Stark machen für die Schwächsten – Mercedes-Benz Niederlassung Hannover spendet 4.000 Euro für Familien in Notsituationen

v.li.: Die Leiterin des Familienhebammen Zentrums Hannover, Birgit Rückheim, freut sich über die Spende, die Harm-Uwe Klaassen, Niederlassungsleiter Mercedes Hannover, an die Schirmherrin der Stiftung Eine Chance für Kinder, ARD-Journalistin Gabi Bauer, und Prof. Dr. Adolf Windorfer, Vorsitzender Stiftungskuratorium, überreichte. Das Geld wird u.a. für unbürokratische Lebensmittel- und Windelspenden gebraucht. Bild: Stiftung Eine Chance für Kinder, Marina Seidel
Hannover: Familienhebammen Zentrum Hannover |

Die Mercedes-Niederlassung Hannover hat im vergangenen Jahr erneut auf Kundengeschenke verzichtet und statt dessen jetzt 4.000 Euro an die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER übergeben. Das Geld ist u.a. für Lebensmittel- und Windelgutscheine für notleidende Familien gedacht, die von speziell ausgebildeten Familienhebammen betreut werden.



„Unsere Weihnachtsspende 2013 kommt notleidenden Eltern und Kindern, die von Familienhebammen der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER betreut werden, in Form von schnell und unkompliziert vergebenen Sachspenden zu Gute. Wir freuen uns sehr, dass wir damit auch das Familienhebammen Zentrum Hannover in der Kurt-Schumacher-Straße bei seiner wertvollen Arbeit unterstützen können“, betonte Harm-Uwe Klaassen, Direktor der Daimler AG Niederlassung Hannover, am Donnerstag (9. Januar 2014) während der Übergabe der 4.000 Euro-Spende an die Schirmherrin der Stiftung, ARD-Journalistin Gabi Bauer, und an Prof. Dr. Adolf Windorfer, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, in den Räumen des Zentrums. Anstelle von Kundengeschenken zu Weihnachten unterstützt die Mercedes-Niederlassung seit vielen Jahren Institutionen und Einrichtungen in der Region.

Gut erreichbarer Service für junge Eltern

Das im Sommer 2013 in Betrieb genommenen Familienhebammen Zentrum (FHZ) ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Hannover und der hannoverschen Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER. In den gut erreichbaren Räumen in der Innenstadt werden im Sinne des Bundeskinderschutzgesetzes sogenannte medizinische und psychosoziale „Frühe Hilfen“ so miteinander verknüpft und ergänzt, dass auch Familien mit einem Migrationshintergrund sowie junge Familien mit besonderen Belastungen einen schnellen und unkomplizierten Zugang erhalten. Das FHZ trägt dazu bei, jungen Müttern und Vätern sowie schwangeren Frauen und werdenden Vätern möglichst früh multiprofessionelle Unterstützung und Begleitung bei der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder vor allem in den ersten Lebensjahren zu geben. Eltern bekommen hier Antworten auf alle Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Kleinkindalter. Durch die Teilnahme an Beratungs-, Unterstützungs- und Kursangeboten, offenen Sprechstunden, Mütter- und Vätergruppen, Elterncafé, Kurse zur kindlichen Entwicklung und Gesundheit, Familienfreizeiten wird ihre Elternkompetenz gestärkt. Die Familienhebammen sind ein wichtiges Bindeglied des Hilfenetzwerks in der Stadt und Region Hannover, zu dem u.a. auch Schwangerschaftsberatungsstellen und Geburtskliniken, Hebammen, KinderkrankenpflegerInnen, KinderärztInnen, GynäkologInnen und PsychologInnen gehören.

Oft fehlt es am Nötigsten – Spenden helfen

„Seit wir das Familienhebammen Zentrum im August 2013 eröffnet haben, sehen wir, wie wichtig es als Anlaufstelle für junge Mütter und Väter in schwierigen Lebenssituationen ist. Immer mehr Eltern nehmen an unserem Kursangebot teil und profitieren dadurch doppelt: Sie lernen, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen und sie zu fördern und knüpfen gleichzeitig soziale Kontakte untereinander”, berichtet Birgit Rückheim (Diplom-Sozialpädagogin), die das FHZ gemeinsam mit Brigitte Bolte (Familienhebamme) leitet. „Wir erleben immer wieder, dass es in diesen Familien am Nötigsten fehlt. Wenn wir schnell und unbürokratisch mit einem Gutschein für Lebensmittel oder Windeln helfen können, ist das großartig. Deshalb freuen wir uns sehr über die 4.000 Euro der Mercedes Niederlassung“, sagte Rückheim.

Emotionale Bindung ist der Schlüssel für gesundes Aufwachsen

„Die Weihnachtsspende von Mercedes ist ein vorbildliches Engagement für die Zukunft unserer Kinder. Sie hilft dem Familienhebammen Zentrum Hannover, sowohl den sichtbaren Hunger von Neugeborenen und Kleinkindern zu stillen als auch den ebenso großen Hunger nach emotionaler Sicherheit zu befriedigen“, betonte Gabi Bauer. Die renommierte „Nachtmagazin“-Moderatorin macht sich als Schirmherrin der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER für die Prävention von Kindesvernachlässigung und -misshandlung stark. Bauer wies darauf hin, dass viele Mütter und Väter, die ihrerseits wenig Liebe und Sicherheit erfahren haben, häufig unbewusst keine enge emotionale Bindung zu ihren Kindern entwickeln. Nach Erkenntnissen der Neurobiologie führe aber sowohl der körperliche Hunger als auch das Fehlen von Fürsorge, Zuwendung und Liebe im Säugling- und Kleinkindalter zu Veränderungen in der Gehirnstruktur und damit zu emotionalen Schäden, die später nicht mehr zu korrigieren seien. „Dieser oft zu spät bemerkte Mangel macht Kinder unsicher und bindungslos, lässt sie emotional verwahrlosen. Damit verlieren sie die Perspektive auf eine chancenreiche und selbstbestimmte Zukunft“, mahnte die Mutter von Zwillingen. „Gesunde, glückliche Babys und Kleinkinder haben nicht nur genug zu trinken und essen, saubere Wäsche und ein warmes Bett, sondern auch einen sicheren Eltern-Hafen aus körperlicher und sprachlicher Zuwendung, aus kontinuierlicher Liebe, Fürsorge und Förderung, der ihnen Hoffnung, Zuversicht und Mut vermittelt“. Diese Zusammenhänge früh deutlich zu machen und entsprechende positive Verhaltensweisen einzuüben, seien Kernaufgaben der Familienhebammen, die sich in Hannover und andernorts nach dem Leitbild der Stiftung stark machten für die Schwächsten, lobte Bauer.

Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER

Die Stiftung qualifiziert seit mehr als zehn Jahren Hebammen zu Familienhebammen für die aufsuchende, umfassende Betreuung von werdenden Müttern, von Paaren und Familien mit Säuglingen und Neugeborenen in schwierigen psychosozialen Lebenssituationen. Die Stiftung ist außerdem Trägerin und Koordinatorin der Einsätze von staatlich anerkannten Familienhebammen in Hannover und an weiteren Orten in Niedersachsen. Familienhebammen sind ein wichtiges Bindeglied in den Netzwerken der frühen aufsuchenden Hilfen in den Landkreisen, Städten und Gemeinden. Sie begleiten Frauen und Familien in schwierigen physischen, psychischen oder sozialen Lebenssituationen während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr der Kinder. Mit dem Schulprojekt „Lebensplan – mein Körper. meine Verantwortung. meine Zukunft“ geht die Stiftung zudem neue Wege in der zielgruppengerechten Orientierungsarbeit an Förder-, Haupt- und Realschulen, damit junge Menschen nicht zu früh Eltern werden und ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Auch dabei ist die Stiftung auf Spenden angewiesen: Sparkasse Hannover, Konto 900 18 11 33, BLZ 250 501 80.

Kontakt/Information Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER

Prof. Dr. Adolf Windorfer (Kuratoriumsvorsitzender)
Telefon 0511/279143-0
info@eine-chance-fuer-kinder.de
www.eine-chance-fuer-kinder.de

Kontakt Familienhebammen Zentrum (FHZ) Hannover

Leitung und Netzwerk-Koordination: Birgit Rückheim (Diplom-Sozialpädagogin), Brigitte Bolte (Familienhebamme)
Kurt-Schumacher-Straße 29
30159 Hannover
Telefon (0511) 12 31 48 -10
Telefax (0511) 12 31 48 -20

info@fhz-hannover.de www.fhz-hannover.de
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2 Kommentare
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 10.01.2014 | 13:28  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 10.01.2014 | 17:23  
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