Reisetipp: Einmal um die halbe Welt im Erlebniszoo Hannover
Hannover: Zoo Hannover | Nebel liegt über dem Sambesi im Erlebniszoo Hannover. Impalas trinken an der Wasserstelle, während die ersten Forscher in ihren Booten an ihnen vorbei ziehen. Wer einmal um die halbe Welt reisen möchte, sollte früh aufstehen, Fernglas und Kamera dabei haben. Dann kann man das Spitzmaulnashorn beim vegetarischen Frühstück beobachten oder die Flamingos, die mit ihren Schnäbeln Futter aus dem seichten Wasser fischen. Wer genau hinschaut, entdeckt die flauschigen grauen Federbälle - bei den Flamingos gab es Nachwuchs. Die Erdmännchen genießen die ersten Sonnenstrahlen und bei den Flusspferden, die sonst gerne den ganzen Tag faul im Wasser dösen, gibt es eine Extra-Vorstellung eines grazilen Wasserballetts. Scheinbar schwerelos hüpfen die bis zu 3.200 kg schweren Kolosse durch das Wasser. Die kleinen und großen Forscher, die sich auf Entdeckungstour im Zoo begeben haben, können sie dabei durch große Scheiben unter Wasser beobachten.
In der Show-Arena finden täglich interessante Shows statt, in der natürlich die tierischen Bewohner des Zoos die Stars sind. Oder möchten sie einmal den Giraffen Auge in Auge gegenüber stehen? Trotz einer maximalen Größe der Giraffen von 6m ist das im Zoo auch ganz ohne lange Leiter kein Problem.
Die Entdeckertour führt nun weiter zu den Affen im Urwaldhaus. Schon von Weitem sind die Schimpansen, die ebenfalls in Afrika zu Hause sind, zu hören. Sie benutzen Werkzeuge wie kleine Äste, um an Leckereien zu kommen. Wenn es draußen zu kalt ist, finden Sie Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans im warmen Haus, in dem sich auch die Faultiere wohl fühlen. Auf dem Weg zum Gorillaberg, dem Außengehege der Gorillas, kommen die Forscher auch an den Orang-Utans und Schopfgibbons aus Asien vorbei. Mit ihren langen Armen können sich die Gibbons auf ihrer Anlage geschickt von Seil zu Seil schwingen. Über den Evolutionspfad geht es weiter, bis die Gorillas auf ihrer Lichtung auftauchen. Besonders beeindruckend ist der große Silberrücken, das männliche Oberhaupt der Gruppe. Aber Vorsicht: Im Urwaldhaus wird gerne mit "Puuh" nach den Forschern geschmissen. Davor müssen Sie sich bei den Berberlöwen nicht sorgen. "Joco" und "Zari" sind eindeutig die inzwischen gar nicht mehr so kleinen Stars bei den Raubkatzen. Der Nachwuchs liegt besonders gerne auf dem beheizten Platz vor der Glasscheibe, so dass auch die kleinsten Besucher des Zoos während ihrer Expedition die Geschwister beim Kuscheln beobachten können. Etwas abseits der Entdeckertour liegt das Reptilienhaus. Dort leben neben dem Wüstenbewohner Uromastix auch Degus, Drills und Kattas. Früher einer der Publikumsmagneten, wird dieses Haus heute leider kaum noch von den Zoobesuchern aufgesucht.
Weiter geht es bei der Reise um die Welt im kühleren Kanada. Hier können die Forscher gemeinsam mit den Wölfen heulen oder bei den Karibus nach dem Weihnachtsmann Ausschau halten. Mit viel Liebe zum Detail wurde die Erlebniswelt "Yucon Bay" im Zoo gestaltet. Beliebt bei den Besuchern sind die Präriehunde (nein es sind keine kleinen, moppeligen Erdmännchen), die in Teamarbeit neue Gänge und Höhlen im Gehege bauen und sich dabei auch nicht von Expeditionsmitgliedern auf Fotopirsch stören lassen. Auch bei den Eisbären, die in ihrer Anlage mit Wellengang wieder gerne im Wasser toben, stehen die Forscher Schlange, um die weißen Riesen anzuschauen. Für ganz kleine Forscher ist die Robbenshow im Yukon Stadium, die täglich um 13.00 und 16.30 Uhr zu sehen ist, ein Höhepunkt während des Zoobesuchs. Mit viel Spaß und Humor wird hier einiges über Nacktschnecken (pardon Kegelrobben natürlich), Seelöwen und Seebären erklärt.
Forschen macht hungrig! In Yukon Bay gibt es eigentlich fast alles, damit es frisch gestärkt weiter auf Expedition Richtung Indien und Dschungelpalast gehen kann. Quirlig wird es bei den indischen Elefanten (die mit den kleineren Ohren). Dort gab es viel Nachwuchs, der die ganze Schar ordentlich auf Trab hält. Das scheint den Sibirischen Tiger nicht zu kümmern, der majestätisch sein Haupt den Forschern entgegen streckt. Auch wenn die große Katze verschmust aussieht, ist sie ein gefährliches Raubtier, dass von den Expeditionsteilnehmern aber völlig ungefährlich durch eine dicke Scheibe betrachtet werden kann. Mit etwas Glück springt der Tiger sogar in das Wasser seines Geheges. Auch wenn der Tiger zur Familie der sonst wasserscheuen Katzen gehört, liebt der Sibirische Tiger das Wasser und kann sogar gut schwimmen. Wenn der Maharadscha seinen Saal geöffnet hat, sollte ein Abstecher der Expedition in diese traumhafte Kulisse aus Asien unternommen werden. Mit etwas Glück tanzen hier vielleicht myheimat-Bürgerreporter für die Forscher. ; ) Eine weitere Großkatze gilt es auf der anderen Seite des Dschungelpalastes zu entdecken. Gut getarnt ist der Leopard mit seiner Fellzeichnung. Der schwarze Panther gehört übrigens auch zu den Leoparden. Im Bambus gleich um die Ecke sitzt der in Asien beheimatete Kleine Panda gut versteckt. Ein Paar der seltenen auch Katzenbären genannten Tiere teilt sich das Gehege mit den Muntjaks.
Über Asien geht die Weltreise weiter nach Australien. Ganz nah kommt man im Outback den Sumpfwallabys. Hüpfen Sie mit den kleinen Kängurus doch einmal um die Wette! Gegenüber streifen Emus und Rote Riesenkängururs gemeinsam durch ihr Gehege. Nur der Wombat lässt sich selten blicken. Er schläft tagsüber gerne und geht erst gegen Abend auf Tour, so dass die Forscher ausgesprochenes Glück haben, wenn sie ihn bei ihrer Expedition durch den Zoo entdecken.
In Mullewapp können Ziegen und Schafe hautnah unter die Lupe genommen werden. Auf der Streichelwiese warten die Vierbeiner auf Leckerlis und lassen sich dabei das Fell kraulen. Auf einem Spielplatz können sich die jüngsten Expeditionsteilnehmer austoben, während die größeren die Sommerrodelbahn hinunter sausen. Große Schwingen von Geier, Adler und Kondor können in der Greifvogelanlage hinter Mullewapp bewundert werden. Abseits des Entdeckerpfades ist es auf diesem Teil der Reise um die halbe Welt etwas ruhiger. Die Greifvögel mit ihren riesigen Spannweiten sind aber durchaus einen Abstecher wert.
Auf "Meyer's Hof" endet unsere Expedition bei Kuh, Gans und Schwein nach einem spannenden Tag über verschiedene Kontinente. Wem hier noch nicht die Füße qualmen, kann den Tag gemütlich in ländlicher Idylle ausklingen lassen, während die Kinder die Brodelburg erobern und noch einmal auf ihre eigene Expedition durch die spannende Spiellandschaft gehen. Viel Spaß bei einem Tag als Forscher im Erlebniszoo Hannover!
Öffnungszeiten: Noch bis Ende Oktober ist der Zoo von 9.00 bis 18.00 Uhr, ab dem 30.10.11 von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.
Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Erlebniszoos Hannover.
Quellen:
"Das Entdecker-Handbuch" Zoo-Hannover 2002
Homepage Zoo-Hannover
Wikipedia






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