Geschichtliches aus Döhren-Wülfel: 1735 waren lange Kleider Mode

Junges Mädchen mit langem Kleid: Catarina Maria starb sehr früh.
Hannover: Döhren | Auf dem Kirchhof der St. Petri-Kirche in Döhren wurden in alter Zeit die Toten aus der Gemeinde zu Grabe getragen. Ein paar der historischen Grabsteine überstanden die Zeiten und die Bomben des zweiten Weltkrieges. Die heute an und in der Kirche angebrachten Grabmale sind wertvolle Zeugnisse aus längst vergangenen Tagen. In loser Folge sollen hier auf myheimat jetzt die uralten Grabmale vorgestellt werden.

Einer der Gedenkstein aus längst vergangenen Zeiten erzählt von Catarina Maria. Das Denkmal ist schwer zu finden. Denn beim Wiederaufbau der Kirche wurde der Stein an der Südwand des Kirchenschiffes eingemauert.

Auf dem Grabstein ist ein kleines Mädchen dargestellt. In seinen gefalteten Händen hält es eine Blume, wohl eine Rose. Die Rose könnte als Symbol für einen frühen Tod gelten. Darauf deutet jedenfalls ein Vergleich mit anderen ähnlichen historischen Grabdenkmalen hin. Über dem Kind schaut ein Engelskopf aus dem Sandstein heraus. Die Inschrift verrät, daß die junge Tote Catarina Maria Schellecken hieß. Ihr Vater war ein gewisser H.H.Schellecken und die Mutter nannte sich C. M. Konderdings. Gestorben ist Catarina am 27. April 1735. Da war sie gerade einmal elf Jahre und sieben Wochen alt. Weshalb die kleine Döhrenerin so früh sterben musste verrät die Inschrift leider nicht.

Das Reliefbild des Mädchens erzählt auch etwas über die damalige Mode. Aktuell war Anfang des 18. Jahrhunderts bei den Frauen ein langes Kleid mit breitem Ausschnitt. Spezielle Kindersachen gab es zu dieser Zeit noch nicht; der Nachwuchs wurde wie ein Erwachsener gekleidet.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 03.02.2015 | 19:10  
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