Kultur in Kirchrode

Philipp Bode

Als Fortsetzung zu seinem letzten Vortrag über die Zeit referierte Philipp Bode am 24.08.2009 über die Bedeutung und Entstehung der verschiedenen Kalenderformen im Rahmen der Reihe „Forum für Kultur und Wissenschaft“, die von Ilona Kiegeland ins Leben gerufen wurde und sicher für das kulturelle Leben in Kirchrode eine große Bereicherung ist. Wohl wegen der sommerlichen Temperaturen war nur ein kleines Publikum erschienen, das in einem gemütlichen Raum des Queens Hotels Platz fand. Nach einer allgemeinen Einführung über den Sinn und den Nutzen eines Kalenders, gab Herr Bode einen Überblich über die Möglichkeiten, ein brauchbares Kalendersystem zu erstellen. Von je her hat man sich an den Verläufen von Sonne und Mond orientiert, ist dabei aber zu unterschiedlichen Auswertungen gekommen. Die Problematik dabei ist, dass die periodischen Zeitabschnitte von den beiden Himmelskörpern nicht genau zueinander passen. Das hatte man schon frühzeitig erkannt, und so wurde nach Lust und Laune manipuliert, Tage zu- oder abgeschaltet, wie es gerade für die jeweiligen Herrscher günstig war.
Im Laufe der Zeit hat sich ein Kalendersystem durchgesetzt, dass sich an dem Lauf der Erde um die Sonne orientiert, der Mond wird dabei außer acht gelassen. Das Sonnenjahr hat 12 Zeitabschnitte, die Monate. Der Begriff Monat ist ein Überbleibsel aus alter Zeit, wo das Jahr aus 12 Mondläufen gebildet wurde. Leider hat ein Sonnenjahr keine ganze Zahl von Tagen, sondern etwa 365,25 Tage, was zur Folge hat, dass ein Jahr nicht immer die gleiche Anzahl von Tagen besitzt. Diese Unstimmigkeit erforderte das Einfügen von Schalttagen. Die genauen Kalenderrechnungen sind überaus kompliziert und konnten im Rahmen dieses Vortrags nicht erläutert werden. Heute gilt in fast allen Teilen der Welt der Gregorianische Kalender, benannt nach dem Papst Gregor XIII. Es ist ein reiner Sonnenkalender, der sich nach dem Lauf der Erde um die Sonne orientiert. Er wurde im 16. Jahrhundert entwickelt und 1582 in Kraft gesetzt.
Zum Abschluss ging Philipp Bode noch auf den Maya-Kalender ein, der den Weltuntergang für den 21.12.2012 prophezeit, denn an diesem Tag endet nach 5125 Jahren der ewige Kalender der Mayas und es soll einen absoluten Neubeginn geben. Ganz so ernst darf man wohl diese Vorhersage nicht nehmen, und man sollte sich nicht mit solchen düsteren Gedanken das Leben schwer machen.
Es war ein unterhaltsamer und zugleich lehrreicher Abend, alle dankten Frau Kiegeland und Philipp Bode mit einem herzlichen Applaus.

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