Januar
Hannover: Erlebniszoo | Kalt war es, sehr kalt sogar. Doch zwei Myheimatler machten sich tapfer auf den Weg durch Hannovers Erlebniszoo und haben es nicht bereut.
Anfangs sah es so aus, als würden alle Tiere Winterschlaf halten.
Es waren träumende Flusspferde und dösende Affen zu sehen. Auch die Faultiere machten ihrem Namen alle Ehre.
Die Löwinnen unternahmen einen kleinen Ausflug innerhalb ihres Geheges und hielten Ausschau nach den Giraffen, die nebenan untergebracht sind.
Der Herr des Reviers allerdings hob höchstens mal seinen Kopf und ruhte auf einem Felsvorsprung.
Diese Löwenrastplätze werden von unten geheizt.
Weiter ging es zur Yukon Bay.
Hier war endlich überall Leben zu spüren.
Wölfe liefen munter heulend und bellend durch die Gegend. Zwei von ihnen hatten sogar schon Frühlingsgefühle.
Pinguine tummelten sich im Wasser und genossen die kalten Temperaturen. Es war eine Lust, ihnen dabei zuzusehen.
Nebenan liefen die Eisbären aufgeregt hin und her. Sie warteten auf die Fütterung.
Um dieses Schauspiel hautnah zu erleben, kann man unterirdisch hinter einer Glasscheibe stehen und die Tiere bei der Jagd unter Wasser beobachten.
Natürlich muss man unbedingt bei den Elefanten gewesen sein. Vier kleine neugeborene Rüsselträger erkunden dort die Abenteuer der Elefantenwelt.
In einem Becken, in dem sonst Badewasser zu finden ist, war ein kleiner Rest festgefroren. Es machte den Tieren großen Spaß, das Eis zu zertreten und sich einige Stücke mit die Treppe hinauf zu nehmen.
Bis die Finger fast festgefroren und die Akkus leer waren, hielten sich die beiden Myheimatler Steffen und Elisabeth zwischen den verschiedenen Tieren auf und hatten einen erlebnisreichen Tag.
Die beiden Tierfreunde haben sich darüber gewundert, dass so viele Herren und Damen mit Handys am Elefantengelände zu sehen waren, aber sie ahnten nicht, dass es dabei um ein ernstes Thema ging.
Zoodirektor Machens soll im November trotz seiner Rekordbilanzen aus Altersgründen gegen seinen Willen gehen.
Seit 145 Jahren gibt es den Zoo in Hannover.
Mit seinen über 3 400 Tieren verdankt der Tierpark Klaus-Michael Machens, der seit 1994 hier Direktor ist, die Umwandlung zum Erlebniszoo, die einen ständig wachsenden Besucherandrang mit sich bringt.
Regionspräsident Hauke Jagau wünscht einen Wechsel im Konzept.
Noch suchen die Zoofreunde nach einer Lösung, wie sie den langjährigen Direktor doch noch halten können.



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