Vergangenheit ins Bild gesetzt

  Das richtige Foto zum Exponat kann helfen, um den Besucher mit einem besonderen Effekt zu erreichen. Ein Bild weckt Emotionen. Ein gute Basis um ins Gespräch zu kommen.
Weil wir vom ET-ZWEIRADMUSEUM die Kenntnisse aus der Welt der Fotografie nicht hatten, blieb dieser Bild-Effekt bisher aus.


Wie so oft, kommt der Zufall einem zur Hilfe. In unserem Fundus stand seit vielen Jahren ein altes Goebel-Mofa aus den 70er Jahren. Irgendwann abgestellt von einem befreundeten Oldtimerfreund, blieb das gute Stück unberührt und unerforscht. Erst als Tobias Tantius im Lager eine passsende Maschine für die Oldtimersaison 2016 suchte, erspähte er das alte Mofa. Er wusste, dass die Maschine gelb und „giftig“ war. Der Motor angeblich frisiert. Das wollte er ausprobieren. Tatsächlich hatte das Mofa einen gewissen Biss beim Anfahren, aber die Endgeschwindigkeit lag jedoch im legalen Bereich. Soweit so gut. Nur, wie war das damals mit der Mofa und dem Fahrzeugspender oder besser „Fahrzeugstehenlasser“?
Tobias rief ihn an und erkundigte sich.

„Erst bei diesem Gespräch habe ich die Geschichte des Mofas erfasst?“

Aus Platzgründen gab Oldtimerfreund Torsten Pakula die kleine Goebel KM 25 in die Zweiradsammlung der Familie Tantius. Da in seiner Garage noch eine Hercules 215 stand, war die Trennung zu verschmerzen, zumal das Mofa im Museum gut aufgehoben war. In dem Telefonat war schnell klar, das Torstens „Oldtimerei“ einem anderen Hobby gewichen war: dem Fotografieren!
„Ich nenne es fma-studio.de“; sagte Torsten. So seine Bezeichnung bzw. der Name seine Homepage.
Jetzt wurde Tobias Tantius neugierig. Nach dem er einen Blick auf Torstens Homepage geworfen hatte, kam ihm spontan die Idee für ein Fotoshooting mit dem Goebel Mofa. „Ich möchte das Fahrzeug in unserem Museumsmagazin vorstellen! Möchtest du die Fotos machen?“
Torsten stimmte begeistert zu, da er bisher (man sollte es kaum glauben) noch keine Fahrzeuge vor der Linse hatte. Und jetzt konnte er sein eigenes Mofa „abschießen“, das er vor über zehn Jahren abgegeben hatte. Zudem sollten die Bilder ins MOPED-MAGAZIN!

„Für beide Seiten ein tolles Projekt und eine win-win-Situation!“

Schnell war ein Termin gefunden und Ende August schwitzten beide bei fast vierzig Grad am Elbe-Seitenkanal. Das Shooting dauerte eine Stunde und durch den hohen Stand der frühen Nachmittagssonne, gab es für Torsten einige fototechnische Herausforderungen zu meistern bzw. zu knipsen. Tobias verschob mehrfach das Mofa und hielt die kreisrunde Alu-Blende um auszuleuchten.

„Herausgekommen sind fantastische Bilder, die wir als Museum nicht hinbekommen hätten.“

Klar, denn Torsten nutze eine Kamera mit Vollformat.
Weitere Shootings sollen folgen. Das eine oder andere gemeinsame Projekt steht uns vor Augen und es wird nicht nur für uns ein optischer Gewinn, sondern auch für unsere Besucher. Die bekommen den gewünschten Bild-Effekt in die Vergangenheit auf zwei Rädern.

Mehr zu Torsten Pakula hier:
http://www.fma-studio.de/

Mehr zum ET-Zweiradmuseum hier:
http://www.myheimat.de/hannover-mitte/kultur/zwei-...

https://www.facebook.com/ET-Zweiradmuseum-1812769065603753/

Infos und Bücher von Tobias Tantius



http://flow-wolf.de/blog/im-angesicht-mit-tobias-tantius/
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