Resümee einer gelungenen Aufführung im 14. Spieljahr des „Südstädter Komöd’chens
Wieder ist eine Spielzeit unseres Amateurtheaters sehr erfolgreich zu Ende gegangen.
Noch nie zuvor interessierten sich so viele Zuschauer (vorwiegend aus den südlichen Stadtteilen Hannovers) für die hannoversche Umsetzung des Theaterklassikers „Keine Leiche ohne Lilly“ (bzw. des Ohnesorgtheaters Hamburg unter deren Titel: „Frau Pieper lebt gefährlich“).
Allen voran stand unsere „hannöversche Heidi Kabel“, Irmel Henco, ihren berühmten Vorgängern Grethe Weiser (die die Hauptrolle in den sechziger Jahren bei der Uraufführung spielte), und der Ohnesorg’schen Frau Pieper in nichts nach.
Daneben der etwas schulmeisterhafte Kommissar Becker, gespielt von Rainer Picht, welcher dauernd akribisch versuchte, Licht in die kriminellen Handlungen zu bringen.
Die Rolle des Mörders Robert Westphal wurde hervorragend von unserem Jungschauspielertalent Kai Dräger umgesetzt. Er steigerte sich zum Stückende ins grandiose Finale eines berechnenden Verbrechers, der es aber dennoch nicht schaffte, die redselige Lilli in Jenseits zu befördern.
Gut angelegt waren auch die Rollen des resoluten Chefs, Richard Heinemann .gespielt von Mike Gerhardy, und der etwas liebenswürdig, trottelige Kommissarassistent Godehard, gespielt von Peter Hallbauer.
Nicht zu vergessen, die drei gut interpretierten Nebenrollen dieses Stückes:
Die etwas verhaltene Chefin und Ehefrau Ursula Heinemann ,gespielt von Hanna Jessen, und die beiden Sekretärinnen Marianne Gerdes (Anja Schrage; schon viele Jahre bei uns erfolgreich auf der Bühne) und Stefanie Reinhold (Anke Janssen, unser quirlieger Neuzugang im Theater).
Trotz der etwas langen Spielzeit bis zur Pause des Stückes von ca. 90 Min. bekamen wir von unseren Zuschauer, die wir befragten, nur positive Antworten auf die hannoversche Umsetzung dieses Klassikerstoffes.
Jedenfalls dürfen wir mit einigem Stolz sagen, dass wir nach 13 Jahren schweren Kämpfens an immer neuern Spielstätten im FZH-Döhren sozusagen „den Vogel abgeschossen“ haben.
Abschließend ein riesieger Dank an das gesamte Ensemble, inklusive aller Mitwirkenden und Helfer vor und hinter der Bühne, denn ohne sie bekämen wir kein Stück auf die Bretter, die die Welt bedeuten.
Rolf Ohlendorf



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