Pimp Your Town: Das Interview mit Oberbürgermeister Stephan Weil

OB Stephan Weil. Foto: Lena

Wir haben Oberbürgermeister Stephan Weil vor Beginn des Planspiels "Pimp Your Town" im Rathaus Hannover ein paar Fragen gestellt:


Was halten Sie von dem Projekt „Pimp Your Town“ und welche Wirkung erhoffen Sie sich davon?

Für uns ist es eine Premiere. Ich finde, es ist eine ganz tolle Idee, dass die Schüler sich in die Rolle der Ratsmitglieder hineinversetzen. Ich wünsche mir, dass es allen Beteiligten so viel Spaß macht. Ich hoffe, dass es nicht nur das erste Mal gewesen ist, sondern dass es noch viele Nachfolgeveranstaltungen geben wird.


Halten Sie die Anträge, die heute von den Schülern beschlossen werden, für umsetzbar?

Wir werden uns die Anträge genau ansehen. Ich bin vor allem auch gespannt, wie die Schülerinnen und Schüler mit den Problemen umgehen, mit denen wir uns sonst immer herumschlagen – dass es viele gute Ideen gibt, aber oft zu wenig Geld, um das Ganze dann auch umzusetzen. Vielleicht bekommen wir auf diese Frage auch eine neue Antwort von den Schülern.


Planen Sie künftig weitere Projekte, um uns Schüler an die Kommunalpolitik heranzuführen?

Ja, wir geben uns gerade große Mühe, den Kontakt zwischen den Schulen und der Stadt zu verbessern. Wir haben ein Programm, Stadt macht Schule, mit ganz unterschiedlichen Angeboten. Eines davon ist „Pimp Your Town“, aber es gibt auch das Angebot, dass etwa der Oberbürgermeister in Schulen kommt und man über Stadt und Kommunalpolitik diskutiert. Wir wünschen uns sehr, dass immer mehr Schulen darauf einsteigen, weil wir glauben, dass Demokratie nicht funktionieren kann, wenn nicht auch gerade junge Leute mitmachen. Das ist das ganze Ziel der Übung.


Welchen Einfluss haben Sie als Oberbürgermeister auf die Entscheidungen, die hier im Ratssaal von den Schülern getroffen werden?

Ich glaube schon, dass es einen Einfluss gibt, aber ich bin kein Alleinherrscher. Ganz am Ende entscheiden die 65 Mitglieder des Rates. Sie folgen häufig den Vorschlägen der Stadtverwaltung, aber beileibe nicht immer. Es gibt viele Anträge, die aus den Fraktionen selbst kommen und dann angenommen oder nicht angenommen werden. Aber das ist gerade das Wesen der Demokratie. Wir sind keine Monarchie, sondern es gibt eine große Gruppe von Leuten, die ganz am Ende entscheidet, wo es in dieser Stadt langgehen soll.

Das Interview führte Tim, 9. Klasse, IGS-List

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Wolfgang Jenke aus Seelze am 24.06.2009 um 12:32 Uhr  
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