Sachverstand aus Sport, Schule und Politik debattierte über Hallenzeiten und Ganztagsschulen

Gespräche über Sport im Stadtteil: SPD-Fraktionsvorsitzender Bert Oltersdorf mit Klaus Timaeus (rechts) in der Bezirkssportanlage

Hannover: Döhren | Sinnvolles Neues auf der einen kann an ganz anderer Stelle zu Sorgen führen. Sinnvolles Neues auf der einen kann an ganz anderer Stelle zu Sorgen führen. Nicht ohne Ängste verfolge etwa der Vorstand vom FC Schwalbe die Pläne für die neuen Ganztagsschulen. „Wir sorgen uns, dass wir dann nicht mehr über ausreichende Hallenzeiten verfügen“, umriss der 1. Vorsitzende des Vereins Manfred Köhler die Probleme, dass bei Ganztagsangeboten die Schulsporthallen am Nachmittag nur eingeschränkt Dritten offen stehen können. Ganz anders argumentierte Schulleiterin Hempel-Mähler von der Heinrich-Wilhelm-Olbers-Schule. „Ich glaube, dass die Ganztagsschule eine Superchance für die Vereine ist. Kinder werden wieder an den Sport herangeführt.“

Hallenzeiten und Ganztagsschulen war eines der Themen einer Runde in der Vereinsgaststätte der Bezirkssportanlage an der Schützenallee, zu der Bert Oltersdorf im Namen der SPD-Bezirksratsfraktion die örtlichen Sportvereine und Vertreter der Schulen eingeladen hatte. Zusammen mit Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck und Ratsfrau Dr. Gudrun Koch wollten sich die sozialdemokratischen Kommunalpolitiker über die sportliche Seite des Stadtbezirks informieren. Eingeladen war daneben der Sportkoordinator der Stadt Hannover, Klaus Timaeus, zugleich Chef des Büros des Oberbürgermeisters. Er stellte den Sportentwicklungsplan der Stadtverwaltung vor und berichtete über Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Stadt zum Thema Sport. Erfreulich 78.89 % der Befragten gaben an, sportlich aktiv zu sein, 72 % davon wollen sich regelmäßig körperlich betätigen. Aber die Umfrage ergab auch, dass die traditionellen Sportarten an Bedeutung verloren haben, viele Hannoveraner nur allein oder im Kreis privater Kleingruppen um ihre Fitness kämpfen. Immerhin: an zweiter Stelle liegen nach wie vor die Sportvereine, erst weit abgeschlagen kommen dann kommerzielle Anbieter. Für Klaus Timaeus sollten sich aber die Vereine auf Konsequenzen einstellen. An einer stärkeren Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, um sich etwa hautamtliche Kräfte zu teilen, kämen viele Sportclubs wohl nicht vorbei. Timaeus will bis zum Ende dieses Jahres alle Stadtbezirke besuchen und mit den örtlichen Vereinen über das Sportförderkonzept der Stadt sprechen.

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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 15.04.2010 um 22:08 Uhr  
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