Damals in Döhren: Sechs Sprösslinge fragten einen Autor

Als Sonntags die Zauberkatze kam: Autorenlesung in der Stadtbücherei Döhren.
Hannover: Döhren | Ob es in jenen Apriltagen des Jahres 1986 am warmen Frühlingswetter lag? Die Kinderbuchabteilung der Stadtteilbücherei Döhren an der Peiner Straße war jedenfalls gähnend leer. Dabei hatte die damalige Bibliotheksleiterin Ilse Karnuth den kleinen Lesern eigentlich an diesem Tag etwas Besonderes zu bieten gehabt. Karlheinz Frank war in die Bücherei gekommen, um aus seinen Werken vorzulesen. Der Kinder- und Jugendbuchautor brauchte dann aber doch nicht unverrichteter Dinge wieder abzureisen. Nach und nach fanden sich schließlich doch noch sechs Sprösslinge aus dem Stadtteil ein, und Karlheinz Frank konnte sein neuestes Buch „Sonntag kommt die Zauberkatze“ aufschlagen.

Die Mädchen und Jungen nutzten die Gelegenheit, einen richtigen Schriftsteller auszuhorchen. Wie gut er in der Schule gewesen sei, wollte sein wissbegieriges Publikum erfahren und wo denn eigentlich die ganzen Ideen für die Bücher herkommen würden. „Mit zehn Jahren habe ich beschlossen, Schriftsteller zu werden“, erinnerte sich Autor Frank an die Zeit, als er bis dahin bevorzugte Berufsbilder wie Lokomotivführer oder Räuberhauptmann als nicht mehr ganz so passend empfand. In der Schule sei er recht gut gewesen, aber, so Karlheinz Frank, das wäre keine Bedingung, um später ein guter Autor zu werden. „Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Ideen hat und Geschichten erzählen kann“, meinte er. Dem gebürtigen Düsseldorfer war jedenfalls bis dato der Stoff nicht ausgegangen. Seinerzeit blickte er schon auf über 50 verfasste Bücher zurück, darunter zwölf für Kinder und Jugendliche.

Seit weit über 30 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die damaligen Ereignisse.
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