Kinderschutz: Weiterbildung zur staatlich anerkannten Familienhebamme geht in die vierte Runde

Stefanie Glaubitz ist eine von 250 speziell ausgebildeten Familienhebammen, die in Niedersachsen junge Mütter wie Anja Baxmann und ihre Tochter Selina in schwierigen Lebenssituationen bereits während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes begleiten. Foto: Marina Seidel, Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER
Hannover: Weiterbildungsstätte Familienhebammen |

Hebammen mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung können sich auch im kommenden Jahr in Hannover berufsbegleitend zur staatlich anerkannten Familienhebamme fortbilden und damit ein wichtiges Bindeglied für die Kinderschutz-Netzwerke in ihren Heimatregionen werden.

Die Weiterbildungsstätte Familienhebamme, die von der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER und dem Hebammenverband Niedersachsen geführt wird, bietet vom 15. Mai 2014 bis 12. Dezember 2015 den mittlerweile vierten Kurs „Staatlich anerkannte Familienhebamme“ an. Die Anzahl der Kursplätze ist begrenzt, so dass eine frühzeitige Anmeldung ratsam ist.

Stark machen für die Schwächsten

Familienhebammen unterstützen Schwangere, junge Mütter oder Familien in schwierigen psycho-sozialen Lebenssituationen bereits während der Schwangerschaft und bei der Betreuung von Neugeborenen und Säuglingen. Während des gesamten ersten Lebensjahrs tragen Familienhebammen dazu bei, eine stabile, tragfähige Beziehung zwischen Mutter/Eltern und Kind aufzubauen und die Gesundheit sowie die Entwicklung des Kindes zu fördern. Vorhandene Belastungen und Risikofaktoren können so vermindert oder ganz abgebaut werden. Familienhebammen arbeiten eng mit den jeweiligen Netzwerken „Früher Hilfen“ vor Ort zusammen.

Anspruchsvolle Inhalte – gute Fördermöglichkeiten

Die nach ISO 9001 zertifizierte Weiterbildung zur staatlich anerkannten Familienhebamme umfasst 400 Unterrichtsstunden, die Teilnahme an regionalen Interventionsgruppen (mindestens 28 Stunden), das Verfassen einer Facharbeit sowie eine mündliche und schriftliche Abschlussprüfung. Der gut anderthalbjährige Bildungsgang orientiert sich am Kompetenzprofil „Familienhebamme“ des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen. Er wird durch das Land Niedersachsen und die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER finanziell gefördert. Die Kursgebühr beträgt für Teilnehmerinnen aus Niedersachsen 2.500 Euro, für Teilnehmerinnen aus anderen Bundesländern 3.500 Euro, die jeweils in vier Raten gezahlt werden. Die Kursdauer entspricht den Anforderungen des „Meister-BaföG“. Damit können Anspruchsberechtigte ihre Teilnahmegebühr weiter senken.

Ziel: flächendeckender Einsatz von Familienhebammen

Niedersachsen hat im Jahr 2010 als erstes Bundesland eine staatlich anerkannte Weiterbildung zur Familienhebamme eingeführt. Damit wurden erstmals verbindliche Standards für das Berufsbild von Familienhebammen und Familienentbindungspflegern gesetzt, die Schwangere und Familien in besonders belasteten Lebenssituationen vor und nach der Geburt betreuen. Seither wurden allein in Niedersachsen 250 Familienhebammen durch die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER ausgebildet. Die Stiftung unterstützt die niedersächsischen Kommunen bei dem Aufbau der aufsuchenden Arbeit von Familienhebammen und strebt deren flächendeckenden Einsatz an. Bei diesem Engagement ist die Stiftung auch auf Spenden angewiesen.

Mehr Information

zur Arbeit und Ausbildung von Familienhebammen sowie den Flyer zum 4. Kurs finden Sie im Internet auf der Stiftungsseite: www.eine-chance-fuer-kinder.de

Kontakt Weiterbildung „Staatlich anerkannte Familienhebamme“

Weiterbildungsstätte Familienhebamme
Leitung: Barbara Staschek und Christiane Knoop
Tel. 05 11/27 91 43-15, weiterbildung@eine-chance-fuer-kinder.de
Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER
Rühmkorffstraße 1
30163 Hannover
www.eine-chance-fuer-kinder.de

Spenden für die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER

Sparkasse Hannover, Konto 9 00 18 11 33, BLZ 250 501 80
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