Döhren-Wülfel gedachte am alten Ehrenmal gemeinsam der Kriegsopfer

Ehrenwache der Feuerwehr Wülfel am Mahnmal auf dem alten Döhrener Friedhof.
Hannover: Döhren |

Volkstrauertag in Döhren-Wülfel: zum ersten Mal gedachten die Vereine im Stadtbezirk gemeinsam der Opfer der beiden Weltkriege auf dem alten Döhrener Friedhof.

Die Arbeitsgemeinschaft Döhrener Vereine (AGDV) und die Interessengemeinschaft der Wülfeler und Mittelfelder Vereine hatten zu der Feierstunde aufgerufen. Unter dumpfen Trommelwirbel zog am Sonntagmorgen (17. November) der Trauerzug mit Wolfgang Hoffman von der AGDV und Rolf Ballreich von der IG Wülfel-Mittelfeld vom Treffpunkt am Fiedelerplatz zum historischen Ehrenmal am alten Friedhof. Hier wurde ein gemeinsamer Kranz niedergelegt, bevor Klaus Geburek für die AGDV die erschienen Vereinsvertreter und Bürger begrüßte. Mit dabei waren unter anderem die Mitglieder des Niedersächsischen Landtages Doris Schröder-Köpf und Dirk Toepffer, die Regionsabgeordneten Maria Hesse und Sascha Glade, die Ratsfrau Dr. Stefanie Matz sowie eine Reihe von Mitgliedern des Stadtbezirksrates. Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck erinnerte in ihrer Rede an das Leid, dass der von den Nazis ausgelöste zweite Weltkrieg über Hannover brachte. Gerade auch in Döhren und Wülfel richtete der Bombenkrieg viel Schaden an. „Wir sind heute hier um die Erinnerung zu bewahren, die Erinnerung an das durch den Krieg verursachte Leid, die Erinnerung an all die Menschen, die ihre Heimat verloren haben, die Erinnerung an all die Menschen, die diesen Krieg mit ihrem Leben bezahlen mussten“ sagte die Bezirksbürgermeisterin. Sie brachte aber auch ihren Wunsch zum Ausdruck, dass der Gedenktag mithilft, zukünftige Kriege zu vermeiden. Ranke-Heck: „Wir sind heute aber auch hier, weil wir Hoffnung haben. Wir haben die Hoffnung, dass solche Kriege, solche Gräuel-Taten sich nicht wiederholen. Wir haben die Hoffnung, dass wir - und die uns folgenden Generationen- so etwas nicht erleben müssen.“ Nach der Bezirksbürgermeisterin sprach Diakon Gerhard Jonissek von der St. Bernward-Gemeinde. Er zog den Kreis von der Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. bis zum Untergang vieler deutscher Städte durch die Bomben des zweiten Weltkrieges. „Kein Stein wird aufeinander bleiben“, zitierte er aus der Bibel. Diakon Jonissek weiter: „Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, welche Tragödie damals geschehen ist.“
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