Herrenhäuser Gärten
Die Herrenhäuser Gärten
Unter Kurfürst Ernst August ( 1679-1698 Regierungszeit) erlebte der große Garten in Herrenhausen seine Entwicklung zum barocken Kunstwerk, das noch heute eine Sehenswürdigkeit
von europäischem Rang ist. Der Begriff Barock leitet sich von dem portugiesischem Wort barocco = schiefrund oder merkwürdig ab und gilt als Kunstform des Absolutismus.
Kürfürstin Sophie 1630-1714 und der französische Hofgärtner Charbonnier waren die Schöpfer des Gartens. Die barocke Gartenbaukunst gliedert die Flächen des Gartens streng geometrisch.
Bei den verschiedenen Skulpturen, die über den Garten verteilt sind, kann man den Einfluss aus anderen europäischen Gärten erkennen. Die Schöpfer der Skulpturen im Garten sind teilweise bis heute nicht bekannt, während die allegorischen Vasen dem in der Hannoverschen Altstadt lebenden Bildhauer Christian Georg Vick zu zuordnen sind. Im Großen Garten gibt es ein sogenanntes Heckentheater. Der Zuschauerraum ist im Stil eines Amphitheaters gestaltet und bietet fast 1000 Besuchern Platz. Der hannoversche Hof erwarb ab 1689 insgesamt 27 vergoldete Bleifiguren, die von Anfang an zum Heckentheater gehörten.
Zu den Herrenhäuser Gärten zählen ebenfalls der Georgengarten, Welfengarten und der Berggarten. Der nach dem König Georg IV von England und Hannover benannte Georgengarten wurde in seiner jetzigen Form in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Unter der Leitung Christian Schaumburgs entstand ein malerischer Landschaftsgarten. Im Georgengarten befindet sich der Leibniztempel in dem seit 2010 auch wieder eine Leibnizbüste zu besichtigen ist. Der Berggarten wurde 1666 auf einem abgetragenen Sandberg nördlich des Schlosses als Küchengarten angelegt und zählt zu den ältesten botanischen Gärten Deutschlands.
Die Herrenhäuser Gärten sind in jedem Fall einen Besuch wert. Ob im Winter oder im Sommer. Sie bieten zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Fotomotiv und es ist spannend sich mit der Gartenarchitektur mal etwas näher zu beschäftigen. Also - auf nach Herrenhausen.
Die Bilder vermitteln nur einen kleinen Eindruck über die Vielfalt der Gärten.


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