Hannover: Pavillon | Mittwoch, 8. Februar, 19.00 Uhr, im Pavillon (Hannover, Lister Meile 4) Nie zuvor war die Bundeswehr mit einer solchen Intensität in der Öffentlichkeit präsent, um für sich und ihre Militäreinsätze zu werben. Außer z. B. auf Messen und Berufsinformationstagen betreibt die Bundeswehr dabei selbst an Schulen aggressive Werbung. Dazu kommen Jugendoffiziere und Wehrdienstberater an die Schulen oder werden bereits Vierzehnjährige klassenweise in Kasernen geholt. Die Bundeswehr erstellt für LehrerInnen eigens Unterrichtsmaterialien und schaltet in SchülerInnen-Zeitschriften Anzeigen. Schulen haben aber den Auftrag demokratischer Erziehung und dürfen nicht dem --,Werben fürs Sterben' dienen.
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/Michael Schulze von Glaßer, Autor des Buches "An der Heimatfront -- Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr", informiert über die aktuellen Werbestrategien der Bundeswehr und problematisiert, wie durch die Bundeswehr die demokratische freie Willensbildung an Schulen nach und nach ausgehöhlt wird. Neben der Information wird reichlich Zeit zum Gedankenaustausch bleiben.//Veranstaltet vom Bündnis Schule ohne Militär Hannover (http://www.schule-ohne-militaer-hannover.de). /
Gut daß die Bundeswehr als staatliches Organ ihre Position offen vertreten kann. In anderen Fällen gab es dafür die HJ und die FDJ mit den anschließenden Wehrertüchtigungen - das passende Feindbild immer vorneweg.
Wehrdienstverweigerung gab es weder in der NS- noch in der SED-Diktatur.
Auch als Soldat habe ich nie Feindschaft oder gar Haß für meine Gegenüber empfunden - auch wenn diese Trillerpfeiffen und Fußballtröten jeder Argumentation vorzogen.
Den Haß in den Gesichtern dieser "Pazifisten" werde ich nie vergessen.
Dennoch - auch ich war und bin bereit auch Deine Meinungsfreiheit zu verteidigen - wenn es sein muß auch mit der Waffe.
Als Jugendunteroffizier war ich nicht an Schulen, aber ich habe mit Wehrdienstverweigerern in ihren Bildungseinrichtungen diskutiert und sie auf ihrem "Tag in einer Kaserne" begleitet.
Viele von ihnen haben dabei begriffen was Leute wie Du ihnen für ein Scheiß erzählt hast.....
An den Schulen werben doch viele mit irgendwelchen "Infoveranstaltungen"... von "Bio"/"AnteGenTech" oder Klimahype über Solarbranche und Antifa bis Ökokram usw... da fällt die BW nicht mehr sonderlich auf...
Ich bin da generell zweigeteilt... eigentlich hat sowas nichts an Schulen zu suchen... aber wenn, dann muss es ausgewogen und nicht einseitig ausgerichtet sein... und es muss sachlich bleiben (also nichts ideologisches, religiöses, esoterisches, usw.)
Also mal eines vorweg-im Altersheim braucht die Bundeswehr nicht mehr werben! :-)
Wo soll sie ihre Soldaten herbekommen? Die Wehrpflicht wurde ja ausgesetzt!
Bei sinnlosen NATO-Einsätzen müssen (wollen) wir auch mitspielen.
Um die Demokratie zu retten-wer es glaubt!
An den Schulen gibt es doch überall die Berufsinformationstage.
Und nach Abschaffung der Wehrpflicht ist die Bundeswehr jetzt ein ganz normaler Arbeitgeber.
Wenn ein Jugendlicher gerne Soldat oder Metzger oder Puffmutter werden möchte ... warum nicht?
Moralischen Bedenken kann man nicht durch Verbote von Information oktroyieren.
Edgard, wenn ich nicht irre, gings ihr eher darum, dass man Moral nicht mit Informationsverboten durchsetzen kann/soll. Dem stimme ich zu (was dich angesichts meiner Einstellung zu Freiheit und Zensur nicht wundern dürfte ;))
> "ich sehe keinen Widerspruch zwischen Soldat-sein und Moral - wobei der Begriff "Moral" sicher unterschiedlich interpretiert wird."
...weshalb es immer jemanden gibt, der Soldat X und militärische Handlung Y moralisch ok finden wird und immer einen, der das moralisch schlecht finden wird...
Ja, natürlich. meine antwort bezog sich auf die "moralischen Bedenken" ansich.
Und es gibt ja Menschen die Polizisten als "Schutzmann" (ja, altbackener Ausdruck) und als "Freund und Helfer" betrachten.
Für andere sind es nur "Bullen" oder "Staats-Schweine".
Jeder möge selbst darüber nachdenken wie ein Feindbild entsteht ( mit Entmenschlichung) und wo es endet.
Menschen die Soldaten unterschiedslos und ohne irgendeine individuelle Schuld z.B. als (potentielle) Mörder bezeichnen entmenschlichen sie und stehen damit in der "Charaktermasken"-Ideologie der Baader-Meinhoff-Terroristen.
Etwas wie dieses habe ich weder in meinen aktiven 12 Jahren als Soldat noch während meiner Einsätze in Afghanistan in der Bundeswehr erlebt. Es gab weder die Verbreitung von Feindbildern noch wurde der potentielle Gegner entmenschlicht.
Stimme dir zu Edgard, ausser, dass ich auch den BW-Soldaten keinen moralischen Blankoscheck ausstellen mag, auch wenn sie ggf. in weniger harte Situationen geraten. Die menschliche Psyche reagiert auf manche Belastung eben ggf. mit Aktionen/Handlungen die wir unmoralisch, falsch oder hart finden.
Das stört michübrigens auch am Pazifismus - es wird nur moralisch geurteilt und ein völlig unrealistisches Nein zur Realität vor sich hingetragen und das wars. Hauptsache, man steht auf dem moralischen Siegertreppchen. Aber Krieg IST scheiße - den kann man auch nicht schöner machen. Und so wäre es eigentlich besser, diese moralischen Aktionismen sein zu lassen und sich um die Ursachen zu kümmern, um Krieg zu verhindern.
Niemand hat einen solchen Blankoscheck.
Hier geht es aber nicht darum daß Oberleutnant oder Hauptfeldwebel XY aus bestimmten Gründen nicht in eine Schule gehen sollte sondern es geht um die Institution Bundeswehr als Organisation eines demokratischen Staates.
Doch aus in einer solchen Institution kommt es zu Fehlern, und auch diese Organisation könnte mißbraucht werden - das stellt weder diese Organisation noch die Demokratie infrage.
Niemand weiß wie er/sie in bestimmten Situationen reagiert - weder Soldat noch Zivilist. Als Soldat steht man aber immer wieder in Übungen vor solchen Situationen. Und manche Übungen sind so realistisch daß man vergisst daß es nur eine Übung ist.
Soldaten sind auf alle Fälle besser auf solche Situationen vorbereitet. Versagen können jedoch auch sie.
Das moralische Siegertreppchen steht oft genug in Potiemkin. "Moralisch" hängt man gern den Pazifismus heraus - tatsächlich geht es aber nur um DIESE Armee in DIESEM Staat - dem "militärisch-industriellen Komplex".
Oft genug haben uns diese "Pazifisten" ausgepfiffen - und gleich danach für den bewaffneten Kampf irgendeiner "Befreiungsorganisation" geworben.
Es wird sich über die tragische Fehlentscheidung in Kunduz mokiert (meist ohne überhaupt die Hintergründe zu kennen). Über die Greultaten und Kriegsverbrechen der "glorreichen" Sowjetarmee in Afghanistan - die übrigens die Hauptursache für die heutige Situation dort ist - sprechen diese "Pazifisten" nicht.
> "Doch aus in einer solchen Institution kommt es zu Fehlern, und auch diese Organisation könnte mißbraucht werden - das stellt weder diese Organisation noch die Demokratie infrage."
*nick*
> "Soldaten sind auf alle Fälle besser auf solche Situationen vorbereitet. Versagen können jedoch auch sie."
Sofern dazu noch Zeit ist - manchmal ist man schneller Soldat, als man blinzeln kann.
> "tatsächlich geht es aber nur um DIESE Armee in DIESEM Staat - dem "militärisch-industriellen Komplex". Oft genug haben uns diese "Pazifisten" ausgepfiffen - und gleich danach für den bewaffneten Kampf irgendeiner "Befreiungsorganisation" geworben."
...was ok wäre, wenn man das zugäbe. So ist das oft heuchlerisch.
> "Es wird sich über die tragische Fehlentscheidung in Kunduz mokiert (meist ohne überhaupt die Hintergründe zu kennen)."
Das nennt man Kollateralschaden. Das ist nie 100%ig vermeidbar.
> "Über die Greultaten und Kriegsverbrechen der "glorreichen" Sowjetarmee in Afghanistan - die übrigens die Hauptursache für die heutige Situation dort ist - sprechen diese "Pazifisten" nicht."
Das wurde hierzulande eh komisch wahrgenommen, wenn es nicht eh verdrängt wurde... einen Hype zu dem Thema gab es eigentlich nur, als der Rambo-Film rauskam und sich die Gutmenschenszene über die angeblich rassistische Darstellung der braven Russen erregte...
Andreas:
"Gutmensch" machte (leider nur) den 2. Platz bei der Wahl zum "Unwort des Jahres" nach dem begriff "Dönermorde".
Ich finde diesen Begriffe einfach nur perfide.
"...
Mit dem Ausdruck Gutmensch wird insbesondere in Internet-Foren
das ethische Ideal des „guten Menschen“ in hämischer Weise aufgegriffen, um
Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren
und als naiv abzuqualifizieren. Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender
Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend
verwendete Ausdruck Gutmensch Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die
notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das
Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in
rationaler Diskussion gehören. Der Ausdruck wird zwar schon seit 20 Jahren in
der hier gerügten Weise benutzt. Im Jahr 2011 ist er aber in unterschiedlichen
gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden und hat somit sein
Diffamierungspotential als Kampfbegriff gegen Andersdenkende verstärkt
entfaltet. ..." http://www.unwortdesjahres.net/fileadmin/unwort/do...
> "Ich finde diesen Begriffe einfach nur perfide."
Und ich die von dir zitierte Begründung ;)
"Gutmensch" ist uralt und wurde NICHT so benutzt, wie da beschrieben, sondern steht für die Leute mit dem "Seht her, ich tue Gutes"-Schild auf der Brust und die sich für ihr Tun moralisch über alle anderen stellen wollen... und/oder hintenrum gegenteilig leben (als heucheln)... und/oder so von sich und ihrem Tun überzeugt sind, dass sie sogar über die Leichen der von ihnen betreuten Schäfchen gehen... und/oder denen es bei ihrem Tun primär um sich und ihre eigene Darstellung geht...
"Gutmensch" gabs schon, als es noch gar keine Internetforen gab bzw. die Leute nicht mal wussten, dass es sowas wie Netze gibt.
Als Gutmensch wurde ich auch schon beschimpft... in den 70ern... und damals zurecht! ;)
Horst, 14-jährige Kinder haben in der Tat nichts in Kasernen zu suchen. Das wäre, ob als 'Beruforientierung' oder 'Technik-Schau' gedacht, nicht altersgerecht.
Eine Info-Veranstaltung über Aufgaben der BW in der Schule durch BW-Angehörige wäre ok, wenn es in ein vernünftiges Konzept eingepackt ist. Da muss es Spielregeln geben, es sollte nicht in einseitige Werbung ausarten.
Problematisch finde ich, wenn 17-jährige rekrutiert werden, auch wenn die Eltern zustimmen müssen. Ein 21-jähriger Zeitsoldat im Auslandseinsatz, der seine Unterschrift bitter bereut, kann schließlich nicht ersatzweise seine Mutter auf seinen Posten befehlen ;-)
"Problematisch finde ich, wenn 17-jährige rekrutiert werden, auch wenn die Eltern zustimmen müssen. "
Warum? Ich denke nicht daß jemand in diesem Alter nicht in der Lage ist sich ausgiebig zu informieren - Möglichkeiten, z.B. übers Internet, TV, Zeitungen, Zeitschriften gibt es genug.
Wer dazu keinen Bock hat sollte für seine Entscheidung nicht andere verantwortlich machen.
Und gerade bei Auslandseinsätzen kann (für einigen wenige) die mögliche psychische Belastung nicht einmal von Erwachsenen richtig eingeschätzt werden.
Überdies kann sich jeder von einem solchen Einsatz ablösen lassen.
Leider ist es aber eher so daß die komfort- und individualismusorientierten Menschen heute nicht einmal mehr mit einem mehrwöchigen Leben in einem Lager auf einer Stube mit 3-Mann-Belegung klarkommen - und das ganz ohne nenneswerte äussere Einflüsse.
Ich denke nicht daß jemand in diesem Alter nicht in der Lage ist sich ausgiebig zu informieren - Möglichkeiten, z.B. übers Internet, TV, Zeitungen, Zeitschriften gibt es genug.
Edgard, sollte nicht die BUNDESWEHR über die Risiken einer Verpflichtung klipp und klar informieren ? Oder darf ich Deine Aussage als indirektes Eingeständnis lesen, daß sie genau das NICHT tut ?
Unterstelle mir nichts - auch nicht indirekt - was ich nicht geschrieben habe.
Und warum sollte ich etwas "eingestehen"?
Wenn ich auf ein Produkt oder etwa ein Stellenangebot aufmerksam werde versuche ich Informationen darüber aus mehreren Perspektiven zu bekommen - und zwar vor einem Gespräch/ einer Info-Veranstaltung.
Das gehört zur eigenen Sorgfaltspflicht.
Welche Risiken meinst Du?
Daß ein Soldat im Einsatz verwundet oder getötet werden kann sollte schon bekannt sein, oder?
Soll eine Fahrschule mit Bildern von in ihrem Auto eingequetschten Fahrern oder einem vom Leitplankenträger geköpften Motoradfahrer zeigen damit jedem klar ist auf was er sich da einläßt?
Ich finde es völlig richtig daß staatliche Einrichtungen (Polizei und andere tun das auch) über eine Anstellung bei ihnen informieren (oder auch werben) können.
Nur ein Bruchteil aller Soldaten werden überhaupt zu Auslandseinsätzen herangezogen, und auch von denen sind nur wenige direkt in Einsätzen involviert bei denen sie unter Umständen schießen müssen oder selbst getroffen werden können. Jeder hat selber die Möglichkeit sich zu einer Teilstreitkraft und auf eine bestimmte Verwendung hin zu bewerben.
Ja, es ist schon ein Skandal wenn ein Jugendoffizier nicht darauf hinweist daß man als Elektrotechniker eine Stromschlag bekommen oder bei der Marine mit Wasser in Berührung kommen könnte....
Ein weit größerer Anteil hat - wie ich - die zahlreichen Möglichkeiten genutzt sich beruflich weiterzuqualifizieren.
Ich war zunächst bei den Heeresfliegern als Techniker ( das war zu Zeiten von Somalia und dem ersten Golfkrieg), später dann habe ich selber Hubschraubertechniker ausgebildet.
Die Meisterausbildung bei der Luftwaffe ist Spitzenklasse, ebenso die Ausbilder-Ausbildung (Methodik/Didaktik). Der parallel laufende zivile Lehrgang AdA (Ausbildung der Ausbilder) dagegen einfach grottig.
Ich habe über die Bundeswehr eine zweite Berufsausbildung absolviert und als berufsfördernde Maßnahme zum Ende meiner Dienstzeit an einer zivilen Schule die Ausbildung zum staatl. gepr. Techniker inklusive der als Certifying Staff (Prüfer) absolviert.
Nur wenige zivile Arbeitgeber bieten auch nur ansatzweise solche Möglichkeiten.
Und - Nein, ich habe nie davon geträumt irgendwelche bösen Feinde niederzumetzeln, auch nicht in Afghanistan.
> "Ja, es ist schon ein Skandal wenn ein Jugendoffizier nicht darauf hinweist daß man als Elektrotechniker eine Stromschlag bekommen oder bei der Marine mit Wasser in Berührung kommen könnte...."
"Daß ein Soldat im Einsatz verwundet oder getötet werden kann sollte schon bekannt sein, oder?"
Selbstverständlichkeiten sollte man offen ansprechen. Vor allem um glaubwürdig zu bleiben.
Ich finde es völlig richtig daß staatliche Einrichtungen (Polizei und andere tun das auch) über eine Anstellung bei ihnen informieren (oder auch werben) können.
Ich im Prinzip auch. Nur wenn das in der Schule passieren soll, dann muß es Spielregeln geben. Es muss altersgerecht und einigermaßen objektiv sein.
An der Schule kann sowas kontrolliert werden, in der Kaserne nicht. Deshalb würde ich den Spieß (sic) sogar umdrehen und (in Bezug auf das Motto oben) forden : Bundeswehr RAUS aus der Kaserne und REIN in die Schule.
Jeder hat selber die Möglichkeit sich zu einer Teilstreitkraft und auf eine bestimmte Verwendung hin zu bewerben.
Aber für die vielen Verwendungswünsche fehlen die Planstellen. Die BW hat einen Planstellenstau. Schau mal in den letzten Bericht des Wehrbeauftragten.
Apropos: aufgrund dieses Berichts würde ich mir eine Bewerbung bei dieser 'Firma' gut überlegen.
Man muß sich natürlich auch mit dem Autor Michael Schulze von Glaßer befassen auf den sich der - politisch eindeutig ausgerichtete - Beitrag bezieht.
"aufgrund dieses Berichts würde ich mir eine Bewerbung bei dieser 'Firma' gut überlegen."
und vorher:
"Eine Info-Veranstaltung über Aufgaben der BW in der Schule durch BW-Angehörige wäre ok, wenn es in ein vernünftiges Konzept eingepackt ist. Da muss es Spielregeln geben, es sollte nicht in einseitige Werbung ausarten."
Also - Du forderst von der BW ein vernünftiges Konzept und bist in diesem Fall gegen einseitige Werbung - die höchst einseitige und eindeutig motivierte Anti-Werbung dieses Beitrags aber ist für Dich völlig OK.
Die habe ich schon - die hilft aber nicht gegen Doppeldeutigkeiten des Schreibenden.
Das "Apropos" setzt den Satz vom vorherigen ab.
Davon abgesehen: Warum soll ein Planstellenstau von einer Bewerbung abhalten?
Gerade in der heutigen Situation muß die Bundeswehr froh um jeden Bewerber sein - das müssen einige in den Planungsstellen wohl noch begreifen.
Ich habe mich übrigens als Wehrpflichtiger in der Truppe beworben - indem ich an einem freien Tag in Uniform zum gewünschten Truppenteil gefahren und mich zum Einplanungsfeldwebel durchgefragt habe.
Aber heute wollen einige "Hunde zum Jagen getragen" werden.
OFw d.R. bitte - soviel Zeit muß sein.
"Apropos" schafft eine Verbindung zum Vorhergesagten : "wo wir schon dabei sind...". Aber ich hätte vielleicht den Zeilenvorschub dazwischen weglassen können.
Gut - Schwämmchen drüber.
Edgard, ich empfehle Dir wirklich den Bericht des Wehrbeauftragten zu lesen.
Es geht um einen Planstellenstau insbesondere für langjährige Soldaten die nach einer Weiterverwendung suchen. Offensichtlich wird mehr auf Neueinstellungen gesetzt.
Insofern verhält sich die BW, wie es Nicole schon sagte, "wie in normaler Arbeitgeber".
"Wie ein normaler Arbeitgeber"... Ja, und doch nicht.
Wie in jeder Firma gibt es auch dort eine hierarchische Pyramide, nur daß es bei der BW bislang so etwas wie einen Automatismus gab die Leiter höher zu steigen.
Wer sich verpflichtete oder Berufssoldat wurde der konnte sich je nach Laufbahn ausrechnen mit welchem Dienstgrad er ausscheiden würde.
Im zivilen berufsleben habe ich kaum einmal erlebt daß jemand befördert wurde - höhere Dienstposten werden i.d.R. von Aussen besetzt, oft genug durch Protektion und Beziehungen, die Qualifikation ist oft entsprechend.
Bei der BW werden künftige Vorgesetzte neben ihrer fachlichen Ausbildung in Menschenführung geschult (wobei das nicht bei jedem wirkt).
Dieses Fach gibt es in Zivilen als Qualifikationsnachweis garnicht. Was ich dort so an "Sozialkompetenz" erfahren "durfte" ist zum Teil unbeschreiblich.
Im schöner Zusammenarbeit mit dem willfährigen "Betriebsrat", der gleichzeitig als Arbeitsschützer eingesetzt war wurden Mitarbeiter in einen Ausseneinsatz geschickt der sie in unmittelbare Nähe einer Asbestfabrik in Osteuropa brachte.
DAS steht natürlich nicht in der Internet- Präsenz dieses Unternehmens - und wurde auch bei der Einstellung nicht erwähnt...
Das es einen solchen parlamentarischen Bericht und die dort beschriebenen Beispiele in ihrer Abwicklung überhaupt gibt - das ist wohl ziemlich einmalig - oder kennst Du eine andere Einrichtung?
Was wäre wohl wenn es solche Berichte einer unabhängigen Instanz von zivilen Firmen gäbe?
Dort wird auch beschrieben was Vorgesetzten passieren kann wenn sie sich nicht an die Grundsätze der Inneren Führung halten.
Was mußt Du im Zivilen unternehmen um einen mobbenden Chef oder Kollegen loszuwerden?
In einer Firma muß man Betriebsrat werden (wenn es überhaupt einen gibt) um quasi unkündbar zu sein - beim "Bund" ist es eigentlich jeder.
Ein Betriebsrat KANN es geben - wenn sich die Mitarbeiter dazu bereitfinden (davon kenn ich was...), die Wahl einer Vertrauensperson in jeder BW- Einheit ist PFLICHT - ich war es mehrfach. Diese Vertrauensperson hat weitreichende Rechte - und dazu gehört es - wie das für JEDEN Soldaten gilt - sich bei oder über den nächsthöheren Vorgesetzten zu beschweren oder sich direkt an den Wehrbeauftragten zu wenden. Jeder Versuch einer Behinderung ist strafbar - was der Bericht ja auch zum Ausdruck bringt.
Ich habe mehrfach von meinem Beschwerderecht Gebrauch gemacht - mit gutem Erfolg und ohne deswegen Nachteile zu haben.
Ja, der Beitrag von Kröger ist natürlich ideologisch verfärbt, dafür gibt es aber jede Menge Bereiche in denen die LINKE auffallend zurückhaltend ist.
Ich nenne da nur das unübersehbare Geflecht der kirchlichen Einrichtungen; in vielen dieser Tendenzbetriebe gelten viele Arbeitnehmerrechte nicht, auch nicht das Betriebsverfassungsgesetz.
Bei der Bundeswehr werden weder Ungläubige noch Wiederverheiratete oder gar Schwule oder Lesben gefeuert.
Auch über den Riesenskandal der "christlichen" Gewerkschaften habe ich von Horst Kröger nichts gelesen - diese haben im schönen Einvernehmen mit den Arbeitgebern - ebenfalls "christlichen" Arbeitsverleihern "Tarifverträge" zu Hungerlöhnen abgeschlossen (wovon der obligatorische(!) Gewerkschaftsbeitrag direkt vom Lohn abgezogen wurde - bis endlich die Gerichte dem einen Riegel vorgeschoben und diesen "Gewerkschaften" die Tariffähigkeit abgesprochen haben.
Auch aus heutiger Sicht - die Bundeswehr ist bei allen (mir durchaus bekannten) Unzulänglichkeiten einer der besten Arbeitgeber die ich kenne.
Pressemitteilung - Grüne - Hells Angels
Pressemitteilung
Die Grünen Walsrode versuchen seit einem halben Jahr, in dieser Stadt die Abwehrkräfte gegenüber den Formen der Organisierten Kriminalität, wie sie nach Meinung des BKA die Hells Angels und ihre Hilfsorganisationen darstellen, zu stärken.
Insbesondere durch
eine Anfrage zum Sicherheitsdienst beim „Walsroder Mittwoch“ im April 2010,
eine...
Wietze: Kreisel | Stellungnahme der BI-Wietze zu Lohndumpingvorwürfen bei Celler Land Frischgeflügel
Wie in der letzen Woche aus zahlreichen Medien zu entnehmen war, sucht die Firma
Rothkötter für den Schlachthof in Wietze Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen.
In zwei Stellenanzeigen versucht die Firma Randstad für die Celler Land Frischgeflügel
Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen zu rekrutieren. Angeboten werden 45 Stellen zu einem
Stundenlohn von 7,79...
Eschede: Bahnhof | Aufruf zur Demonstration
am 17.12.2011, Beginn 14.00 Uhr am Bahnhof Eschede
Gemeinsam gegen die Nazitreffen in Eschede – Für Demokratie und Menschenrechte
Die Unterzeichnenden rufen gemeinsam zur Demonstration auf!
Alle, die sich unter diesem Motto wiederfinden können, sind willkommen!
Seit Jahren finden in Eschede Treffen von Neonazis unterschiedlichster Couleur statt. Die mehrmals
im Jahr stattfindenden Sonnwendfeiern...