Noch mehr Sicherheit für Einsatzkräfte / Feuerwehr Hannover erweitert Atemschutznotfallkonzept
Im Zuge des Atemschutznotfallkonzepts der Feuerwehr Hannover wurde an jeden Löschzug der Berufsfeuerwehr und an jede Ortsfeuerwehr eine sogenannte Notfallrettungstasche ausgegeben.
Ist ein Trupp der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz im Einsatz, muss für diesen ein Sicherungstrupp bereitstehen. Er stellt die möglichst schnelle Rettung der sich im Einsatz befindlichen Kameraden und Kollegen sicher. Ist ein im Einsatz befindlicher Feuerwehrmann (SB) in Gefahr, stehen so unmittelbar zwei weitere Einsatzkräfte zur Rettung bzw. Hilfestellung bereit.
Sollte das Atemschutzgerät oder der Atemanschluss (Atemschutzmaske) einer Einsatzkraft defekt sein, ist höchste Eile geboten. Im schlimmsten Fall kann der Atemschutzgeräteträger mangels Luftzufuhr nicht mehr atmen. Hier kommt die Atemschutznotfalltasche zum Einsatz. Der Sicherungstrupp eilt dem Kameraden – die Notfalltasche im Schlepptau - umgehend zur Hilfe.
Vor Ort können nun mehrere Varianten der Notfallrettung durchgeführt werden. Die Tasche verfügt über eine gefüllte Atemluftflasche, einer damit verbundenen Fluchthaube und einem Lungenautomaten. Ist die Atemschutzmaske defekt, kann diese durch die Fluchthaube ausgetauscht werden. Lediglich die Atemluftflasche muss aufgedreht werden und schon strömen ca. 50l Luft in der Minute durch das lebensrettende Hilfsmittel. Wenn das Atemschutzgerät selber einen Defekt erlitten hat, reicht es durchaus den Atemanschluss mit der Tasche mittels eines Bajonettverschlusses zu verbinden. Ist der Lungenautomat der Einsatzkraft kaputt, kann auch dieser schnell ausgetauscht werden.
So können wir bei jedem Einsatz gewährleisten, dass im „worst case“ möglichst schnelle Hilfe vor Ort ist.
Da die Tasche bei extremen Sichtverhältnissen beherrscht werden muss, läuft die Ausbildung aller Atemschutzgeräteträger auf Hochtouren, damit möglichst bald jeder diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen kann.(TK)
Mehr unter www.ff-vinnhorst.de

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