Damals in Wülfel: Beim Thekenwalzer floss das Freibier (Teil 1)

Schützenfest Wülfel im August 1984: ganz vorne beim Ausmarsch (v.l.:) Bezirksbürgermeister Leopold Merkelbach, Bezirksratsherrin Maria Hesse und Herbert Klar.
 
Schützenfest Wülfel im August 1984.
Hannover: Wülfel | Es ist ein warmer Sonntagnachmittag im August des Jahres 1984. Am Eingang der Wülfeler Brauereigaststätten (heute Wieneke XI.) herrscht Gewusel. Gruppen uniformierte Menschen kommen, man blickt sich suchend nach Bekannten um, andere nehmen schon Aufstellung in Reih und Glied. Bald wird es mit klingendem Spiel durch Wülfel gehen. Der Ausmarsch ist wieder – neben dem Festessen am darauf folgenden Montag – Höhepunkt des Schützenfestes. Dreizehn Gastvereine einschließlich sechs Spielmanns- und Musikzügen sind bereit, durch die Straßen zu ziehen. Auf der Festwiese am Rande der Leineaue stehen Buden, Karussells und das große Festzelt.

Angeführt wird der Wülfeler Schützenumzug 1984 vom damaligen Bezirksbürgermeister Leopold Merkelbach und einigen weiteren Mitgliedern des Bezirksrates Döhren-Wülfel. „Das Schützenfest ist einer der Höhepunkte des Wülfeler Vereinslebens“, wird Merkelbach dann am Montag in seiner Rede sagen. Während des montäglichen Festessens mittags im großen Zelt ehrten die Wülfeler Schützen eine Reihe von Mitgliedern. Dieter Heine, Herbert Klar jun. und Wilhelm Kaempf waren seinerzeit schon seit 25 Jahren im Verein mit dabei. Eine Auszeichnung in Silber gab es für Christine Heine und Heike Lohmann als Dank für zehnjährige Mitgliedschaft im Spielmannszug; für besondere Verdienste um den Schießsport bekam der 2. Vorsitzende der Schützengesellschaft, Ernst Hoppe, die Ehrennadel in Silber und für Jugendleiter Rainer Lange gab es die Ehrennadel in Bronze.

Natürlich wurden 1984 auch wieder Schützenkönige gefeiert. Klaus Achstetter wurde Majestät in der Schützenklasse, Magret Lange trug die Damenköniginnenkette, der 1. Vorsitzende Herbert Klar sen. schoss sich den Titel des Alterskönigs, die Würde der Jugendkönigin errang Alexandra Hansmann. Schützenbruder Werner Bierschenk siegte im Wettkampf um die „Ehrenscheibe Albert Behn“.

Kein Wülfeler Schützenfest war damals ohne den Thekenwalzer denkbar. Nach dem Festessen nahmen prominente Ehrengäste auf der Theke Platz. Sie durften sich ein Lied wünschen. Während die Kapelle dann spielte, spendierten sie dabei eine Runde für das ganze Zelt.

Nach dem Festessen und den Ehrungen war der Montagnachmittag dem Wülfeler Nachwuchs vorbehalten. Mit dem Spielmannszug holten die Schützen die Kinder vom Schulhof an der Loccumer Straße ab. Während sich dann die Kleinen im Festzelt vergnügten, maßen sich die Ehrengäste am Schießstand beim Gästeschießen. Besonderes Geschick im Umgang mit dem Gewehr bewiesen die CDU-Bezirksratsherren Henning Feuerhahn und Leopold Merkelbach. Sie belegten die ersten beiden Plätze. SPD-Fraktionsvorsitzender Oskar Schrade konnte sich hingegen erst an vierter Stelle plazieren.

Seit weit über 30 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die damaligen Ereignisse oder erkennt sich auf einem der alten Fotos sogar wieder.

In einem zweiten Teil der Bildergalerie folgen demnächst weitere Fotos vom Wülfeler Schützenfest 1984.
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Werner Szramka aus Lehrte | 28.03.2015 | 17:10  
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