Hannover: Kinder spielen gern in ihrem Paradies aus Holz

Ein Paradies aus Holz mit Hochebene stärkt die kindliche Phantasie.

Hannover: GIB-Kita | Hier möchte jeder noch einmal Kind sein: Über eine neue Erlebnis- und Podestlandschaft können sich nicht nur die 15 Kinder der „Katzengruppe“ in der integrativen Kindertagesstätte „Elfriede Westphal“ freuen. Rund 9.500 Euro hat die Einrichtung für dieses Projekt aufgewendet. Das Geld dafür kommt ausschließlich vom Bezirksrat Misburg-Anderten, sowie aus Spendengeldern der Sparkassen-, Hans- und Elfriede-Westphal- sowie der Friedrich- und Dora-Rauch-Stiftung. Und dieser Aufwand lohnt sich für die Zwei- bis Sechsjährigen.

Unten krabbeln die kleinen Jungen und Mädchen von zwei Seiten in die Höhlen, klettern auf die erste Ebene und können dann die zweite erklimmen. Die Holzwände enthalten einzelne Sprech- und Sehlöcher, so dass die Kinder miteinander in Kontakt treten können, wenn sie durch die Konstruktion krabbeln. Eine Brücke verbindet die beiden Holzkonstruktionen in den Ecken des Gruppenraums.
Obwohl sich das neue Spielgerät über mehrere Ebenen erstreckt, ist es barrierefrei für alle Kinder bespiel- und erlebbar. Über drei Tage baute die Firma Kinder(t)räume an der neuen Holzlandschaft. Zuvor hatten Kinder und Mitarbeiter gemeinsam den Raum leer geräumt und beim Abbau der alten, in die Jahre gekommenen Spielebene geholfen.

Die Idee zum Bau einer modernen Erlebnis- und Podestlandschaft entwickelten die Mitarbeiter beim Besuch der Kindertagesstätte „Hirtenkinder“ in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Diese MHH-Einrichtung verfügt über zahlreiche dieser besonderen Holzkonstruktionen.
„Das wollen wir auch haben – das war unsere erste Reaktion“, erinnert sich Einrichtungsleiterin Saskia de Kock.

Dass eine neue Spielebene geschaffen werden musste, stand schon lange fest. Die zündende Idee – wie und in welchem Umfang – entstand dann bei einem Besuch der Elterninitiativ-Kindertagesstätte „Die Hirtenkinder“ vis-á-vis der MHH.
„Wir waren beeindruckt von den vielfältigen Möglichkeiten der Spielebenen. Und unsere Gedanken und Wünsche der Kinder nahmen Gestalt an“, erinnert sich de Kock. Für die insgesamt rund 18.000 Euro umfassende Investition sprechen zahlreiche Gründe:

Dass der 45 Quadratmeter große Raum noch effektiver genutzt wird, ist nur ein Nebeneffekt. Durch die neuen Ebenen sind erweiterte Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten entstanden. Und gerade diese Möglichkeit, für eine Weile allein sein zu können und sich vom Zentrum des Geschehens zurück zu ziehen, sei für die mentale Gesundheit der Kinder wichtig, erklärt die Einrichtungsleiterin.

Die neuen Ebenen regten außerdem zu Rollen- und Theaterspielen an. Unabhängig davon, ob es sich um Entspannung und Rückzug oder Spiel und Kontakt handele, lerne das Kind, seinen eigenen Rhythmus und den der anderen Kinder zu erfahren, erklärt Saskia de Kock.
Wer sich für das Projekt interessiert und es durch eine Spende unterstützen möchte, wendet sich an Saskia de Kock, Telefon 58 40 12.

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