Trainertandem für den TSV Kirchrode

Hannover: TSV Kirchrode Frauen & Mädchenfußball | Trainertandem für den TSV Kirchrode

Andreas Boxhorn und Umier Asif coachen ab sofort das Frauenteam des TSV Kirchrode. Und sie wollen den TSV zu einer wichtigen Adresse im Frauenfußball machen.

Andreas Boxhorn (links) und Umier Asif sind die neuen Coaches für die Frauenmannschaft des TSV Kirchrode. © Brunhöber
Andreas Boxhorn (links) und Umier Asif sind die neuen Coaches für die Frauenmannschaft des TSV Kirchrode.



Redaktion Sportbuzzer
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Die Trainer Andreas Boxhorn und Umier Asif wollen aufsteigen. Mit der Frauenmannschaft des TSV Kirchrode. Der TSV ist derzeit Drittletzter in der 1. Kreisklasse, und der Kader ist so klein, dass er nur als 7er-Team antreten kann. Gut, der Aufstieg ist auch erst für die nächste Saison geplant, aber trotzdem: Andreas Boxhorn und Umier Asif müssen tollkühn sein.

Die beiden haben die Mannschaft gerade von ihrem Vorgänger Carsten Zapfe übernommen, der den Verein verlassen hat. Und das Duo glaubt fest daran, dass ihr Team schon bald deutlich etablierter sein wird als jetzt: "Wir haben starke B-Juniorinnen, die dann die Damenmannschaft unterstützen werden", sagt Boxhorn. Der Kader werde dann nicht nur besser, sondern auch größer: "Ein 11er-Team wäre schön, aber ich gehe davon aus, dass es ein 9er-Team wird."

Sechs Juniorinnen werden voraussichtlich zu den Frauen wechseln. Und die B-Juniorinnen sind dann alles andere als dem Untergang geweiht, denn deren Kader umfasst schon jetzt 19 Spielerinnen. Und auch in den jüngeren Altersgruppen wachsen derzeit Mannschaften des TSV heran.

Das ist auch der Grund, warum Boxhorn und Asif noch viel tollkühner klingende Pläne schmieden als den des Aufstiegs: Sie wollen den TSV Kirchrode zu einer festen Größe und zu einer richtig guten Adresse im Frauenfußball werden lassen. Sie stützen sich dabei auf zwei nicht minder ehrgeizige Mitstreiter: Fred Lüdicke, Trainer der B-Juniorinnen, und Jugendbetreuerin Claudia Reubert: "Wir sind ein Team", sagt Boxhorn.

Lüdicke und Boxhorn haben bereits Erfahrung im Frauenfußball. Lüdicke ist seit mehreren Jahren Trainer, Boxhorn seit mehreren Jahren Leiter der Frauen- und Mädchenfußballsparte des TSV. Beide haben den Frauenfußball liebgewonnen. Sicher, es fehle in ihm die kraftvolle Dynamik und Athletik der Männer und Junioren, sagt Lüdicke. Dafür aber komme der spielerisch-technische und der taktische Aspekt umso mehr zum Vorschein. Und für diese Aspekte "sind Frauen und Mädchen feinfühliger und können ihn besser umsetzen", meint Lüdicke: "Sie nehmen taktische Maßnahmen schneller auf." So etwas ist eigentlich ein Fest für jeden Trainer.

In Schulen wollen die TSV-Betreuer zunehmend mehr Mädchenfußball-AGs anbieten und den Verein so für Nachwuchs interessant machen. Schon jetzt kämen die Spielerinnen aus der gesamten Region, "sogar aus Neustadt", sagt Boxhorn. Das Kirchröder Betreuer-Quartett wünscht sich auch in anderen Vereinen mehr Pflege und Beachtung des Frauen- und Mädchenfußballs: "Man hat noch nicht erkannt, dass es dort draußen ein großes Mitgliederpotenzial gibt, das Vereine in Zukunft dringend brauchen", sagt Lüdicke. Der Trend zu Ganztagsschulen bedrohe den Mitgliederstand aller Klubs, schon allein deshalb könne es sich niemand leisten, Frauenfußball schlechter zu behandeln als Männerfußball.

Mit dem 22-jährigen Wirttschaftsstudenten Umier Asif stößt ein Jungtrainer zum Betreuerteam, der bislang noch wenig Erfahrung mit Frauenfußball hatte: "Ich mag es, Dinge zu tun, die ich vorher noch nicht kannte", sagt Asif. Außerdem möge er die Philosophie im Trainerkollegium des TSV: "Wir wollen nicht nur das Spiel beibringen, sondern die Freude am Spiel näherbringen." Denn so könne echter Teamgeist entstehen. Wenn ein Team mal eine zeitlang im Tabellenkeller darben muss wie derzeit der TSV, könne das Teil eines wichtigen Entwicklungsprozesses sein, sagt Asif: "Wenn eine Mannschaft nach mehreren Misserfolgen trotzdem eine Einheit wird und dann zusammen wieder aufsteht – das ist ein elektrisierendes und bewegendes Gefühl."

Tollkühn? Nein. Andreas Boxhorn und Umier Asif lieben eben einfach Fußball.


Danke an den Sportbuzzer für den tollen Bericht!
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