Eine Geweihaxt erzählt von der Mittleren Steinzeit

Geweihhacken der Mittleren Steinzeit aus dem Leinetal bei Hannover.
Hannover: Döhren | Unter der Nummer 433:29 ist im Niedersächsischen Landesmuseum ein archäologisches Fundstück aus Döhren katalogisiert,: Ein Stückchen Hirschgeweih, dass unseren Vorvätern als Axt gedient hat. Das Gerät wird in die Mittlere Steinzeit datiert, die um 8000/7000 vor der Zeitwende begann und bis etwa 4500 v. Chr. andauerte.

Das Klima schwankte im Mesolithikum (wie die Mittlere Steinzeit von den Archäologen genannt wird) zwar, war aber in der Regel milder als heute. Der Mensch der mittleren Steinzeit blieb, wie schon in der Altsteinzeit, ein Wildbeuter. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit der Jagd und den Sammeln von Früchten. Allerdings dürfte der Fischfang neu hinzugekommen und wohl auch die ersten Schritte zur Sesshaftigkeit in dieser Epoche unternommen worden sein. Denn Beile kamen auf, mit denen Bäume gefällt werden konnten. Wahrscheinlich gab es zu jener Zeit wechselnde Wohn- und Lagerplätze, die aber häufiger aufgesucht wurden.

Die alte Geweihaxt ist nicht der einzige Fund aus dieser Zeit aus dem Leinetal. Mehrere Geweihhacken, eine Geweihschaufel, ein durchbohrter Schenkelknochen, Steinklingen und sogenannte Abschläge aus Feuerstein deuten ebenfalls darauf hin, dass die Gegend um Döhren damals schon bewohnt war.
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 21.06.2014 | 18:41  
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