Geschichtliches aus Döhren-Wüfel: Bischofshol - Vor 600 Jahren militärische Befestigung, heute Ausflugslokal

Rest und Erdwällen und Gräben der Landwehr in der Eilenriede
Hannover: Waldheim | Was vor rund 600 Jahren Besucher eher abwehren sollte, ist heute ein beliebtes Ausflugslokal in der Eilenriede. Vom alten Befestigungswerk, das unerwünschten Fremden den Zutritt zum Gebiet der Stadt Hannover verwehren sollte, ist freilich nicht mehr viel geblieben. Hinter der Schnellwegbrücke finden sich im Wald noch einige Erdwälle, sonst erinnert nur noch der Name „Bischofshol“ an den militärischen Vorposten. Wälle, Gräben und Wachtürme sind heute auch nicht mehr nötig. Besucher, die unserer Tage Bischofshol als Ziel eines Eilenriedespazierganges gewählt haben, sind als Gäste durchaus gern gesehen.

Der Ursprung von Bischofshol liegt im finsteren Mittelalter. Zur Sicherung des Vorgeländes der Stadt begannen die Bürger Hannovers in der Mitte des 14. Jahrhunderts, an den Grenzen Landwehren zu errichten. Bischofshol entstand als eine der ersten Anlagen dieser Art im Jahre 1361. Aber erst hundert Jahre später, man schrieb das Jahr 1460, wurde ein Landwehrturm errichtet. 1461 heißt es in einer Überlieferung: „by dem nigen Torne geheten des Bischuppesholt“. Der Bergfried hat jedoch nicht lange existiert. Nicht ganz auszuschließen, dass aber irgendwo im Waldboden heute noch seine Grundmauern versteckt liegen. Ein Warthaus blieb allerdings weiter bestehen. Nach Dokumenten von 1720 gab es das Gebäude noch zu dieser Zeit. Es diente als Holzwärterwohnung.

Die Wächter auf den Landwehren erhielten eine Schankerlaubnis. So wurde der Grundstein für die Entwicklung vieler beliebter Ausflugslokale an den Stätten der ehemaligen Wehrtürme gelegt. Die Landwehr verschwand bis auf wenige Reste, doch viele jener Lokale haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.
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