Islands Asche und der Flugverkehr: Wer profitiert? Wer sitzt fest?
Auch wenn man sie nicht sehen kann, hat die Staubwolke über Europa das Leben vieler Menschen beeinflusst. Schreibt doch mal, wie es Euch ergeht. Wer hängt im Urlaub fest oder kann nicht starten? Wer genießt die Ruhe, die reflektionsreichen Sonnenuntergänge und den Himmel ohne Kondensstreifen? Wie ging es den Lärmgeplagten in Langenhagen, Isernhagen und Garbsen in den vergangenen Tagen?
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Die Wrestling Organisation WWE aus den Staaten hat es auf ihrer Europa Tour getroffen, während die Smackdown Leute von Hannover am Donnerstag mit dem Zug nach Zürich und von da aus über Madrid zurück kamen, hat es die Raw Leute getroffen die Stecken in Belfast fest.
Die Ruhe ist nett. Die Streifenlosigkeit ist nett.
Ggf. unnett wäre eine Abkühlung durch den Staub in der Atmosphäre.
Wer fliegen musste, tut mir leid - wer wollte, konnte ja umplanen ;)
Ob es so ein Paar Leute trifft oder in China eine Tür zufällt, ist doch egal.
Da man nicht überprüft hat, ob die Asche wirklich Schaden anrichtet, ist doch alles nur eine Farce.
Da sitzen zig-tausende fest, der Schaden ist riesig und keiner hat die Notwendigkeit geprüft.
Wenn ich heute behaupte, dass durch die Wolke die Meerschweinchen aussterben, glaubt mir das einer? Bestimmt nicht.
Die Leute glauben doch auch, dass zu viele Blubberblasen aus der Himbeer-Schorle das Klima beeinflussen - warum sollen sie dann nicht auch glauben, dass zu viel Staub empfindliche Triebwerke lahmlegen kann? Ist immerhin glaubhafter als die Sache mit den Blubberblasen ;)
Andreas, testen kann man aber, ob die Asche sich wirklich auf den Rotorschaufeln bei Hitze ablegt. Asche gibt es genug. Die kann man bestimmt abfangen und Teststände für Triebwerke gibt es im Dutzend billiger und ein paar Ingenieure haben wir doch sicher auch. Nur machen muss man es und das scheint das Problem zu sein.
Eine himmlische Ruhe am Himmel und herrlich reine Luft lassen den Frühling noch intensiver wirken!
Der Flugverkehr sollte auf ein absolutes Minimum eingeschränkt und die Preise gleichzeitig um ein Vielfaches erhöht werden.
Gesundheit und Wohlbefinden werden dann auch den letzten Ego überzeugen...
Es gibt zwei Meinungen und zwei Lösungen:
Die einen sagen, das ist aus Sicherheitsgründen alles nötig. Gut und richtig. Mann sollte dann allerdings wirklich ernsthaft überlegen, ob man über einen so langen Zeitraum mit solch enormen Wirtschaftlichen schaden nicht von der "höheren Gewalt" absieht und es einen Konsenz zwischen Versicherern der Airlines und dem Staat nicht wenigstens möglich ist, die Gesellschaften in soweit zu entschädigen, das ihnen nicht der Bankrott droht. Sicherheit hat vorrang - keine Frage, aber es müssen akzeptable Lösungen her.
Die anderen sagen, das alles völlig überzogen sei und sogar Piloten äußern inzwischen ihre Flugbereitschaft weil sie das alles für übertrieben halten. Auch gut. Dann laßt die Piloten die unbedingt fliegen wollen doch fliegen. Und die Passagiere unterschreiben wie bei einer vorzeitigen Entlassung aus dem Krankenhaus eine Patientenverfügung ( hier: Flugverfügung), das sie auf eigene Gefahr in den Jumbo steigen. Stürzt dann einer ab, müssen wir nicht alle tagelang erschüttert gucken, 100 Anwälte beschäftigen um Millionenklagen vorzubereiten. Dann können wir einfach sagen : Selber Schuld !
Genau so sehe ich es auch Elke. Nur, wo kriegst Du Deine Nelken für Dein Foto her? Die Nelkenbomber kamen schon 1960 und früher morgens um 04:00 Uhr nach Hannover. Wo kriegst Du frische Früchte aus dem Süden her? Wiie machst Du das, wenn Du mal nach Malle in den Urlaub willst? Und Preise erhöhen? Wie hoch ist Dein Einkommen,dass Du Dir das leisten kannst, denn es wird doch alls umgelegt.
Ohne Luftverkehr geht nichts mehr.Man muss ihn nur nicht ins Extreme ausweiten.
> "Andreas, testen kann man aber, ob die Asche sich wirklich auf den Rotorschaufeln bei Hitze ablegt"
Kurt, wenn ich nicht irre, gab es schon Dutzende von Zwischenfällen in den letzten Jahrzehnten, bei denen man die Auswirkungen nachvollziehen konnte.
Das jetzige Flugverbot ist sicher primär vorsichtshalber ausgesprochen worden, um Ärger zu vermeiden, wenn doch was passiert.
> "mit solch enormen Wirtschaftlichen schaden"
Welchen Schaden überhaupt?
Entgangene Einnahmen sind etwas Errechnetes. Man spekuliert als Unternehmer immer nur auf eine Einnahmesumme und kann nur hoffen und beten, dass sie sich realisiert. Es ist aber nichts Vorhandenes, welches man beschädigen könnte ;)
Ist wie mit dem Eismann und schlechtem Sommerwetter ;)
> "Und die Passagiere unterschreiben wie bei einer vorzeitigen Entlassung aus dem Krankenhaus eine Patientenverfügung ( hier: Flugverfügung), das sie auf eigene Gefahr in den Jumbo steigen. Stürzt dann einer ab, müssen wir nicht alle tagelang erschüttert gucken, 100 Anwälte beschäftigen um Millionenklagen vorzubereiten. Dann können wir einfach sagen : Selber Schuld !"
Richtig!
Aber was ist mit den Millionen Menschen, denen so ein Flieger auf den Kopf fallen würde? Die müsste man dann auch erst fragen und ihre Unterschrift zur Einwilligung einholen, sonst wäre das unfair ;)
@ Andreas: Es geht bei einem wirtschaftlichen Schaden nicht um die entgangenen Einnahmen, sondern um die weiterlaufenden Kosten. Dagegen ist jeder Unternehmer versichert, sonst müsste ich gleich alle Leasingverträge, alle Beschäftigten usw. kündigen, wenn was passiert (Betrieb brennt ab, Baustelle vor der Tür, etc.) Alle Kosten laufen ja weiter, wenn es einen Betriebsausfall gibt. Nur in diesem Fall ist das halt wegen der höheren Gewalt nicht versichert. Sollte es jetzt aber der Fall sein, das z.B. länger als drei Wochen funkstille am Himmel herrscht, wird es die ersten Konkursmeldungen geben, weil Löhne und Betriebskosten nicht mehr gezahlt werden können. Das ist eben auch der Fall, wenn die Einnahmen wegbleiben. Ich gebe ja zu, das das dem Eismann gegenüber mal wieder überhaupt nicht gerecht ist, denn der muß auch zu machen, wenn er mehrere schlechte Sommer kein Eis verkauft. Ist schon schwierig. Ich bin ja selbst Kleinunternehmer und kann von den s.g. "Ungerechtigkeiten" eine ganze Sonate singen - die politische Argumentation geht jedoch immer vom Kosten-Nutzen-Verhältnis aus.
Wieviele Menschen werden einen wirtschaftlichen Schaden erleiden, wenn 50% der Fluggesellschaften konkurs anmelden - und wieviele wenn 14 Eismänner konkurs anmelden? Ungerechte Welt - aber irgendwie Nachvollziehbar.
Zurzeit ist dieses ja auch die Argumentation bei der Flugraumsperrung was das Sicherheitsrisiko angeht. Deswegen ist der ja auch dicht, weil man für die Millionen, denen er auf den Kopf fallen würde, noch keine Lösung gefunden hat. ;-)
Dierk, schon klar, was du meinst ;)
Aber trotzdem sind weiterlaufende Kosten ja kein Schaden, sondern Ausgaben.
Und wenn etwas Erhofftes (wie vermutete Einnahmen) ausbleibt, ist das ja auch noch kein Schaden.
Und wenn, betrifft es auch einzelne Unternehmen, während es aber noch kein wirtschaftlicher Schaden an sich sein muss. Wenn der Konsum also gar nicht ausfällt, sondern sich nur verlagert (z.B. wird Zug gefahren statt zu fliegen), ist das für manche ein Verlust aber für andere eben ein Gewinn ;)
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