Interkultureller Frauensporttag, Neuauflage in Heessel 2015

 

Am 19.4.2015 hat in Heessel der 2. Interkulturelle Frauensporttag in der Region Hannover stattgefunden.

Mit 85 Teilnehmerinnen mit und ohne Migrationshintergrund erfreute sich der interkulturelle Frauensporttag sogar noch stärkerer Nachfrage als im letzten Jahr. Von 9:00 bis 15:00 Uhr probierten die vielen Frauen am Sonntag auf der Sportanlage des Heesseler SV bis zu vier Sportarten aus. Erstmals darunter auch Angebote wie Boule, Bogenschießen und Thai Chi, die gut besucht und bei strahlendem Sonnenschein und in Ruhe auf der Außenanlage durchgeführt wurden. Im Innenbereich der Halle war der Geräuschpegel etwas höher: Mit und ohne Musik wurden hier z.B. die Schläger beim Badminton oder die Hüften beim Orientalischen Tanz geschwungen. Weitere Angebote waren in diesem Jahr: Pilates, Rückenfit, Body & Style, Step Aerobic sowie Basketball.

Um 9:50 Uhr wurden die Teilnehmerinnen der zweite Ausgabe in Lehrte vom Vorsitzenden des Heesseler SV, Rüdiger Zach, der 2. stellv. Vorsitzenden des Regionssportbundes Hannover, Dagmar Ernst sowie der Integrationsbeauftragten der Stadt Burgdorf, Gurbet Birgin begrüßt:

„Ich freue mich, dass der RSB Hannover dieses Jahr wieder unterschiedliche Sportarten vorstellt, die von jedem einzelnen Teilnehmer selbstverständlich ausprobiert werden können. Dies erfordert für jeden Teilnehmer sein individuelles Interessensfeld zu finden, fördert das Selbstwertgefühl und die Identitätsfindung. Sport leistet einen großen Beitrag zur Integration. – Und ich spreche da aus eigener Erfahrung. Ich bin 1990 mit meiner Familie aus der Türkei nach Deutschland eingewandert und habe dann meine Leidenschaft für Jazz-Dance entdeckt. Dadurch hatte ich viele soziale Kontakte und konnte die Sprache leichter lernen. Nicht nur meine Gruppenfähigkeit und soziale Kompetenzen wurden gefördert, sondern - und das ist das Wichtigste für mich gewesen: Ich hatte Spaß!

Der Sport hat viele positive Auswirkungen auch für ein besseres Miteinander von Einheimischen und Zugewanderten. Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen zu uns flüchten, müssen wir daher auch der kommunalen Sportförderung besondere Aufmerksamkeit schenken.

Viele Sportvereine haben Flüchtlingen bereits ermöglicht ihre Angebote zu nutzen, neue Kontakte zu knüpfen und einen sinnvollen Zeitvertreib zu finden. Diesen Weg müssen wir weitergehen. Patenschaften eingehen, unbürokratisch Sponsoren finden, wenn eine Teilnahme wegen fehlender Fußballschuhe oder sonstigen Ausrüstungen zu scheitern droht. Dann werden wir einen großen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und zum besseren Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen leisten. Und wir werden auch, wie es damals mir erging, viel Spaß zusammen haben.“

Als Erinnerung stellten sich anschließend viele Teilnehmerinnen zu einem gemeinsamen Gruppenbild zusammen, bevor es in die einzelnen Kurse ging.

Unterstützt wurde das Projekt erneut vom Heesseler Sportverein, der neben seiner Vereinsanlage auch zahlreiche Übungsleiterinnen zur Verfügung stellte. Als externe Anbieter konnten die Bogenschützinnen des Schützen-Corps Lehrte gewonnen werden. Das Frauen- und Mütterzentrum Burgdorf betreute kostenlos mehr als ein Dutzend Kinder mit einem vielseitigem Angebot für drinnen und draußen. Zudem versorgte AOK, die Gesundheitskasse, die Teilnehmerinnen während der Veranstaltung mit kostenfreiem Wasser, lud bei Interesse zum Handkraftmessung und zum Balance-Check ein und verteilte an jede Standbesucherin eine 1.Hilfe-Box für die Handtasche.

Frauen, die für sich an diesem Tag ein attraktives Angebot entdeckten, profitierten sogar sofort, denn der Heesseler SV beschenkte die Teilnehmerinnen mit 3 Gutscheinen für Kurse aus dem aktuellen Vereinsangebot. Und da die meisten Kurse von vereinsinternen Übungsleitern durchgeführt wurden, hatte man sofort den richtigen Ansprechpartner vor Ort. Ansonsten stand das Team des Regionssportbundes helfend zur Seite und informierte u.a. mithilfe seiner Online-Sportangebotssuche „Sportmodul“ über die Möglichkeiten im eigenen Wohnumfeld.

RSB-Geschäftsführerin Anna-Janina Niebuhr zeigt sich zufrieden:
„Der Aufwand hat sich gelohnt, der zweite Interkulturelle Frauensporttag war ein voller Erfolg. Wir sind froh, dass wir dieses Mal mehr Frauen mit Migrationshintergrund erreichen konnten und diese den Weg in die Sporthalle gefunden haben.“

Mehr zur Veranstaltung inklusive Fotogalerie unter:
http://www.rsbhannover.de/de/rsb/veranstaltungen/interkultureller-frauensporttag-2015

Der interkulturelle Frauensporttag ist ein Projekt des Regionssportbundes Hannover innerhalb des Bundesprogrammes „Integration durch Sport“ des Landessportbundes Niedersachsen. Eine Förderung erfolgt durch Mittel der Finanzhilfe des Landes Niedersachsen. Erklärtes Ziel des Regionssportbundes Hannover ist es, dass sich aus diesem Angebot eine regelmäßige Veranstaltung mit wechselndem Standort in der Region entwickelt.
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