Damals in Döhren: Die „Heiligen drei Könige“ des Jahres 1984

Die Sternsinger des Jahres 1984 der katholischen St. Bernwardgemeinde in Döhren.
Hannover: Döhren | „Es geht schon wieder ab“, beruhigte König Balthasar alias Carsten (11), als er die neunjährige Doris mit Ruß in den schwarzhäutigen Melchior verwandelte. Carsten kannte die Prozedur noch vom letzten Jahr. Denn 1983 spielte er den Melchior.

Die Sternsinger der katholischen St. Bernwardgemeinde in Döhren haben eine lange Tradition. Alljährlich ziehen zu Beginn eines neuen Jahres vier Kinder durch die Gemeinde, überbringen die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes und sammeln für einen guten Zweck. Anno Januar 1984 posierten die vier jungen Schauspieler kurz vor dem Start zu ihren Besuchen kurz für ein Zeitungsfoto. So gelangte auch dieses Ereignis aus Döhrens Geschichte in mein kleines Fotoarchiv.

Zwar denkt bei den derzeitigen heißen Temperaturen im Moment niemand an den Winter. Als gewissenhafter Chronist soll das Bild aber trotzdem den myheimat-Lesern nicht vorenthalten werden. Vielleicht hilft es ja etwas zur Abkühlung.

Auch der dritte König – Kaspar – wurde 1984 von einer jungen Dame dargestellt. Seine Krone trug damals die neun Jahre alte Gabriele. Zusammen mit Sternträger Christoph(12) zogen die Kinder in der Woche vor dem Dreikönigstag zu Mitglieder der Pfarrgemeinde, „um zu Beginn des neuen Jahres Freude, Friede und Frohsinn zu den Menschen zu bringen“, wie es seinerzeit im Gemeindebrief hieß. Während sich weiland die richtigen drei Könige noch ganz ohne technische Hilfsmittel auf den Weg nach Bethlehem machten, hatte es die Sternsinger des Jahres 1984 wesentlich komfortabler. Pastoralassistent Matthias Gottschlich steuerte mit dem Auto die Auftrittsorte an. Die gesammelten Geldspenden kamen Kindern in aller Welt zu Gute. 1984 hieß das Motto: „Amigos – Damit Kinder heute leben können.“

Seit über 30 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die damaligen Ereignisse oder erkennt sich auf einem der alten Fotos sogar wieder.
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