Damals in Döhren: Als die SPD 1983 ihre Jubilare ehrte

OB Herbert Schmalstieg (stehend) im Gespräch mit Lisbeth Pieper (l.).
Hannover: Döhren | Das Mandolinen-Orchester Linden spielte „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“ und eine deftige Wurstplatte stärkte Leib und Magen. In der früheren Gaststätte „Döhrener Gesellschaftshaus“ an der Wiehbergstraße ehrte im Oktober 1983 der damalige SPD-Ortsverein Döhren-Waldheim-Waldhausen eine ganze Reihe von Sozialdemokraten aus dem Stadtteil für 60, 50 und 25jährige Mitgliedschaft in der Partei.

Die Feierstunde gab Anlass zur Besinnung. „Für lange Zeit zum letzten Mal können wir heute Genossen für eine 50jährige Mitgliedschaft auszeichnen“, zeigte der damalige Ortsvereinsvorsitzende Dr. Uwe Reinhardt die Auswirkungen der nationalsozialistischen Unterdrückung auf. Von 1933 bis 1945 existierte die Sozialdemokratische Partei nur im Untergrund und konnte keine Mitglieder offiziell aufnehmen.

Zur Feierstunde kam hoher Besuch. Hannovers Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg persönlich überreichte die Ehrenurkunden an die Jubilare. Er würdigte insbesondere auch die inzwischen schon lange verstorbene Lisbeth Pieper. Genossin Pieper konnte damals nicht nur auf eine 60jährige Zugehörigkeit zur SPD, sondern auch auf eine langjährige Ratsarbeit zurückblicken. Lisbeth Pieper gehörte 1946 dem ersten freigewählten Rat von Hannover an und übte diese Funktion bis zum Jahr 1968 aus.

Seit über 30 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die damaligen Ereignisse oder erkennt sich auf einem der alten Fotos sogar wieder.
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