Bildung für Kagadi in Uganda

Hannover: St.Bernward | Father John Baptist Rwabunyoro aus Uganda kam durch die Vermittlung des Hildesheimer Bistums vor 16 Jahren als Ferienvertretung in die hannoverschen St. Bernward-Gemeinde. Father John, wie ihn hier alle nennen, ist fast jedes Jahr mehrere Wochen als Vertretung für den örtlichen Pfarrer in Döhren. Zahlreiche Hilfsprojekte sind in dieser Zeit gemeinsam erfolgreich in Angriff genommen worden. Gemeindemitglieder eröffneten einen eigenen Kirchhofladen, um Mittel zur Mitfinanzierung der Projekte zu generieren. Von kleinen Anfängen, wie einem Ziegenprojekt, das vielen Familien den Lebensunterhalt sicherte, über Wassertanks, Solarenergie, Aufforstungsprojekte und dem Bau von zwei Mädchenschlafhäusern hat man hier alle zwei Jahre mit wechselnden Sponsoren neue Projekte in verschiedenen Gebieten Ugandas erfolgreich umgesetzt.
Nun also eine Sekundarschule im Kibaale-Distrikt: In einem Land, in dem 65% der Bevölkerung unter 18 Jahre alt sind, und Jugendliche für den Zugang zu höherer Schulbildung täglich gefährliche Fußmärsche von bis zu 20 km auf sich nehmen, sicher ein zukunftsweisendes Projekt. Im Zielgebiet im Kibaale-District im westlichen Uganda gibt es keine weiterführende Schule. Auch Asphaltstraßen, Industrie oder jede Form moderner Entwicklung sucht man vergeblich. Der schnell wachsenden Bevölkerung bleibt daher nur die Landwirtschaft auf (durch Erbteilung) immer kleineren und immer unproduktiveren Böden. Es reicht meist nicht.
Die geplante neue Secondary-School soll Abhilfe schaffen. Das bereits privat erworbene Grundstück für das Schulprojekt wird der Kirche für den Bau zur Verfügung gestellt. Im ersten von drei geplanten Bauabschnitten sollen in Kagadi zunächst das Schulgebäude mit vier Klassenräumen und ein in Uganda noch nicht selbstverständlichen Sanitärblock, sowie ein Verwaltungsgebäude entstehen. Da eine Klasse hier aus bis zu 100 Schülern bestehten kann, ist so eine Beschulung von bis zu 400 Menschen möglich. Gedacht ist die Schule nicht nur für Jugendliche, auch ältere Menschen, die mangels Schulangebot bisher keinen höheren Bildungsabschluß erreichen konnten, und Mütter mit kleinen Kindern sollen hier weiterlernen können. Wert legt Father John auf ein handwerkliches Zusatzangebot, beispielsweise im Schreinern oder Nähen. Auch Computerkenntnisse sollen vermittelt werden. „Schüler, die keinen Abschluss schaffen“, sagt er, „ sollen nach dem Schulbesuch trotzdem in der Lage sein, sich ihren Lebensunterhalt in ihrer Heimat verdienen zu können, um nicht als Armutsflüchtlinge in die Slums der großen Städte ziehen zu müssen.“ Bereits im November 2014 soll mit dem Bau soll begonnen werden.
Sponsoren und Spender sind hochwillkommen. „Wir hier in St. Bernward“, erklärt Diakon Gerhard Jonissek, „unterstützen alle Projekte von Father John. Wir wissen, dass wirklich jeder gespendete Cent bei den Menschen in Uganda ankommt.“
Spendenkonto Gemeinde St. Bernward, Hannoversche Volksbank IBAN DE92251900010014591200, Stichwort: Father John.
Hier sei auch Frau A.Kellner für die mit Father John geführten Gespräche gedankt.
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