Halt e Stelle -- sowas wie Standhalten

Angekommen aus Eldagsen - naturbelassene Umgebung

Es gibt Haltestelle im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), die sind brutale Zumutungen - und das schon bei guten trocknen Wetterlagen! Aber so richtig fies wird es, wenn das Wetter seine Karten mischt und MauMau spielt. Wie wäre es mit Tauwetter, Nieselregen und - ach das reicht hier schon!

Eine der wunderschönen Musterexemplare tue ich mir nur ungerne an, aber manchmal muss es sein. Mitten im Wald aussteigen, zum Umsteigen.
"Abzw.Wisentgehege"
Hier halten Bus in Richtung Springe, Wennigsen und Alferde. Und wer von Eldagsen, Alferde und und nach Alvesrode, Völksen, Bredenbeck oder Wennigsen will, der steigt hier um,
Na und? Nichts besonderes?
Das bedeutet in der Wirklichkeit. Der Bus hält am Straßenrand und die Fahrgäste steigen tief hinunter in das feuchte Gras, nicht zu hastig bitte, es geht sonst noch etwas tiefer. - Uihh, wird der Frischbenutzer staunen, da gibt es sogar eine Wetterschutzhütte - aber doch nicht für die besonders abgehärteten ÖPNV-Nutzer? Denn von der Hütte aus, kann man heranfahrende Busse gar nicht wahrnehmen oder zu spät und die Buslenker auch nicht die MitfahrInteressierten. (gut gemein, aber nicht gut gelungen!)
Also heil und gesund ausgestiegen sind wir nun. Der Bus ist weiter gefahren und Wutsch! ein hinterher rauschender LKW duscht uns mit frischem wunderbar angefeuchtetem Straßenstaub! - Ausweichen? geht nicht!
Wir müssen auf die andere Straßenseite wechseln, da wird vielleicht schon bald - wenn pünktlich - unser Anschlussbus kommen.
Aber die andere Seite ist noch grausamer. Zwischen Straßenpflasterrand und 60cm tiefen Wassergraben etwa 100cm sogenannter Raum - nicht wirklich befestigt, sondern naturbelassen begrünt oder - wie vor wenigen Wochen hoffnungslos zugeschoben mit Schnee von der Fahrbahn.

Wer hier umsteigt, trainiert für einen Abenteuerurlaub. Denn schon die Vorbeifahrt eines LKWs drückt einen locker zur Seite - Fahrtwind bei 70km/h gegen ein stehendes Objekt in 30-40cm Abstand können schon zur Herausforderung werden. Und bei dieser Landesstraße handelt sich um einen bekannten "Schleichweg" von der A2 bei Lauenau nach Hildesheim.

Und warum nicht an einer anderen Station umsteigen?
Selbst dem GVH fallen als Ersatz nur Umwege ein, die bedeuten statt 30Minuten Fahrzeit 70-80 Minuten.

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2 Kommentare zum Beitrag
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Jan Petersen aus Laatzen am 17.02.2009 um 00:12 Uhr  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 17.02.2009 um 17:29 Uhr  
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