Sollen Straßenlaternen auch nachts brennen? Das Foto stamm aus einem Beitrag von Michael Gumtau.
Die Städten und Gemeinde stehen unter großem finanziellen Druck. Es ist absehbar, dass viele gewohnte Leistungen künftig anders organisiert oder ganz gestrichen werden müssen. Ein Punkt, der immer wieder diskutiert wird: Die Straßenbeleuchtung. So hat die Gemeinde Uetze ihren Politikern jetzt vorgeschlagen, die Laternen nachts von 0 bis 5 Uhr abzuschalten. Erhoffter Spareffekt für die 20.000-Einwohner-Kommune: 70.000 Euro pro Jahr. Das berichtet der Anzeiger in seiner Sonnabendausgabe.
Was meint Ihr: Ist es vertretbar, Straßenlaternen in den Nachtstunden abzuschalten, um Kosten zu sparen? Wie ist die Situation in anderen Kommunen?
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Klar! Wer braucht die schon nachts im Dunkeln? Dafür hat man sie doch sicher auch nicht angeschafft ;)
Sorry, wenn man bei solchen Sparideen nicht ernst bleiben kann ;)
Wenn man die 70000 unbedingt einsparen/einnehmen muss/will, gäbe es sicher einfachere und bessere Lösungen, als nachts die Lichter auszuknippsen.
(Und sei es z.B. durch eine lächerlich geringe Erhöhung, der eh lächerlich niedrigen KiGa-Gebühren (Link unten) o.ä.)
Laternen nachts abschalten? Naa, diese Idee sollte man nicht von vorn herein ablehnen, birgt sie doch u.a. neue neue Betätigungsfelder für 1-Euro-Jobber. Mein Nachbar hat mich erst letztens, als Jugendliche zu später Stunde vor seinem Fenster lautstark eine Pause machten, auf die Idee gebracht, weil er der Bande zurief: "Wenn ihr nicht sofort zuseht, dass ihr nach Hause kommt, werd ich Euch heimleuchten". Also, mein Tipp ans JobCenter, ein Heimleuchter, der, gewappnet mit einer Laterne oder Taschenlampe, den braven Bürger nach dem Kneipen- Theater- oder Kinobesuch in die trauten vier Wände geleitet. Eine große Leuchte muss man dafür ja nicht sein, sich also lediglich auf dem gleichen Level befinden, wie die Leute, die den Vorschlag des nächtlichen Abschaltens machten.
Hier ist das schon seit Jahren so.
Zur Zeit werden die Lampen um 23 Uhr ausgeknipst und um 6 Uhr wieder an.
Ausnahmen bilden Tage (Nächte) mit Volksfesten usw.
Und die Beleuchtung fehlt nicht wirklich. ;-)
Für die ein bis zwei Anwohner, die nachts rumlaufen, braucht es kein Lichtermeer.
Der gemeine Dorfbewohner, der nach 21 Uhr noch wach ist (homo plattschnackus motorensis juv.), geht eh nicht zu Fuß, sondern fährt mit Fernlicht und dröhnenden Bässen durchs Dorf, egal ob die Lampen an sind oder nicht.
Und was kosten dann zusätzliche Polizei, Autoeinbrüche, Überfälle, Unfälle mit Personenschaden???
Mal wieder eine Milchmädchenrechnung.
Über jede zweite Laterne könnte man vielleicht sprechen, aber die gesamte Beleuchtung abzuschalten wäre mit Sicherheit kontraproduktiv.
Die Sache ist nicht einfach ! Unterm Strich bleibt Sicherheit versus Einsparung.
Zum einen ist es bedenklich, nachts die Beleuchtung herunterzufahren oder ganz einzusparen. Das subjektive Sicherheitsgefühl ist stark beeinträchtigt bei den Bewohnern. - Das ist einfach und zu verstehen. Die Angst vor Kriminalität und deren Zunahme sitzt den Bedenkenträgern im Nacken.
Durch meine Frau, die aus Nienburg stammt, weiß ich, dass es dort vor Jahren ebenfalls sehr kontrovers diskutiert wurde. Die gleichen Ängste, die gleichen Sorgen !
Und: es hat sich nicht bewahrheitet. Die Verbrecher sind nicht intensiver in Erscheinung getreten; die Unfälle von Fußgängern sind nicht mehr geworden und die Radfahrer haben nachts sowieso ihr Licht ordnungsgemäß angeschaltet oder auch nicht !
Seit ca. 8 Jahren fährt Nienburg mit ca. 38.000 Einwohnern ganz gut mit diesem Konzept.
In Uetze, wo wir wohnen, würde ich an einigen Stellen in Richtung Benrode und am Spreewaldsee einige Lampen hinzufügen; insgesamt aber über eine Abschaltung konkret nachdenken. Solange wir keine ausreichende Speicherkapazität für Solarstrom haben, sollten wir auf diesem Wege sparen.
Aber: gewöhnungsbedürftig bleibt es bei übersehbaren Bordsteinkanten, bei fehlenden Reflektoren an der Wetterkleidung usw. schon.
P.S.: Am 8.Dezember 2007 gab es einen nationalen Aufruf zu einer Klima-Aktion: bundes- und europaweit hatte ein Bündnis symbolhaft zum Engergiesparen Anstoß gegeben.
Die Gretchenfrage muss beantwortet werden! Also doch lieber Stromsparen und auf die Nienburger Erfahrungen in puncto Sicherheit bauen. Progressive und innovative Lösungen zahlen sich aus für uns alle.
Haben wir in Springe schon lange... Glaube um 2 Uhr gehen die Dinger aus in den Nebenstrassen und um 5 Uhr wieder an.Ob toll oder nicht keine Ahnung. Neues Thema in Springe mann kann sich anmelden und dann per SMS sich sein Heimweg anschalten wie und wann das funktioniert keine Ahnung..
Wenn die Komunen wirklich sparen wollen dann doch wohl nicht mit Abschalten von Straßenbeleuchtung!!!
Eine gute beleuchtete Straße bringt Sicherheit, nicht nur für den Autofahrer. Auch Fußgänger fühlen sich sicherer auf den Straßen.
Es gibt so schon genugt dunkele Gestalten in den Städten und Gemeinden. Es wird Zeit das diesen mal richtig 'heimgeleuchte' wird und ihnen das Gefühl genommen wird, sie könnten tun und lassen was sie wollten.
Die Gemeinden würden Geldsparen wenn es nicht so viele Unfälle, Überfälle und sonstige Arten von Belästigungen und Gefährdungen gibt...
LICHT BRINGT SICHERHEIT - KEIN ABSCHATEN VON STRASSENBELEUCHTUNG!!!
Wenn die Gemeinden die Verantwortung übernehmen für die Dinge, die bei abgeschalteter Beleuchtung passieren, denn man los.
Man läuft aber so schon Gefahr, mal kurz aus Spaß an der Freude abends verprügelt zu werden. In der Dunkelheit geht so etwas noch viel leichter, aber dann wäre die Stadt ja in der Verantwortung und müsste die Kosten tragen und nicht die Krankenkassen.
Hallo, schön dass es solche engagierte DIeskussion gibt. Die Abschaltung bringt in der Regel nichts. Da ist esbesser andere Methoden zu erproben. Sind die LEuchten schon umgestell / erneuert, so lassen sich Dimmer für die ganze Nacht einsetzen. Die Stromausschrteibung überprüfen und Anbieter wescheln, den oft unsinnigen Reinigungs/Wartungsdienst überpdrüfen etc...
In Eichenau haben wir für 10 000 Einwohner 100 000 Euro Straßenbeleuchtungskosten, das sind 50 % der Aufwendungen für die öffentlichen Liegenschaften,
> "insgesamt aber über eine Abschaltung konkret nachdenken. Solange wir keine ausreichende Speicherkapazität für Solarstrom haben, sollten wir auf diesem Wege sparen"
Dann würde man auch nichts sparen, denn Solarstrom kostet auch - und sogar mehr.
> "Die Verbrecher sind nicht intensiver in Erscheinung getreten; die Unfälle von Fußgängern sind nicht mehr geworden und die Radfahrer haben nachts sowieso ihr Licht ordnungsgemäß angeschaltet oder auch nicht !"
Ob das auf dem Dorf klappt, weiß ich nicht. Hier wäre Totalverfinsterung jedenfalls fatal. Da ist dank Schichten u.ä. ständig jemand unterwegs z.B. zur Straßenbahn oder dem Bus. Sollen die alle Taschenlampen mitnehmen?
Da könnte man ein tolles Foto draus machen, Andreas.
Herumirrende Dorfbewohner mit Taschenlampen oder Kopflampe auf der Suche nach dem Bahnhof.
Preisverdächtig?
Auf jeden Fall nicht real.
Dem Vorschlag, von Mitternacht bis 5 Uhr die Straßenlampen auszuschalten, ist der Uetzer Finanzausschuss nicht gefolgt. Das berichtet der Anzeiger in der Ausgabe vom 9. Dezember. In Uetze muss künftig also keiner im Dunkeln herumirren...
Das finde ich auch gut.
Eigentlich ist das ganze Thema für den Ar.......
Die Kommunen müssen nicht sparen, sie müssen wirtschaften lernen, aber was man 100 Jahre nicht musste, kann man nicht von jetzt auf nun. Da hilft auch Doppik nicht. Man sieht mit einem Mal nur, was jahrelang für Mist gebaut worden ist.
Jetzt kommt die große Melkkuh (Steuerzahler) auch an die Grenze und wat nu????) Keine Rücklagen für Pensionen, jede frei werdende Stelle wird ohne nachzudenken neu besetzt, Jede Minifeuerwehr, die nach neuen Häusern, neuen Wagen schreit, wird bedient, statt den Kram mal zu zentralisieren. Wenn man alle Fahrzeuge zusammenlegen würde, kämen vielleicht der Stadtfeuerwehr Hannover die Tränen.
Jedes Problem, das in der Kommune gelöst werden könnte, braucht heute einen Spezialisten aus der Wirtschaft. Demnach sind doch 10 % der Angestellten und Beamten überflüssig.
Selbst der CDU Kandidat schreit doch schon nach Hilfe von außen. Ich begreife das alles nicht. Vielleicht bin ich schon zu alt.
Andreas, ich brauche für mich eine Rechtfertigung, warum die sog. Obrigkeit das nicht so sieht und das kann doch nur bedeuten: ich bin zu alt oder zu dumm.
Wenn meine ehem. Firma so gewirtschaftet hätte wie die Kommunen heute, wären wir vor 50 Jahren in den Konkurs gegangen. Begreifen die nicht, was der Markt heute erfordert oder sind sie selbst überfordert, weil sie an der Realität vorbei gehen??
Sich selbst als zu alt oder dumm zu bezeichnen, ist sicher keine Rechtfertigung für die Versäumnisse anderer, auch nicht der eigenen Person gegenüber. Wie Andreas schon schrieb, Du hast es gut erkannt und Deine Fragen sind treffend gestellt.
Wenn meine ehem. Firma so gewirtschaftet hätte wie die Kommunen heute, wären wir vor 50 Jahren in den Konkurs gegangen.
Glaub ich nicht, Brüste gehen immer ;-)) (Du warst doch bei Thämert?)
Carsten, altes Schlitzohr, woher weißt Du das wieder?????
Wenn wir beide uns die Entwicklungskosten für das, was Du so Brüste nennst, teilen würden, könnten wir heute auf Hawaii sitzen und von den Zinsen leben.
> "Wenn meine ehem. Firma so gewirtschaftet hätte wie die Kommunen heute, wären wir vor 50 Jahren in den Konkurs gegangen. Begreifen die nicht, was der Markt heute erfordert oder sind sie selbst überfordert, weil sie an der Realität vorbei gehen??"
Teilweise müssen die Kommunen aber auch ausbaden, was ihnen Land und Bund einbrocken.
Und teilweise brocken es die Bürger mit ein - es traut sich dann auch keiner, dem Bürger mal zu sagen, dass man nicht alles finanzieren kann - denn der Bürger ist auch Wähler.
@ Andreas. Da hast Du recht. Jede Dorffeuerwehr, die nach neuen Fahrzeugen oder nach einem neuen Gerätehaus schreit, bekommt es. Keine Verwaltung geht dagegen an, obwohl alles wissen, dass Zentralisierung effektiver ist. "Das Vereinsleben".
Jede Elterninitiative, die aus persönlichen Gründen eine Ganztagsschule schon für 6 jährige fordert, wird bedient.
Da gibt es bei uns in der Nähe eine ehemalige Feuerwehrzentrale mit Schlauchturm. Die hat keine Verwendung mehr, aber: auf dem Turm ist eine Funkantenne der Polizei, die einen guten Zugang zur Polizei Hannover hat.
Das ganze Gebäude könnte abgerissen und vermarktet werden, aber was wird dann mit der Antenne?(Die Idee, einen Funkmasten einzusetzen, kommt wohl nicht in Betracht).
Und so geht es weiter. Wenn man lange genug nachdenk, kommt noch Vieles ans Tageslicht. z.B. wieso braucht eine Kleinstadt wie Burgdorf 2 Museen? So viel erhaltenwertes haben wir doch gar nicht. Zur Zeit ist an einer Stelle eine Startrek-Dokumentation. Will morgen mal hin. Werde der einzige sein, der da aufschlägt. Ist doch vorbei, die Startrekzeit. Die Stadt sponsert meinen Besuch
mit 1,20 € (umgelegt auf die Einwohnerzahl).
Und so geht es weiter. Ich könnte ko............, wenn ich das alles genau ansehe.
Gespannt bin ich, was die Bürgermeisterwahl in 2011 bringt.
Ich denke, alles, aber keinen Wirtschaftsfachmann. Die bewerben sich gar nicht erst. Das kommunale Denken ist denen zu wirklichkeitsfremd.
Wobei ich aber die Feuerwehren mal in Schutz nehmen möchte, weil die a) eher selten was bekommen und oft sogar wichtige Sachen fehlen und b) deren Arbeit nun wirklich wichtig ist und jedem dient.
Den Ganztagskram lehne ich eh ab, wie du weißt.
Was euren "Turm" betrifft, weiß ich zu wenig, um dazu was sagen zu können...
Museen... da muss man den Einzelfall betrachten...
Ansonsten bin ich der Ansicht, dass die sogenannte Kultur keine Subventionen braucht. Entweder hält sich etwas Kulturelles durch den Bürger oder es wird halt Geschichte.
Was m.E. völlig überflüssig ist: Kultur, die sich selbst subventioniert nur Betuchte leisten können, auch noch extrem zu subventionieren.
Muss ja nicht sein, dass ein Gutverdiener mit einigen Opernbesuchen mehr Staatsknete dafür kassiert, als ein Armer fürs Überleben.
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