Seit Sonntag herrscht Anleinzwang für Hunde in freier Natur – das sieht das Niedersächsische Waldgesetz zum Schutz von wild lebenden Tieren vor. Aber längst nicht alle Hundebesitzer scheinen sich daran zu halten: Gleich am ersten Tag der Anleinpflicht musste zum Beispiel die Polizei in Langenhagen ein Reh erschießen, weil ein frei laufender Hund es angegriffen hatte.
Die Heimatzeitungen fragen Ihre Leser - und ich gebe die Frage gern an Euch weiter: Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Halten sich die Hundehalter an das Gesetz? Was haltet Ihr von der Regelung?
Ich kann dazu nur sagen, das sich viele Hundebesitzer nicht dran halten. Auf meiner Fahrradtour von Sehnde nach Anderten und zurück habe ich am Mittellandkanal und in der Gemarkung sechs Hunde unangeleint gesehen.
Geschätzt 50 % halten sich daran. Wenn ich im Stadtpark und an den Auewiesen bei uns jeden Hundehalter angesprochen hätte, der sein Tier nicht an der Leine hatte, wäre ich bestimmt 2 Stunden später zu Hause gewesen.
Soll unser Bürgermeister mal seine Knöllchenschreiber in den Stadtpark schicken. Da ist mehr Geld zu verdienen als auf der Marktstraße.
Wer eine Antwort sucht, gehe eine halbe Stunde über die Alte Bult in Hannover.
Geschätzte 100% nicht angeleinte Hunde. Sieht aus wie eine Massendemo gegen
die Leinenpflicht!
Ich habe den Eindruck das Radfahrer, Jogger ohne und Jogger mit Skistöcken nur darauf gewartet haben das endlich wieder Anleinpflicht ist.
Ich denke das die Anleinpflicht völlig sinnlos ist.
Solange es Jäger gibt die Tiere sinnlos töten, solange wie es Menschen in den oberen Etagen gibt die sich an Ihre eigenen Gesetze nicht halten, sehe ich da keine Notwendigkeit Hunde anzuleinen. Möge der Mensch sich doch nicht in die Natur einmischen.
Der Natur ginge es dann viel viel besser.
Ich gebe Dir schon in Teilen Recht, Uwe. Ich bin ein recht guter Schütze, aber auf Pappe, nicht auf Tiere.
Problematisch wird es nur, wenn die auf Jagd dressierten Hunde auf Befehl angreifen. Kein Verständnis.
Ich bin schon froh, wenn die Halter ihre Hunde innerorts gegenüber Menschen unter Kontrolle haben - in der HInsicht sind mir ein paar Rehe oder Kröten wurscht.
Aber WENN Wildtierschutzgedöns, dann bitte auch bezüglich der Katzen, die ja nun als sogenannte Freigänger dauerhafte Streuner sind und wildern. Eine Katzensteuer ist eh fällig - und ein Streunerverbot/Anleinpflicht sollte selbstverständlich sein.
Zitat von Uwe Barneworld :Ich denke das die Anleinpflicht völlig sinnlos ist.
Zitat Ende. Und somit haben wir einen der residenten Antianleiner gefunden.Traurig, denn scheinbar gehört er zu der Klasse Menschen die sich rigoros über allgemein gültige Gesetze und Auflagen hinwegsetzen und provozierender Weise bei Begegnung mit Menschen die Ihn darauf ansprechen auch noch einen Streit vom Zaum brechen werden. Da es mir persönlich auch schon des öfteren widerfahren ist, dass mir - teilweise sogar auf meiner eigenen Terasse hinter unserem Haus plötzlich der Hund eines unserer Nachbarn vor der Nase stand - und das ist kein kleiner sondern einer mit Stockmaß von über 80 cm bin ich ein absoluter Verfechter der Anleineinhaltung und auch für eine Einführung eines Gesetzes, welches empfindliche Geldstrafen bei Mißachtung beinhaltet. Den Leuten die sich nicht an die Anleinpflicht halten muß endlich mal der Maulkorb angelegt werden. Teilweise kann man sogar in öfffentlichen Anlagen beobachten, dass Angestellte der Stadt die für die Aufrechterhaltung und Durchsetzung der öffentlichen Ordnung bezahlt werden aufs übelste beschimpft und beleidigt werden, wenn sie Hundehalter auf deren Fehlverhalten ansprechen. Und mit Verlaub eingehend auf den Kommentar des Andreas aus Niedersachsen: Du hast keine Ahnung was Katzen angeht! Und der Vergleich hinkt! Denn Katzen sind keine
Hetzjäger wie Hunde und wenn sie jagen dann niemals Tiere die gleichgroß oder grösser sind als sie selbst, im Gegensatz zu Hunden, die auch keine Verspannungen darin haben Tiere wie Rehe, Fohlen, Schafe zu hetzen und zu reissen. Sollte mir jedenfalls in dieser Saison wiedermal der Hund meines Nachbarn während ich mich in meinem Garten aufhalte vor der Nase auftauchen, wird das sein letzter unangeleinter Freigang in seinem Leben sein.
> "Du hast keine Ahnung was Katzen angeht! Und der Vergleich hinkt! Denn Katzen sind keine Hetzjäger wie Hunde und wenn sie jagen dann niemals Tiere die gleichgroß oder grösser sind als sie selbst, im Gegensatz zu Hunden, die auch keine Verspannungen darin haben Tiere wie Rehe, Fohlen, Schafe zu hetzen und zu reissen."
Ich habe nie behauptet, dass Katzen Hetzjäger sind oder große/größere Tiere jagen und erlegen. Aber sie sind Raubtiere, auch wenn ihre Beutetiere eher klein ausfallen. Und sie wildern - und das millionenfach unkontrolliert in Massen, weil ihre Halter sie als Freigänger laufen lassen, während die Hunde eher selten ohne Halter unterwegs sind.
> "Sollte mir jedenfalls in dieser Saison wiedermal der Hund meines Nachbarn während ich mich in meinem Garten aufhalte vor der Nase auftauchen, wird das sein letzter unangeleinter Freigang in seinem Leben sein."
Nachvollziehbar, aber der Hund kann ja nichts dafür.
Isch habe garkeinen Hund und garkeine Gatze. Isch habe auch garkeine Leine.
Isch habe nur ein Fahrrad und muss immer nur mit unerzogenen Hünden ohne Leine vor meinem Vorderrad leben.
Aber das steht nicht zur Diskussion.
Da teilt sich wohl der Stadthund vom Landhund. Hier "upp´n Dorpe" wird Dein Hund einfach erschossen, wenn er in der Brut- und Setzzeit freigängig angetroffen wird.
Und in der Stadt gibt es genügent ausgewiesene Plätze, wo der Hund frei herumtollen darf. Leider ist manches Herrchen zu faul, dorthin zu fahren.
Hunde- und Katzenhaltung in der Stadt finde ich eh grenzwertig, da es nur der Eigenbefriedigung der Halter dient.
Ich hatte meinen Hund als Wachhund und Beschützer (ich bewirtete ein Sporthaus, das ausserhalb des Dorfes lag) und meine Katze sollte die Mäuse in meinem über 200 Jahre alten Haus in Schach halten. -natürlich habe ich auch mit ihnen geschmust... Zur Zeit habe ich kein Haustier, da ich in der Stadt wohne.
> "Ich hatte meinen Hund als Wachhund und Beschützer ... und meine Katze sollte die Mäuse in meinem über 200 Jahre alten Haus in Schach halten ... natürlich habe ich auch mit ihnen geschmust..."
Ist das keine Eigenbefriedigung?! ;)
Die Katzen in der Stadt lässt man auch oft als sogenannte Freigänger unkontrolliert streunen und wildern. Umgekehrt gibt es auch auf dem Land Leute, die Katzen nur im Haus halten. Und mancher Landhund sieht ggf. nur Haus und Hof und ggf. noch einen Garten und hat damit weniger Auslauf und Abwechslung, als Stadthunde, mit denen viel rausgegangen wird.
Man kann also nicht pauschal in Land-Gut und Stadt-Schlecht unterscheiden, sondern nur in Gut-artgerecht und Schlecht-nicht-artgerecht.
Nein, Andreas, pauschalisieren kann man natürlich nicht. Im Gegenteil, für manche ältere Menschen in der Stadt ist es sogar sinnvoll, sich einen Hund zu halten, da sie somit gezwungen sind, nach Draussen zu gehen und somit wichtige soziale Kontakte pflegen.
> "Im Gegenteil, für manche ältere Menschen in der Stadt ist es sogar sinnvoll, sich einen Hund zu halten, da sie somit gezwungen sind, nach Draussen zu gehen und somit wichtige soziale Kontakte pflegen."
Hab ich auch mal gedacht.
Inzwischen sehe ich das kritischer. Viele Ältere sind nicht in der Lage, einen Hund artgerecht zu halten und der bekommt dann zu wenig Auslauf (und zu viel Leckerchen ;)). Am Ende sitzt der alte Mensch nur mit dem Hund zuhause rum - und der ist mehr als ein schlechter Menschenersatz. Die Menschen vereinsamen also trotz Hund - und die Hunde werden nicht artgerecht gehalten. Keine gute Lösung.
Der Mensch braucht Menschen. Und wenn das nicht geht, sollte man vielleicht eher die japanischen Wege mit künstlichen (Phantasie)Tieren gehen. Der Mensch ist in der Lage durch seine Empathiefähigkeiten auch mit toten Gegenständen mitzufühlen (Schmusen mit Puppen, Teddys, etc. oder Mitgefühl mit Statuen, an den Tauben rumpicken, etc.)
Dann würden wenigstens keine Tiere darunter leiden.
Dein Argument, Andreas, ist ok.
Vor Jahren habe ich aus den gleichen Gründen abgelehnt, einen zu Hund zu haben..In meiner jetzigen Situation würde ich m 5:00 Uhr aufstehen, damit der Hund sein Recht bekommt,
Bin froh, ohne zu sein. (der Hund sicher auch).
Mich kotzt eigentlich am meisten an, daß jetzt wiedermal alle Hundehasser und auch die selbsternannten Sheriffs sich bemüßigt fühlen jeden Hundebesitzer blöd anzumachen und auf ein zweifelhaftes Gesetz hinzuweisen. Über Sinn und Unsinn des Leinenzwanges kann man trefflich streiten. Wieviel überfahrene Tiere seht Ihr so übers Jahr verteilt und wieviel von Hunden gerissenes Wild? Wieviel Wild fühlt sich durch Erntemaschinen gestört und vor allen Dingen wieviel Jungtiere werden dadurch getötet? Wieviel Jungvögel und ganze Nester werden von natürlichen Feinden, wie Krähen, Raben, Elstern,Eichhörnchen, Mardern getötet und wieviel von Hunden?Wieviel Großgruppen grillender Menschen verträgt die Natur und stellen spielende Kinder im Wald (wenn es sie denn noch gibt) auch eine Gefahr dar?
Und warum beklagen sich eigentlich immer viele Förster, daß es eigentlich zuviele Rehe gibt und der Verbiß an Waldbäumen erheblich ist und warum gibt Wildfütterungen in unseren milden Wintern.Richtig, es muß noch genügend zum Abschuß geben im Herbst. Deswegen werden möglichen Konkurenten möglichst viele Steine bzw. durchaus auch Kugeln in den Weg gelegt.
Gesetze und Ordnungsrichtlinien gehören nun einmal zum gemeinsamen Leben dazu. Was wäre denn, wenn jeder Mensch machen kann was er will. Gesetze und Richtlinien werden von der Politik veranschiedet. Und diese sind von der Bevöllkerung gewählt. Auch wenn man evtl. anderer Meinung ist., muss mann dies akzeptieren. So ist es nun mal im Leben. Wer sich nicht daran hält muß mit evtl. Sanktionen rechnen.
Es ist doch lustig, wie so ein Bericht ein Eigenleben entwickelt. Nach fast 12 Monaten gräbt ihn irgenwer wieder aus.
Dieter, ist doch ausdiskutiert, der ganze Kram.
Wie gewöhne ich es meinem Tibetterrier Lorry ab, immer zu bellen, wenn es klingelt?
(Claudia Nietsch, Hannover-Wettbergen)
Hundeprofi Martin Rütter antwortet: Hunde, die bellen, wenn es klingelt, zeigen dieses Verhalten in der Regel aus territorialen Gründen. Ihr Hund hat gelernt, dass immer wenn es klingelt, Besuch kommt. Für einen Hund ist aber jeder Besuch, der nicht zum eigenen Rudel gehört, ein Eindringling. Durch...
Seelze: Kristall-Therme | Die Leine-Zeitung thematisiert in ihrer Freitagausgabe die Debatte um die Kleiderordnung in der neuen Therme. An fünf Tagen in der Woche wird im gesamten Wellnessbereich nackt gebadet. Nur mittwochs und sonntags können die Besucher selbst entscheiden, ob sie Badebekleidung anlegen wollen – die Saunen selbst sind aber stets wie allgemein üblich textilfrei. Einige Besucher hatten das beispielsweise im Gästebuch der Therme...
Langenhagen: Pferderennbahn Neue Bult | Manchmal sind Hundebesitzer ratlos: Warum tut er das? Wie bringe ich ihr jenes bei? Tierpsychologe Martin Rütter kennt die Probleme. In der Vox-Sendung "Der V.I.P.-Hundeprofi" hat er Prominente bei ihren Hundesorgen beraten, zudem gibt er Kurse und tritt mit seinem Programm "Hund - Deutsch / Deutsch - Hund" auf.
Bei der Veranstaltung "Hannover geht Gassi", zu der am 6. Juni mehr als 20.000 Besucher auf der Pferderennbahn...
In der Zeit vom 01. April bis 15. Juli (Brut- ,Setz- und Aufzuchtzeit) müssen die Hunde im Wald und in der freien Landschaft an der Leine geführt werden. (Nds. Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) )
Zum Glück konnte sich unser Fino im Osterurlaub an der Nordsee nochmal so richtig austoben. Kilometerweit laufen, nach Herzenslust buddeln und den Strand bewachen waren herrliche Beschäftigungen.
Nach...
Ab 01.04. gilt wieder der allgemeine Leinenzwang für alle Hunde in Niedersachsen.
Damit ist, wie jedes Jahr die Diskussion darüber eröffnet, wie dieses Landesgesetz durch die Ordnungsbehörden in den Gemeinden und konkret in der Stadt Burgdorf umgesetzt wird.
Was ist noch erlaubt und was ist jetzt verboten?
Da kursieren die unterschiedlichsten Meinungen unter den Hundebesitzern, Bürgern und selbsternannten...