DGhK besucht ehemaligen Luftschutzbunker von Vorbei e.V.

Telefonanlage Bunker Hannover
 
Treppe Bunker Hannover
Hannover: Luftschutzbunker Ricklingen | Heute haben Mitglieder des Vereins Vorbei e.V. die Mitglieder der DGhK e. V. zu einer Führung durch den Bunker eingeladen. Drei Gruppen mit jeweils maximal 14 Personen erlebten eine Zeitreise.

Der Bunker in der Torstenssonstraße in Hannover Ricklingen wurde in der Zeit des zweiten Weltkrieges 1942 bis 1944 gebaut.

Der ehemalige Luftschutzbunker aus dem zweiten Weltkrieg wurde von 1965 bis 1968, zur Zeit des Kalten Krieges, zu einer Zivilschutzanlage umgebaut.

Der Bunker hätte 2.400 Personen für 14 Tage Schutz vor atomaren, chemischen und biologischen Waffen geboten.

Die Erklärungen während der zweistündigen Führung waren anschaulich und lebendig. Maschinen, Telefone und andere Geräte zeigen die unveränderte Technik aus den 60er Jahren. Produkte als Ausstattung sind eingelagert: Löffel, Teller, Becher genauso wie Damenbinden und Windeln.

Die Gänge sind schmal und geben einen guten Eindruck von der Enge, die die Menschen empfunden hätten, wäre es dort zu einem Einsatz gekommen. Küche, Sanitätsräume, Toiletten, Schlafräume sind ausgestattet und geben einen Eindruck der Zeit wieder. Die Wände sind 2 ½ Meter dick, an den Seiten genauso, wie am Dach. Es ist kalt in diesem Bunker und so lassen die Temperaturen und Vorstellungen die Teilnehmer gleichsam frösteln.

Fragen waren nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Eltern und vor allem Kinder machten davon Gebrauch. Viele Gegenstände aus den 60er waren den Kindern unbekannt – ein Telefon mit Wählscheibe für einige vorher unvorstellbar. Zum Glück sind sie noch funktionstüchtig und wurden aktiv getestet. Riesige Maschinen und Wassertanks haben die Kinder beeindruckt und Fragen von der Wasserstandsanzeige bis zum geplanten Menüplan wurden beantwortet. Und wer wusste vorher, warum eine Glühlampe (60 Watt!) in eine Lampe eingeschraubt wird und dann noch der Karton darüber ist?

Warum sind überall gelbe Pfeile und gelbe Rahmen um Türen und Stufen? Warum gibt es nur eine Essensausgabe und eine Küche? Warum gibt es blaues Licht und weißes? Waren die Lautsprecher nur für Durchsagen? Wie viele Personen hätten 2.400 Menschen organisiert und bewirtschaftet? Wie war das mit den Lebensmitteln? Warum gibt es nicht für jeden ein Bett? Wie lange muss jeder sitzen und darf wie lange liegen? Warum gibt es große und kleine Betten? Wie viele Decken gab es? Warum hätten die Menschen nur Löffel und keine Messer zum Essen bekommen? Warum durfte immer nur einer nach dem anderen den Bunker betreten? Wie wurde gezählt und …?

Wer diese und andere Fragen auch beantwortet haben möchte, der sollte sich an die ehrenamtlichen Mitglieder im Verein Vorbei e. V. wenden! Führungen gibt es nach Vereinbarung! http://www.vorbei-ev.de/

Die Teilnehmer waren sich einig, ein guter Ort um Zeitgeschichte besser einzuordnen und jede Schulklasse sollte diesen Bunker einmal von Innen besichtigen! So wird der zweite Weltkrieg und auch der Kalte Krieg mit den damit verbundenen Sorgen und Nöte der Menschen besser verständlich bzw. im Ansatz erlebbar.

Die Elterngruppe Hannover/Laatzen der DGhK (Die deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind) bedankt sich und freut sich auf eine Wiederholung! http://www.dghk.de/regionalvereine/niedersachsen_b...
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