Es ist ja fast nicht wieder zu erkennen...
Es ist ja fast nicht wieder zu erkennen...
Wie oft bin ich in die Schillerstrasse (Bild 1) zum Dienst gegangen. Dann rechts um die Ecke und dann in die Rosenstrasse (Bild 2). Hier war meine Dienststelle. Im Hauptverteiler, ja da kannte ich mich aus.
Gustav K. zog nach seiner Pensionierung zu seinen Kindern nach Trier. Nach 20 Jahren kam er zu einem Pensionärstreffen wieder nach Hannover. Treffpunkt “Brunnenhof”. Vorher noch einmal ein kurzer Blick zur Vermittlungsstelle 1 (VSt 1). Aber aus seiner VSt 1 ist zwischenzeitlich ein InterCity Hotel (Bild 4) geworden. “Was ist aus dem Hauptverteiler geworden? Was mit den Kabeln? Ist der “Schneiderschacht” zugeschüttet worden?“ Fragen, Fragen…
Irritiert spricht er mit Hans M. “Komm mit. Auch am Bahnhof hat sich die Welt verändert” Hans war arbeitete seit dem Betriebsbeginn 1960 auf dem Fernmeldeturm. (Bild 7) Er war nur kurze Zeit mit Wilhelm F. bis zu dessen Ruhestand auf dem Turm zusammen.
Wilhelm war beim Richtfunk tätig. Die Dachböden des Postamtes 1 am Ernst-August-Platz dienten als Technikräume. Auch die Fernsehendstelle war hier untergebracht. Doch reichte das Dachgeschoß weder für die Technik noch für die Antennen auf dem Dach. Der Fernmeldeturm “mußte” her. Die Grundsteinlegung war 1958.
Nun erinnert auch Luise an die Zeit damals. Sie war Aufsicht bei der Fernsprechauskunft. In dem Gebäude Kurt-Schumacher-Strasse / Ernst-August-Platz war auch die Telegraphie untergebracht.
(Bild 5) Das Gebäude links: Kurt-Schumacher-Strasse (früher Artilleriestrasse) / Ernst-August -Platz wird jetzt von Saturn-Hansa genutzt (Bild 6) Es beherbergte früher die Fernsprechauskunft, Telegraphie, Dienstvermittlung, VSt 2.
(Bild 7) Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde am Ernst-August-Platz 1951 das Postamt 1 in Betrieb genommen. Hier war der Richtfunk und die Fernsehendstelle untergebracht. Das Postamt 1 wurde abgerissen und 2008 als Kaufhaus “Ernst-August-Galerie” eröffnet. Der Fernmeldeturm dient heute als Reklameträger.
Wenn sich die heutigen Kollegen nach 20 Jahren wieder treffen, dann werden sie sagen:
Es ist ja fast nicht wieder zu erkennen...


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