Freizeitgruppe für berufstätige Menschen mit Handicap
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Unter dieses Motto könnte man die Aktivitäten stellen, die im Mütterzentrum und Mehrgenerationenhaus Hannover-Döhren stattfinden. Hier treffen sich zum Beispiel regelmäßig berufstätige, erwachsene Menschen mit Lernbeeinträchtigungen bzw. geistigen Behin-derungen zur Freizeitgestaltung. Ein vergleichbares Angebot gibt es in Hannover leider nicht.
Der Reigen wird jeweils am Montag um 16.30 Uhr eröffnet. Die Mitglieder kommen unmittelbar von ihrer Arbeitsstelle in die Querstraße 22. Zunächst gibt es Kaffee, Kekse oder Kuchen. Nach einem gemütlichen Klönschnack wird dann gern gekocht, gebastelt, gespielt oder ein Geburtstag gefeiert. Gegen 19.30 Uhr löst sich diese gesellige Runde auf. Natürlich wird vorher noch gemeinsam aufgeräumt und der Abwasch erledigt. Die Montags-Gruppe ist derartig beliebt, dass hier momentan keine neuen Mitglieder aufgenommen werden können.
Am Donnerstag werden Aussenaktivitäten durchgeführt. Das können Kino- oder Museumsbesuche sein. Aber auch die sportliche Betätigung kommt nicht zu kurz. Im Vereinsheim des FC Schwalbe wird gern gekegelt, im Nordost-Bad wird eifrig bei der Wassergymnastik mitgemacht. Neben soviel Kultur und Sport, kommt natürlich auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Pizza und Pasta beim „Stammitaliener“ oder ein Besuch des Wülfeler Biergartens werden immer wieder gern mit ins Programm aufgenommen.
Anfangs wurde schon erwähnt, dass in der Gruppe sowohl Menschen mit Lernbeeinträchtigungen, als auch solche mit massiven Behinderungen aktiv sind. Das birgt natürlich Probleme mit sich, wenn es um die Auswahl der geeigneten Aktionen geht. Auch das schwächste Gruppenmitglied soll sich schließlich geborgen und akzeptiert fühlen. Auf der anderen Seite muss man aber auch die berechtigten Interessen der leistungsfähigeren Mitglieder im Auge behalten.
Diese Überlegungen führten zur Gründung einer Verselbständigungsgruppe, die sich nun immer Dienstags, auch ab 16.30 Uhr, im Mütterzenrum trifft. Die Mitgleder sind ausreichend sicher im Lesen und Schreiben und die Grundrechenarten sind ihnen geläufig. Auf dieser Basis lässt sich das Programm natürlich anspruchsvoller gestalten. Da die Gruppe für maximal 8 Mitglieder vorgesehen ist, kann die Betreuung auch viel individueller erfolgen.
An allen drei Terminen werden die Mitglieder (alle etwa um die dreissig, ca. ein Drittel Frauen) von einer Sozialpädagogin und einem weiteren Mitarbeiter des Mütterzentrums begleitet und – soweit erforderlich - unterstützt. Im Bedarfsfall stehen weitere ehrenamtliche Kräfte zur Verfügung. Am Dienstag und Donnerstag sind neue Gesichter noch herzlich willkommen. Die Mitglieder entrichten einen monatlichen Kostenbeitrag von 5 € für Kaffee und Gebäck, Bastelmaterial, Kochzutaten etc.. Hinzu kommen dann noch eventuelle Eintrittsgelder oder der Verzehr - bei einem Gaststättenbesuch.
Weitere Infos gibt es beim Autor dieses Artikels.
Anspruchsvolle Arbeit dort in H.-Döhren, aber der Artikel liest sich, als käme der Spaß auch nicht zu kurz. b.
Die Mitglieder kommen nach einem harten Arbeitstag ins Mütterzentrum. In den gemeinnützigen Einrichtungen arbeiten sie verantwortungsvoll und sehr motiviert. Wenn sie zu uns kommen, haben sie etwas Abwechselung verdient. Und dafür zu sorgen, das macht einen Riiiiiiiiiesenspaß!
Burkhard


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